Heiko Simonsen (r.) landete mit dem SV Großenbrode auf Platz zwölf. Die SVG-Defensive kassierte 96 Gegentore und bleibt damit das großeSorgenkind. ·
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Heiko Simonsen (r.) landete mit dem SV Großenbrode auf Platz zwölf. Die SVG-Defensive kassierte 96 Gegentore und bleibt damit das großeSorgenkind. ·

Rückblick: SVG bringt drei Trainer durch und kassiert 96 Gegentore

Defensive bleibt Sorgenkind

GROSSENBRODE · Eine turbulente Saison durchlebte der SV Großenbrode. Ein Hauch von Bundesliga wehte bei dem kleinen Amateurverein, allerdings nicht im spielerischen Sinne: Der A-Klassenvertreter brachte es fertig, mit Americo „Mecki“ Antunes, Bernd Kroll und zuletzt Jens Wigger drei Trainer zu verschleißen.

Gebracht hat es nichts, am Ende sprang Platz zwölf heraus. Zehn Punkte Rückstand auf Platz neun, dem vor der Saison angestrebten Saisonziel.

Dabei war zu Saisonbeginn von Zusammenhalt die Rede. Zwölf Neuzugänge hatte Antunes an den Sund lotsen können. Diese galt es einzubauen, was jedoch offensichtlich nicht gelungen war. „Zusammenhalt – die große Waffe des SVG“ titelte die Heimatzeitung in ihrer am 4. August veröffentlichten Saisonvorschau. Für die Vorschau zeichnete noch Americo Antunes verantwortlich. Nur 27 Tage später warf Antunes als Spielertrainer das Handtuch. Bis zur Winterpause blieb Antunes dem SVG als Spieler erhalten, bevor er zurück an die alte Wirkungsstätte SV Heringsdorf ging. Von dort kam mit Bernd Kroll der Nachfolger. Bis Ende April 2013 hielt es Kroll bei den Grün-Weißen aus. Nach dem Heimspiel gegen den Griebeler SV war Schluss. Eine unterirdische Leistung hatte der SVG in der ersten Halbzeit abgeliefert. Mit 0:3 ging es in die Kabine. Das Aufbäumen kam wie so oft in der Saison zu spät. Mit 2:3 ging das Spiel verloren. Bekanntlich müssen die Zuschauer am Sund sehr leidensfähig sein, wenn der SVG zu Hause aufläuft. Gegenüber der Saison 2011/12 konnten sich der SVG steigern. Gewann er 2012 noch zwei magere Heimspiele, konnte er seine Bilanz zu Hause auf ganze vier Siege ausbauen. Für einen ehemaligen Kreisligisten eindeutig zu wenig.

Auch auswärts war der SVG manchmal desolat. Beim jüngsten Verein in Ostholstein, dem Kabelhorst-Schwienkuhler SC, führte der SVG bereits nach 19 Spielminuten mit 3:1. Mit 4:8 verlor die Elf vom Sund.

Auch beide Derbys gegen den Erzrivalen TSV Heiligenhafen gingen an den TSV (0:1, 1:3). Das letzte Derby gewann der SVG im Jahr 2010 (2:1). Nun wird er lange warten müssen, da sich der TSV in die Kreisliga verabschiedet hat – ein langfristiges Ziel, welchem der SVG bereits jahrelang hinterherläuft.

Nach dem Abgang von Kroll übernahm Jens Wigger die Mannschaft bis zum Saisonende als Interimstrainer. Die Wiggersche Bilanz liest sich ebenfalls sehr mager. Bis zum vorletzten Spieltag holte Wigger fünf Punkte. Mit 7:3 gewann der SVG auswärts beim Tabellenletzten TSV Süsel. Es folgte eine Niederlagenserie von vier Partien in Folge. Zu Hause gegen die SpVgg Putlos (3:3) und dem SV Dissau (2:2) kam die Wigger-Elf zu einem Remis. Mit einem 6:2-Sieg bei der BSG Eutin verabschiedete sich der SVG in die Sommerpause. Die Trainersuche läuft bereits auf Hochtouren.

Die Defensive bleibt beim SVG das große Sorgenkind. Satte 96 Gegentreffer schlugen im SVG-Kasten ein. Der schlechteste Gegentorwert in den vergangenen fünf Jahren.

Auch mit der Fairness hatte es der SVG nicht so in der Saison 2012/13. In der Fair-Play-Tabelle landeten die Großenbroder auf Platz 14. 76 Gelbe Karte, fünf Gelb-Rote Karten und zwei Rote Karten sahen die SVG-Spieler. Gerade bei den Roten Karten mussten sie lange Sperren absitzen und fehlten damit dem Team. · lb

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