1:1 – Niveauarmes, aber erfreulich faires Derby zwischen SVG und "West"

"Das war Not gegen Elend"

Jan Claussen-Mackeprang (l., TSV) und Günter Schwarz im Kampf um den Ball.

GROSSENBRODE (hö) • „Das war Not gegen Elend“, befand Reiner Haselhorst, Vorsitzender des TSV Westfehmarn, kurz vor dem Ende eines für die Zuschauer enttäuschenden Kreisliga-Derbys zwischen dem SV Großenbrode und dem TSV Westfehmarn, das immerhin leistungsgerecht 1:1 (0:0) endete. Einen Sieg hatte keine der beiden Mannschaften verdient.

Während die Platzherren nach der Punkteteilung ihre vagen Hoffnungen auf den zweiten Tabellenplatz endgültig begraben können, kann der TSV mit dem Punktgewinn im Rücken zuversichtlich in die kommenden „Endspiele“ in Ahrensbök (Mittwoch) und Harmsdorf (Sonntag) gehen. So spielten die Gäste recht diszipliniert und ließen kaum etwas zu. Lediglich nach einem wirklich schönen Spielzug über die rechte Seite und einer Flanke von Günter Schwarz kam SVG-Torjäger Heiko Schumacher (29.) zu einem Flugkopfball, der knapp übers TSV-Tor strich.

Jäcker in guter Form

Auf der Gegenseite prüften Sven Mess (7.) mit einem strammen Freistoß und Andre Treimer (12., 32.) den gut aufgelegten Peter Jäcker im Großenbroder Kasten. Beim SVG war der hinter den Spitzen spielende Dietmar Weber bemüht, Linie ins Spiel zu bringen. Er war vor der Pause auffällig und fleißig, baute aber im zweiten Spielabschnitt ab. Er hatte allerdings auch wenig Unterstützung von einem Team, das die zahlreichen Ausfälle (Simonsen, Longerich, Just, Grubbe, Ehler, Möller) nicht kompensieren konnte. Gute Ansätze zeigte auch noch der junge Tobias Schreiber.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer auf beiden Seiten viel Krampf. Das Bemühen konnte beiden Mannschaften nicht abgesprochen werden, doch Torchancen wurden meist nicht herausgespielt, sie resultierten vielmehr aus Fehlern der gegnerischen Elf. So kam Ulf Stoltenberg an den Ball und konnte fast ungehindert in den SVG-Strafraum eindringen, wo er von Raphael Ackermann elfmeterreif gelegt wurde. Sven Mess (58.) ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher.

Der Ausgleich ein Zufallsprodukt

Symptomatisch für das Spiel schließlich der Ausgleich – ein Zufallsprodukt. TSV-Libero Jan Claussen-Mackeprang wollte klären, doch schoss er den eingewechselten Andreas Neubauer (78.) so unglücklich an, dass der Ball an den Innenpfosten des TSV-Tores und von dort hinter die Torlinie sprang.

Das war’s dann aber auch schon in einem niveauarmen, doch erfreulich fairen Derby. Die Grün-Weißen können die Saison nun langsam ausklingen lassen, während für die Gäste die entscheidende Phase im Abstiegskampf beginnt.

 

SVG: Jäcker – Werner – J. Schaumann, Bötcher – Scheel (79. Maschmann), Ackermann, Schwarz, B. Schreiber, Weber – T. Schreiber (69. Neubauer), Schumacher.

Beste Spieler: Jäcker, Weber (1. Hz.).

West: Tornau – Claussen-Mackeprang – Mess (91. Carstens), Becker – Markmann, S. Feldsien, Treimer, Kähler, Stoltenberg – Nissen (70. Zinke), Januzi.

Beste Spieler: Stoltenberg, Treimer.

Schiedsrichter: Eschenburg (Landkirchen), in Ordnung.

Tore: 0:1 (58./FE) Mess, 1:1 (78.) Neubauer.

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