Und wieder weg – Marc Gottorf (l.) entwischt Gegenspieler Sven-Oliver Bibow.

Überzeugendes 5:1 beim SC Cismar

SVN bietet ganz starke Teamleistung

Von Andreas HöppnerNEUKIRCHEN • Das war ein Sieg des Willens und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Mit einem überzeugenden 5:1 (1:0) beim SC Cismar kehrte gestern der SV Neukirchen aus Grömitz zurück, wo er eindrucksvoll seine A-Klassen-Titelambitionen unter Beweis stellte.

Der Haken an der Sache: Der SVN hat es nicht mehr selbst in der Hand, den TSV Dahme, der sich mit 3:1 beim Sereetzer SV II ebenfalls schadlos hielt, noch vom Thron zu stürzen.

In Grömitz bewahrheitete sich einmal mehr die alte Fußballerweisheit, dass die Spiele in der Abwehr gewonnen werden. Denn in diesem Mannschaftsteil hatten die Schwarz-Weißen gestern ihr großes Plus gegenüber dem Gastgeber. Torhüter Sascha Themer und Libero Jan Gütschow boten eine solide Leistung, Simon Hapke zog Stephan Kohler den Zahn, während Marvin Carbuhn die zweite Spitze Matthias Böhme auf Eis legte.

Hinzu kam, dass das Mittelfeld mit einem überragenden Torsten Gilgin gut nach hinten arbeitete und Andreas Müller-Rode die Kreise von Ex-Profi Elard Ostermann einengte. Der 38-Jährige, der von 1989 bis 1991 beim VfL Bochum spielte und in der Saison 1995/96 im Kader des HSV stand, hat sich in Grömitz niedergelassen und führt dort einen gastronomischen Betrieb. Und am Wochenende schnürt er nun noch einmal die Fußballstiefel für den SC Cismar. Zumindest   gestern half sein Mitwirken  den Cismaranern nicht.

Sie agierten hinten viel zu risikoreich. Ein unsicherer Torwart Tim Gnepper, etwas behäbige Manndecker Maliqui und Bibow sowie Stefan Müller im Zentrum – das war zu wenig, um die spritzigen Spitzen Chris Bork, der Maliqui ein ums andere Mal versetzte, sowie Marc Gottorf in den Griff zu bekommen. So glückte Chris Bork (11.) auf Gottorf-Zuspiel die schnelle Führung.

Cismar wirkte fortan gehemmt und fand nicht die Mittel, sich ein Übergewicht zu erarbeiten. Zielstrebiger und gefährlicher waren die Gäste. In der Nachspielzeit der ersten Häfte verpasste Torsten Gilgin nach einem weiten Einwurf per Kopf noch das 0:2, in der 47. Minute zielte er nach einem erneuten Einwurf Gottorfs besser mit dem Kopf und machte das 0:2.

Cismar drängte nun noch einmal auf den Anschluss, doch erst ein unnötiges Foul von Simon Hapke an Kohler, bescherte dem Gastgeber einen Strafstoß, den Böhme (54.) sicher verwandelte zum 1:2. Der SVN blieb anschließend konzentriert und nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus. Zunächst vergab Timo Schmidt (61.) freistehend, ehe es Marc Gottorf (63.) nach einem Konter besser machte und zum 1:3 einschoss. Die Partie war entschieden. Als Chris Bork (69.) auf 1:4 erhöhte, ertönten erste Siegesgesänge der SVN-Fans, die noch lauter wurden, als Marc Gottorf (72.) einen weiteren Konter zum 1:5 abschloss.

SVN: Themer – Gütschow – Hapke, Carbuhn – Gilgin, Müller-Rode, N. Engstfeld, Schwartz, Schmidt – Bork, Gottorf. Eingew.: C. Nölting, Busche, S. Engstfeld.

Beste Spieler: Gilgin, Carbuhn, Bork, Gottorf.

Schiedsrichter:  Kornetzky (Fissau), etwas kleinlich, nachdem er zu Beginn zu  großzügig war, aber in Ordnung.

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