SV Großenbrode 3:2 über den SV Göhl / A-Klassen-Aufsteiger im Abwehrverhalten viel zu naiv

Einfache Tore bringen den Sieg

Florian Vesper (l.) bleibt in dieser Szene gegen Andreas Kruse nur zweiter Sieger. Nach 90 Minuten hatte jedoch der Großenbroder Mittelfeld-Akteur das bessere Ende für sich. Foto: Höppner

GROSSENBRODE (hö)  • Es war nicht berauschend, was der SV Großenbrode seinen Fans im A-Klassen-Derby gegen den SV Göhl bot, doch dank eines nicht unverdienten 3:2 (2:1)-Erfolges festigt die Ackermann-Elf ihren Platz in der Spitzengruppe. Spielentscheidend waren die Abwehrschwächen beim Aufsteiger, die von den Grün-Weißen eiskalt ausgenutzt wurden.

Das fing schon nach 40 Sekunden an, als Dietmar Weber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. In der 7. Minute klingelte es dann, als Gästetorwart Thorben Schmidt einen Vesper-Aufsetzer nur unkontrolliert parieren konnte und Daniel Senger den Abpraller an der Strafraumgrenze vor die Füße bekam und die Lederkugel zur SVG-Führung eindrückte. Im Anschluss machte der Gast, der seine Stärken im Spiel nach vorn besaß, mächtig Druck. Gefährliche Flanken von links und rechts sorgten für einige Verwirrung im Strafraum der Gastgeber, doch Benni Franzmann (13.) und auch Jörn Neuhäuser (25.), der aus Nahdistanz den Außenpfosten traf, konnten daraus kein Kapital schlagen.

Auf der Gegenseite genügten lang nach vorn gespielte Bälle gegen eine oft aufgerückte Göhler Abwehr, um für Gefahr zu sorgen. Heiko Schumacher (33.) wurde zunächst noch zurückgepfiffen, ehe sich ein weiteres Mal Daniel Senger (35.) durchsetzte und trocken zum 2:0 abschloss.

Die Göhler blieben eine Antwort nicht schuldig, und nach einer Friske-Flanke stocherte Jörn Neuhäuser (37.) den Ball zum 1:2-Anschluss über die Linie. Wenig später verpasste Dennis Ruge (40.) das mögliche 2:2.

In den zweiten Spielabschnitt startete der SVG wieder mit einem Katapult-Start. Kevin Reiner ging über rechts durch, flankte in die Mitte, wo Daniel Senger einen Kopfball etwas zu hoch ansetzte – da waren gerade mal 20 Sekunden gespielt. Wenig später hätte Tim Seifert (53.) das 3:1 machen müssen, doch mit dem schwachen rechten Fuß traf er nur das Aluminium des Gästetores. Wie man es besser macht, zeigte schließlich Florian Vesper (55.), der der zu weit aufgerückten Göhler Abwehr enteilte und keine Mühe hatte einzuschießen.

Eigentlich hätte dieser Treffer zur Beruhigung des SVG-Spiels beitragen müssen, doch fortan griff Hektik um sich, zumal Andreas Kruse (68.) SVG-Keeper Peter Jäcker verlud und den erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. In den letzten 20 Minuten verstanden es die Gäste aber nicht, sich gegen teilweise massiv in der Abwehr stehende Gastgeber klare Torchancen herauszuarbeiten. Die besten Möglichkeiten resultierten noch aus Freistößen, abgegeben von Dennis Ruge (77.) oder Andreas Hachtel (92.), Letzterer testete allerdings nur die Stabilität der SVG-Mauer.

„Es war mehr drin, obwohl wir mit dem letzten Aufgebot gespielt haben“, war Gästetrainer Rainer Kofski, der kurzfristig auf Carsten Pikelj (Zerrung) und Dennis Schmedemann (Grippe) verzichten musste, doch etwas enttäuscht vom Spielausgang. Letztendlich hatte man sich die Niederlage selbst zuzuschreiben, da man den SVG ziemlich naiv zu einfachen Toren kommen ließ.

Für den SVG war es hingegen eine gelungene Revanche für das 1:3 aus dem Hinspiel. Als einziges Team in der A-Klasse bleibt die Ackermann-Elf zu Hause weiterhin ungeschlagen.

SVG: Jäcker – Thomm – Metzner, Fiedler – B. Schreiber, Simonsen, Vesper, Seifert, Senger – Schumcher, Weber. Eingew.: K. Reiner, T. Schreiber, Ludwar, Matschuk.

Beste Spieler: Senger, Vesper, Thomm.

Göhl: Schmidt – Seelaff – Broer, J. Schmedemann – Hachtel, Neuhäuser, Kruse, Siems, Meyer – Ruge, Franzmann. Eingew.: Friske.

Beste Spieler: Hachtel, Ruge.

Schiedsrichter: Knuth (Eutin 08), mäßig.

Tore: 1:0 (7.) und 2:0 (35.) Senger, 2:1 (37.) Neuhäuser, 3:1 (55.) Vesper, 3:2 (68.) Kruse.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.