TSV Heiligenhafen unterliegt 4:6 beim Oldenburger SV II

Dirk Zduneck wird neuer Trainer in Heiligenhafen

OLDENBURG (kr/hö) • „Man weiß gar nicht, ob man gegen die Erste oder die Zweite gespielt hat“, so Klaus Herzog, Interimscoach des TSV Heiligenhafen, der im Kreisliga-Duell beim Oldenburger SV II mit 4:6 (1:4) unterlegen war.

Dank der Liga-Absage standen vier Verbandsliga-Akteure in den Reihen der OSV-Zweiten. Doch das Wichtigste an dem Spiel war eigentlich eine Personalentscheidung, die am Freitag getroffen wurde, denn nach der Winterpause übernimmt Dirk Zduneck, erst vor zwei Wochen beim SV Göhl zurückgetreten (wir berichteten), das Traineramt bei den Warderstädtern.

„Er vertritt meine Philosophie von Disziplin und Ehrgeiz“, erklärte Klaus Herzog gegenüber der HP. Erklärtes Ziel natürlich: den Abstieg vermeiden.

Beim Oldenburger SV II überraschte der TSV zunächst mit einem schwungvollen Start, er dominierte die Partie zunächst deutlich. Chancen fast im Zwei-Minuten-Takt durch Manuel Ruser, Henry Baßmann und Ridvan Maliqi blieben ungenutzt. Wie in vielen Heimspielen zuvor machten die OSVer „aus dem Nichts“ ihr Führungstor. Von Marc Gottorf gut in Szene gesetzt, hatte Alexander Kortz (13.) keine Probleme einzuschieben. Zweimal Kortz und Hendrik Loffhagen nach Zuckerpass von Philip Nielsen verpassten den schnellen Nachschlag. Symptomatisch für die lethargische TSV-Spielweise eine Szene, als der deutlich „längenbevorteilte“ Lars Rathke, ansonsten eher ein Lichtblick im weiß-roten Spiel, gegen Rüdiger Schoth ein Kopfball-Duell verlor. Fast im Gegenzug kam Martin Lietzow (23.) freistehend zum 2:0. Nur drei Minuten später nutzte Topscorer Mario Markmann – Saisontreffer 13 – einen erneuten Patzer in der TSV-Hintermannschaft zum dritten OSV-Tor. Bis zum Pausenpfiff konnten lediglich noch Alex Kortz zum 4:0 und Heiligenhafens gefährlichster Stürmer Henry Baßmann ins Netz treffen.

Von Ordnung hielten die TSVer auch im zweiten Abschnitt nicht viel – immer wieder sorgten individuelle Fehler für gefährliche Situationen vor Pascal Diouris Gehäuse, der jedoch mit einer ordentlichen Leistung eine höhere Niederlage letztlich verhinderte. Doch auch der OSV II zeigte zweifelsohne keine Top-Vorstellung. Zwar erhöhten Philip Nielsen (57.) per Kopf und Marc Gottorf (82.) nach feiner Körpertäuschung mit Linksschuss noch auf 6:1, doch zu viele Fehler und Ballverluste im Spiel am Sechzehner der Wallstädter sorgten dafür, dass die Warderstädter noch deutliche Ergebniskosmetik betreiben konnten. Kurios die letzten fünf Minuten: Der in der zweiten Hälfte bis dato beschäftigungslose OSV-Keeper Stephan Sell hatte wohl schon mehr von besseren Wetterbedingungen geträumt, als vom nicht mehr zu erwartenden Heiligenhafener Schlussspurt. Binnen fünf Minuten kamen die Schützlinge von Interimscoach Klaus Herzog zu drei Treffern durch Henry Baßmann (85.), Lars Rathke (88.) und Andre Sorge (90.).

OSV II: Sell – O. Schlüter, Fentroß, S. Schlüter, Schoth (26. Petyrek) – Lietzow (77. Klaus), Nielsen (58. B. Prvetica), Loffhagen, Gottorf – Kortz, Markmann.

Beste Spieler: Lietzow, Gottorf, Kortz.

TSV: Diouri – Wied, Sachau, Grönwald, Sorge – Bass, Lammert, Rathke, Ruser (29. Jannik Uecker, 75. Julian Uecker) – Maliqi (69. Eichholz), Baßmann.

Beste Spieler: Baßmann, Rathke.

Schiedsrichter: Blumenstein (Harmsdorfer SV), unauffällig.

Tore: 1:0 (13.) Kortz, 2:0 (23.) Lietzow, 3:0 (26.) Markmann, 4:0 (39.) Kortz, 4:1 (41.) Baßmann, 5:1 (57.) Nielsen, 6:1 (82.) Gottorf, 6:2 (85.) Rathke, 6:3 (88.) Baßmann, 6:4 (90.) Sorge.

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