Westfehmarns Kapitän Ulf Stoltenberg (r.) hatte die meisten Ballkontakte und erzielte zwei Tore beim 4:3 gegen Riepsdorf.

RSV: Sechs Osterpunkte und Platz 6

Abstiegskrimi: West schlägt Riepsdorf 4:3

PETERSDORF (wi)  • Das war wirklich Abstiegskampf pur. Mit 4:3 (2:0) gewann am Ostersamstag der TSV Westfehmarn gegen den FC Riepsdorf sein drittes Heimspiel in Folge. In der ersten Halbzeit boten die Gastgeber die Mittelstürmer-Legende längst vergangener Zeiten, den 52-jährigen Erwin Severin, als einzige Spitze auf – obwohl 16 Mann auf dem Spielbericht standen.

Zur Pause führte „West“ durch Tore von Ulf Stoltenberg per Kopf nach Braun-Freistoß (9.) und nach einem Konter über Severin und Stoltenberg, den Benny Buss verwertete (20.), verdient mit 2:0. Es war Sven Feldsien, der mit einem völlig unnötigen Schubser nach einer Ecke die Partie wieder spannend machte. Den fälligen Elfer verwandelte Thomas Rüdiger (53.)

Und dann überschlugen sich die Ereignisse auf dem Micky-Kähler-Platz. Riepsdorf ging innerhalb von nur 60 Sekunden in Führung: Rüdiger setzte sich nach Steilpass durch – das 2:2 (59.). Benjamin Knoop traf von halbrechts aus 20 Metern per Aufsetzer (60.) – das 2:3. Doch wieder 60 Sekunden später flankte Thomas Braun und erneut war Benny Buss da – das 3:3 (61.). Drei Tore in drei Minuten – unglaublich.

Matthias Perkuhn scheiterte einige Male am kleinen FCR-Torhüter Björn Babbe. Dann fiel der Siegtreffer für „West“. Nach einer Flanke von Sven Meß köpfte Ulf Stoltenberg ein (78.).

Es blieb dramatisch, zumal der Schieri sechs Minuten nachspielen ließ. Die letzte Chance hatte Riepsdorfs Heiko Pleeger in der 93. Minute, er schoss aus dem Lauf weit drüber. Und dann ließ Damiano Durante noch zwei Hundertprozentige aus: Aus zwei Metern drüber (95.) und nochmal aus kurzer Distanz per Kopf auf Torwart Babbe (96.).

TSV: Meyer – Blanck, Fleischer, Feldsien – Braun (84. Nissen), Meß, Claussen-Mackeprang, Buss – Perkuhn, Stoltenberg – Severin (46. Durante). Beste Spieler: Fleischer, Stoltenberg, Perkuhn, Buss. Schiedsrichter: Schmütz (Putlos), gut. Tore: 1:0 (9.) Stoltenberg, 2:0 (20.) Buss, 2:1 (53./FE), 2:2 (59.) Rüdiger, 2:3 (60.) Knoop, 3:3 (61.) Buss, 4:3 (78.) Stoltenberg.

Der RSV Landkirchen landete über Ostern seine Siege Nummer drei und vier in Folge und ist plötzlich Tabellensechster. Am Samstag gab es ein 4:1 über den SC Kabelhorst, am Ostermontag folgte ein imponierendes 3:0 über den TSV Malente.

Gegen Kabelhorst war mal wieder Torben Müller mit drei Toren der „Mann des Tages“. Die Landkirchener überzeugten nicht, dennoch war der Sieg kaum einmal gefährdet.

Dreimal Müller

RSV: Heuer – Schneider - Durante, Rahlf, Preusler – Ufer (65. Bahr), Höft, Müller, Wagner (46. Navers) – Jahn, Bügge-Mau. Beste Spieler: Schneider, Rahlf, Müller. Schiedsrichter: Strohbach (Westfehmarn), gut. Tore: 1:0 (9.), 2:0 (15.) Müller, 2:1 (36.) Braker, 3:1 (49.) Bügge-Mau, 4:1 (61.) Müller.

Gegen Malente war „Sebi“ Preusler besonders wichtig, weil er das Kunststück fertig brachte, Malentes Toptorjäger Sebastian Lesch auszuschalten. Lesch war nur einmal gefährlich mit einem Freistoß, den Sascha Heuer hielt (49.). Nach chancenarmer erster Hälfte kam der RSV immer besser ins Spiel. Eine Ecke von  Müller köpfte Lasse Jahn ins kurze Eck (59.). Per Foulelfer (an Jährig) machte Christian Höft das 2:0 (67.). Wenig später wieder Foul an Jährig, diesmal scheiterte Höft beim Elfer am Torwart. Möller schoss im Nachschuss drüber (75.). Mit einem satten Schuss sorgte Torben Müller für den 3:0-Endstand (79.). „Das ist aufgrund der zweiten Hälfte verdient“, so Obmann Karl Maas.

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