TSV Heiligenhafen gewinnt trotz Zittern in den Schlussminuten souverän mit 2:1 gegen Lübeck 93

Andi Bahr gibt Abwehr Stabilität

Maik Lindhorst verlädt den Gästekeeper.

HEILIGENHAFEN (st) • Helge Panten hatte darauf gehofft, dass die Rückkehr von Andreas Bahr der Defensive des TSV Heiligenhafen Sicherheit geben würde, und genau das ist auch eingetreten.

Zudem setzte der Routinier die Heiligenhafener Spitzen Tim Ruland und Enis Gashi mit gezielten langen Bällen gut in Szene, sodass diese ihre Stärken ausspielen konnten. Die Unfähigkeit der Gästeabwehr von Bezirksliga-Konkurrent TuS Lübeck 93, die beiden gefährlichsten Heiligenhafener in den Griff zu bekommen, war am Ende ausschlaggebend für den 2:1 (1:0)-Erfolg der Hausherren.

Das Spiel kam zunächst nur langsam in die Gänge. Es dauerte bis zur 15. Minute, ehe Enis Gashi das erste Mal gefährlich vor dem Lübecker Tor auftauchte, jedoch zu spät auf den besser postierten Ruland schob, was sich im Laufe des Spieles noch des Öfteren wiederholen sollte. Als Gashi in der 27. Minute eigensinnig abzog, statt Ruland in Szene zu setzen, musste sich das Heiligenhafener Lauf-Wunder einige harte Worte seines Mannschaftskollegen gefallen lassen.

Zuvor bewahrte Torhüter Frederik Kohlscheen die Warderstädter vor dem Rückstand durch einen der in der ersten Halbzeit immer wieder zügig vorgetragenen Konter der Gäste. Die Doppelschusschance der Lübecker vereitelte er durch schöne Paraden.

Nach einer halben Stunde fiel dann das verdiente 1:0 für den TSV, der zwar nicht unbedingt zwingend, aber doch feldüberlegen war. Enis Gashi eroberte nach einem missglückten Abschlag des Lübecker Torwartes den Ball und zog aus 16 Metern ab. Das Leder schlug unhaltbar unten Rechts im gegnerischen Kasten ein.

Das Schlimmste ahnten viele Heiligenhafener Zuschauer dann schon wieder kurz nach dem Pausenpfiff, als Tim Ruland sich wegen Meckerns über einen kurz zuvor zu unrecht nicht gegebenen Elfmeter die gelbe Karte abholte. Doch der Heißsporn hielt sich im Zaum und spielte die vollen 90 Minuten. Und das mit viel Einsatz und Siegeswillen.

In der zweiten Hälfte verflachte dann die Partie, weil die Lübecker nicht mehr in der Lage schienen, ihre in Halbzeit eins noch so gefährlichen Konter über die Außen zu praktizieren. Heiligenhafen übernahm komplett das Geschehen und erspielte sich auch die eine oder andere Chance, ohne allerdings zu glänzen. In der 70. Minute fiel dann die Entscheidung durch einen von Maik Lindhorst sicher verwandelten Foulelfmeter. Der Pfiff des guten Schiris Pohl ertönte nach einem Foul an Ruland, der sich im Strafraum durchgetankt hatte und zu Fall gebracht wurde. Freddy Kohlscheens einziger Fehler brachte den Lübeckern nach einer Ecke zwar noch den Anschluss (85.), aber mehr war nicht drin.

Interimstrainer Hubert Hartz war nach diesem Erfolg sichtlich zufrieden mit der Leistung seiner Truppe, die genau soviel getan hatte, wie nötig war, um die Lübecker zu bezwingen.

TSV: Kohlscheen – Markmann, Ruge, Bahr – Jogszys, Lindhorst (65. Sachau), Packhäuser, Rathke – Senger (46. Heinritz), Ruland, Gashi (87.Uecker).

Beste Spieler: Bahr, Rathke, Ruland, Gashi.

Schiedsrichter: Pohl (Ahrensburg), gut.

Tore: 1:0 (30.) Gashi, 2:0 (70./FE) Lindhorst, 2:1 (85.).

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