TSV Heiligenhafen unterliegt Comet Kiel II mit 2:5 und bleibt in der Kreisklasse A / Unnötige Niederlage kassiert

Aufstieg nicht geschafft

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Michel Pott (r.) bearbeitet Comet-Kapitän André Müller. Am Ende hatte der TSV Heiligenhafen mit 2:5 das Nachsehen und verbleibt in der A-Klasse.

OSTHOLSTEIN -nn- Dem TSV Heiligenhafen ist der Aufstieg in die Kreisliga missglückt. Nach einem nicht zufriedenstellenden Saisonverlauf hat das Team um Trainer „Mecki“ Antunes es am Sonnabend versäumt, durch einen Erfolg über den SVE Comet Kiel II den Wiederaufstieg in die Tat umzusetzen.

Nachdem die Elf aus der Warderstadt den 0:1-Pausenrückstand in ein 2:1 umwandelte, führten individuelle Fehler sowie Unzulänglichkeiten zu einer 2:5-Niederlage nach 93 Minuten. Zudem flog Binyam Berhe nach einer Tätlichkeit per Roter Karte vom Platz (85.).

Der TSV musste einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Kai Butzke konnte Alexander Borchert nicht vom Ball trennen, Borchert setzte seinen Lauf über die linke Außenbahn fort und brachte das Spielgerät flach vor das Heiligenhafener Tor. Beim Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, haute Michel Pott über den Ball und Jan Hollm vollstreckte zum 0:1 (5.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatte der TSV durch Nils Lemburg (12.), Jan Aepinus (20.) und Christian Heinritz (25.) durchaus Chancen, den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch alle Möglichkeiten wurden vergeben, sodass es mit dem 0:1 zum Pausentee ging.

Den Warderstädtern fehlte nur ein Tor, um die Verlängerung zu erreichen. Die Mannschaft von Antunes startete furios in die zweite Halbzeit. Es waren keine zwei Minuten im zweiten Durchgang absolviert, da stand es 1:1. Binyam Berhe nutzte ein Zuspiel von Lasse Monroy und traf zum 1:1-Ausgleich (47.). Und es kam noch besser für den TSV. Lars Jans zeigte eine blitzschnelle Reaktion und erzielte das 2:1 nur zehn Minuten nach dem Ausgleichstreffer (57.), nachdem Comet-Torhüter Kevin Hesse einen Schuss von Jan Aepinus nur nach vorne abklatschen konnte. Noch waren über 30 Minuten zu spielen, der TSV spielte weiter nach vorne. Hier wäre die klügere Entscheidung gewesen, den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten oder die Lederkugel Richtung Friedrich-Ebert-Straße oder Lütjenburger Weg zu katapultieren, um Zeit zu schinden. Die Antunes-Elf schien den Gegner im Griff zu haben, ließ sich jedoch in der 70. Minute die Butter vom Brot nahmen. Florian Vesper leistete sich ein völlig überflüssiges Foulspiel gegen Alexander Borchert, die Quittung war ein Strafstoß für den Gast. Diese Möglichkeit ließ sich Semih Aydemir nicht nehmen und verwandelte zum 2:2 (71.). Sieben Minuten später kam es aber noch schlimmer für die Platzherren. Michel Pott spielte einen halbhohen Rückpass auf seinen Keeper Renè Deutsch, den dieser aber nicht unter Kontrolle bekam. Die Lederkugel rutschte durch zu Alexander Borchert, der die Kugel zum 2:3 ins verwaiste Tor schob (78.). Die Gäste blieben am Drücker, auf Heiligenhafener Seite brannten Binyam Berhe die Sicherungen durch, er schlug seinem Gegenspieler nach einem verlorenen Zweikampf mit beiden Händen in den Nacken, das geschah unmittelbar vor den Augen von Schiriassistent Ronny Perkuhn. Der vermeldete es seinem Schiedsrichter Boris Nowaczyk (TSV Sarau), die logische Konsequenz war der Platzverweis für Berhe (85.). Anschließend markierte Timo Ohls das 2:4 (86.), in der Nachspielzeit (91.) besorgte Alexander Borchert den 2:5-Endstand. Der Jubel der Gäste, die extra mit einem Bus von Kiel nach Heiligenhafen kamen, kannte nun keine Grenzen mehr.

TSV: R. Deutsch – Wied, Butzke, Vesper, Pott – Monroy, Aepinus, Heinritz, Jans – Berhe, Lemburg. Eingew.: Heit, Muuß, Hense. Beste Spieler: Monroy, Jans, Pott. Schiedsrichter: Nowaczyk (TSV Sarau), hervorragend. Rote Karte: (85.) Berhe (TSV), nach Tätlichkeit. Tore: 0:1 (5.) Hollm, 1:1 (47.) Berhe, 2:1 (57.) Jans, 2:2 (71./FE) Aydemir, 2:3 (78.) Borchert, 2:4 (88.) Ohls, 2:5 (91.) Borchert.

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