Und er läuft und läuft und läuft ... Mario Markmann (l.), hier gegen Daniel Voss vom SV Neukirchen, war auch in dieser Saison da, wenn er gebraucht wurde. ·
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Und er läuft und läuft und läuft ... Mario Markmann (l.), hier gegen Daniel Voss vom SV Neukirchen, war auch in dieser Saison da, wenn er gebraucht wurde. ·

Rückblick: Oldenburger SV II mit Platz acht gut bedient / Oldies müssen es wieder einmal richten

Bilanz gleicht einer Berg- und Talfahrt

OLDENBURG · Beim Oldenburger SV II kann man nach einer eher verkorksten Kreisliga-Saison mehr als glücklich sein über Platz acht. Mehr war vor der Spielzeit auch nicht erwartet worden, da eine vernünftige Vorbereitung kaum stattgefunden hat und die Akteure sich die nicht vorhandene Kondition aus den ersten Spielen holen mussten.

So kam die Kofski-Truppe auch nur ganz schwer in Tritt, wenngleich es am zweiten Spieltag schon ein 2:1 beim SC Cismar gab – allerdings mit Verstärkung aus der Ersten. Und bereits beim zweiten Auswärtssieg (3:2 in Dahme) deutete sich schon früh im Saisonverlauf an, dass die Oldies wieder zu unersetzbaren Eckpfeilern des Teams werden würden. So zeichnete sich Sascha Rönnpage in Dahme mit einem Hattrick aus.

Neben recht vielen Enttäuschungen, die das Trainergespann Kofski/Puls hat schlucken müssen, gab es aber auch absolute Highlights wie das sensationell anmutende 2:2 beim späteren Meister Eutin 08. In dieser Partie hatte sich das Mitwirken von A-Junioren-Knipser Freddy Kaps ausgezahlt, der ein Tor selbst schoss und den zum Ausgleich führenden Freistoß von Sascha Rönnpage herausholte.

Zu den erfreulichen Resultaten zählten bis zur Winterpause auch die Erfolge gegen den SV Neukirchen (4:1), bei Strand 08 II (5:1) und gegen den TSV Lensahn (1:0). In allen Spielen zeichnete sich mit Mario Markmann ein weiterer Oldie aus. Er und Rönnpage führen auch die vereinsinterne Torjägerliste an.

Konstanz ist ein Fremdwort

Da Konstanz auch in diesem Jahr ein Fremdwort beim OSV II war, gesellten sich auch Spiele hinzu, die am besten gar nicht erst angepfiffen worden wären. So muss man nun wirklich nicht 0:3 beim TSV Ratekau, 0:3 in Scharbeutz und schon gar nicht 0:3 gegen den SC Cismar verlieren. In letzterem Spiel attestierte Rainer Kofski seinen Spielern eine Laufbereitschaft „wie Teelichter“. Noch Fragen?

Und nach der Winterpause ging es ähnlich unkonstant weiter. Da wechselten sich derbe Klatschen (0:5 gegen Eutin, 0:6 gegen Landkirchen) und gruselige Auftritte (1:3 gegen Ratekau, 2:2 gegen Hansühn) ab mit überraschenden Erfolgen. Hierzu zählen das 1:0 beim MTV Ahrensbök (Tor: Neuhäuser) oder das 1:0 beim SV Fehmarn (Tor: Gashi).

Und als es dann um wirklich nichts mehr ging, fiel das 1:4 beim TSV Pansdorf II ebenso wenig ins Gewicht wie das abschließende 8:2 gegen den FC Scharbeutz.

Da man fast pausenlos die Aufstellung variieren musste, konnte sich die Viererkette nie einspielen, folglich griff man – untypisch für den OSV – im Saisonverlauf wieder auf den Libero zurück. Und im Tor gab es auch häufig einen Wechsel. Erst spielte Nils Haltermann, nach dessen Verletzung musste sogar Rainer Kofski ran, ehe Sascha Scholz seine Chance nutzte. Nach der Winterpause verabschiedete sich Scholz nach einigen Spielen, sodass Haltermann das Wechselspiel wieder beendete.

Platz zwei im Fair-Play

Positiv aufgefallen ist der Oldenburger SV II auf jeden Fall in der Fair-Play-Wertung. Mit 51 Zählern (48 gelbe Karten, eine gelb-rote karte) rangiert man auf Platz zwei. Beim Ausblick auf die neue Saison ist vieles Spekulation. Die personelle Situation dürfte wesentlich beeinflusst werden von der noch ungewissen Entwicklung bei der Ersten, denn nach dem Nichtaufstieg könnten Abgänge (Daniel Junge, Freddy Kaps) durchaus möglich sein. Am Ende der Wechselfrist ist man schlauer. ·

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