Nur zwei Minuten war er im Spiel – und schon traf Jürgen Busche zum 4:0 für den SV Neukirchen. TSV-Libero Nils Wellendorf (l.) kam einen Schritt zu spät.

SV Neukirchen fast mühelos 5:0 beim TSV Gremersdorf / Personalsorgen der Rathje-Elf waren zu groß

Mit Bork kommt Spielfreude zurück

Von Andreas HöppnerGREMERSDORF • Der TSV Gremersdorf wollte den zuletzt etwas schwächelnden SV Neukirchen ein wenig ärgern, doch daraus wurde nichts, denn der A-Klassen-Dritte ließ beim 0:5 (0:3) nichts anbrennen.

Am Ostermontag zeigte sich ein Klassenunterschied, da der SVN zum ersten Mal seit Wochen wieder in Bestbesetzung spielen konnte, während die Gastgeber mit argen Personalnöten zu kämpfen hatten und im Sturm jegliche Durchschlagskraft vermissen ließen.

Ganz anders die Gäste, bei denen Chris Bork nach vierwöchiger Verletzungspause  wieder dabei war und in der Spitze gleich für Schwung sorgte. Das war auch notwendig, da Marc Gottorf von seinem Widersacher Jörg Piegenschke aus derm Spiel genommen wurde.

Für die Gäste lief trotzdem alles nach Plan. Selbst Oliver Schwartz (7.), nicht gerade ein togefährlicher Mittelfeldakteur, fasste sich ein Herz, zog volley aus 25 Metern ab und traf ins Tordreieck zum 0:1. Wenig später nutzte Chris Bork (12.) ein nicht entschlossenes Abwehrverhalten der Gastgeber konsequent aus und hämmerte das Leder unter den Querbalken zum 0:2. Und auch beim 0:3 sah die Hintermannschaft des TSV nicht gut aus. Dieses Mal war Nils Engstfeld (27.) Nutznießer der Gremersdorfer Konfusion.

Im Anschluss ließ es der SVN etwas ruhiger angehen, gleichwohl war er noch vor der Pause dem vierten Treffer näher (schon wieder Schwartz) als die Gastgeber ihrem ersten. Gremersdorf unterliefen im Spielaufbau zu viele Fehler und in der Spitze konnte der TSV mit den unerfahrenen Akteuren Sebastian Schewe, der schon ab der 4. Minute den verletzten Tamer Akdeniz vertrat, sowie den A-Jugendlichen Fabian Steinfeldt, der gute Ansätze zeigte, wenig ausrichten.

Im zweiten Spielabschnitt passierte lange Zeit gar nichts.  Bis Oldie Jürgen Busche (65.) aufs Feld kam und nach guter Vorarbeit von Marc Gottorf mit einem trockenen Schuss ins lange Eck das 0:4 (67.) erzielte. Den Schlusspunkt setzte Marc Gottorf (76.), der einen zweifelhaften Strafstoß – Timo Schulz hatte Timo Schmidt auflaufen lassen – zum 0:5 in die Maschen setzte.

Der SVN scheint rechtzeitig vor der Top-Partie in Cismar am kommenden Sonntag wieder in Fahrt zu kommen, während der TSV am Ostermontag schon frühzeitig einsehen musste, dass es gegen den SVN nichts zu holen gab. Positiv war auf jeden Fall, dass die Gastgeber bis zum Schluss diszipliniert spielten. Hier zeigt sich bereits die Handschrift des neuen Trainers Peter Rathje.

TSV: Schlüter – Wellendorf – Piegenschke, Langbehn – Liebrecht, Schulz, Bedei, Matthies, Kohlscheen – Steinfeldt, Akdeniz. Eingew.: Schewe, Fricke, E. Hatoan.

Bester Spieler: Piegenschke.

SVN: Müller-Rode – Gütschow – Hapke, Carbuhn – C. Nölting, Gilgin, Schwartz, N. Engstfeld, Schmidt – Bork, Gottorf. Eingew.: Busche, S. Engstfeld.

Beste Spieler: Carbuhn, Hapke, Bork (1. Hz.).

Schiedsrichter:  Westphal (Bosau), gut.

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