FRRV will für Fehmarn-Pferde-Festival eine Sondergenehmigung beantragen

„Es wird keine Zuschauer geben“

+
Für das Fehmarn-Pferde-Festival will der Fehmarnsche Ringreiterverein in der kommenden Woche eine Sondergenehmigung im Kieler Innenminsterium beantragen. Ohne Zuschauer soll an acht Tagen geritten werden.

Fehmarn –lb– Der Fehmarnsche Ringreiterverein (FRRV) möchte trotz der Corona-Pandemie das Fehmarn-Pferde-Festival in abgespeckter Form durchführen. Eine entsprechende Sondergenehmigung will der FRRV in der kommenden Woche unter Vorlage eines Hygienekonzeptes im Kieler Innenministerium beantragen. „Wir gehen davon aus, dass wir eine Genehmigung bekommen“, erklärte FRRV-Vorsitzender Hinrich Köhlbrandt auf FT-Nachfrage.

  • 250 Personen werden zugelassen
  • Deutliche Abstriche beim Fehmarn-Pferde-Festival
  • Turnier wird auf den Sport begrenzt
„Es wird keine Zuschauer geben“, so der Vorsitzende weiter. Dies sei Fakt, da die zugelassene Personenzahl von 250 für die Reiter, Begleitpersonen und das Organisationsteam benötigt werde. Es wird einen Eingang und einen Ausgang geben. „Jeder wird registriert und muss seine Adresse hinterlassen“, erläuterte der FRRV-Chef die Maßnahmen.

Turniermäßig muss der Verein deutlich Abstriche machen. Auch sind die Sponsorengelder wegen Corona drastisch gesunken. „So werden wir nur 60 Prozent des ausgeschriebenen Preisgeldes an die Platzierten auszahlen“, so Köhlbrandt. So ist der Große Preis des Kaufhauses Stolz in diesem Jahr mit 4000 Euro statt mit 10000 Euro dotiert.

Mit drei Dressurprüfungen soll das Fehmarn-Pferde-Festival am 18. Juni (Donnerstag) beginnen. Mit einer Dressurprüfung der Klasse L* -Kandare- soll es vormittags losgehen. Nachmittags sollen zwei M-Dressuren folgen. „In der Dressur mussten wir eine Stufe heruntergehen“, erläuterte Köhlbrandt. Unter normalen Bedingungen bietet der FRRV zwei internationale Dressurprüfungen auf S-Niveau an.

Am 19. Juni (Freitag) geht es für die Springreiter weiter. Vormittags gibt es eine Springprüfung der Klasse L und eine M*-Springprüfung. Beide Prüfungen sind Einlaufprüfungen für die deutsche Meisterschaft Pony und Junioren. Nachmittags soll es mit der Springprüfung der Klasse S* das erste von vier S-Springen geben. Mit einer Stilspringprüfung der Klasse M* wird dann der zweite Turniertag abgeschlossen.

„Wir sind sehr stark ausgebucht, da es für viele Reiter die einzige Startmöglichkeit ist“, bilanzierte Köhlbrandt weiter. Nennungsschluss ist übrigens heute. Hohe Nennzahlen verzeichnet der FRRV für den 20. Juni (Sonnabend), den dritten Turniertag. Tag drei startet mit zwei M-Springen. Mit einer Springprüfung der Klasse S** geht es nachmittags weiter. Im zweiten S-Springen werden die Jungen Reiter für die deutschen Jugendmeisterschaften gesichtet.

Mit dem Finale des schleswig-holsteinischen Nachwuchschampionats in der Altersklasse Junioren und Children, einer Stilspringprüfung der Klasse M* mit Stechen soll der dritte Tag zu Ende gehen.

Am 21. Juni (Sonntag) geht es vormittags mit einer Springprüfung der Klasse S** weiter. Dann wird mit dem Großen Preis des Kaufhauses Stolz (Springprüfung der Klasse S** mit Stechen) der Turnierhöhepunkt folgen.

Am 24. Juni (Mittwoch) ist ein Springpferdetag für jüngere Pferde geplant.

Vom 26. bis 28. Juni gehen schließlich die unteren Leistungsklassen auf der Reitsportanlage im Grünen Weg an den Start.

„Wir haben ein straffes Programm und sind froh, wenn wir es wie geplant durchführen können. Wir werden das Fehmarn-Pferde-Festival total auf den Sport begrenzen“, erläuterte der FRRV-Vorsitzende die Pläne weiter. Das kulinarische Angebot werde auf das Nötigste beschränkt. Auch auf offizielle Siegerehrungen muss aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet werden.

Ebenfalls ist Fehmarn ein Tourstopp des LVM-Cups (26. bis 28. Juni). Der Cup findet bereits zum elften Mal statt. Der Wettbewerb richtet sich an Junioren des Jahrganges 2002 und jünger aus den Leistungsklassen 4 und 5. Durch Corona und die damit verbundenen Turnierabsagen gibt es nur fünf statt acht Tourstopps. Im Oktober (21. bis 25.) findet das Finale in den Holstenhallen in Neumünster statt.

Auf jeder Etappe qualifizieren sich die vier besten Athleten im Springen (Stilspringprüfung der Klasse L) und die an Stelle eins und zwei Platzierten in der Dressur (Dressurprüfung der Klasse L). Bei Doppelqualifikationen rücken die nachfolgenden Reiter auf. Auf dem Reiterhof Landgraben in Schönkirchen findet morgen der Auftakt des diesjährigen LVM-Cups statt. Danach geht es nach Heide, Löwenstedt und nach Tangstedt.

Johanna Marheineke, Referentin für Landwirtschaft und Pferdezucht und -sport bei der LVM Versicherung freut sich über den Serien-Auftakt: „Nach der langen Zeit der Ungewissheit, ist es schön zu sehen, dass die erste Qualifikation nun losgeht, und wir sind guten Mutes, dass auch die folgenden Etappen planmäßig durchgeführt werden können. Dann findet der LVM-Cup zwar in einem kleineren Rahmen in Schleswig-Holstein statt – das mindert aber nicht den Ehrgeiz und Ansporn der Sportler, genauso wenig wie unser Engagement.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.