In den letzten Minuten Spiel gedreht

SVG endlich einmal Sieg erzwungen

Christoph Ludwar kam für Schumacher und erzielte das wichtige 1:1.

GROSSENBRODE (st) •  „Scheiße verdammte!“, brüllte Hansi Reiner, Co-Trainer des SV Großenbrode, nach dem Schlusspfiff beim TSV Lensahn über den Platz. Nicht jedoch, weil der SVG wieder einmal unglücklich verloren hatte.

Ganz im Gegenteil: Mit 2:1 (0:0) konnten die Grün-Weißen am Ende als Sieger vom Platz gehen. Reiners Schrei war ein Schrei der Erleichterung, mit dem er sich die Last der letzten unglücklichen Wochen von der Seele brüllte.

Doch von vorne: Die erste Halbzeit hätte man gut und gerne völlig vergessen können, wäre da nicht diese unglückliche Aktion Heiko Schumachers in der 35. Minute gewesen. Im gegnerischen Strafraum stieg der SVG-Stürmer in aussichtsreicher Position zum Kopfball hoch und prallte dabei mit dem Kopf des Lensahner Verteidigers Hauke Heinrich zusammen. Blutend ging Schumacher zu Boden und musste durch Christoph Ludwar ersetzt werden. Im Krankenhaus wurde die Platzwunde mit mehreren Stichen genäht. Mehr war nicht in der ersten Halbzeit. Großenbrode war spielbestimmend, ohne gefährlich zu werden, und Lensahn hatte nicht einen halben Torschuss zu verbuchen.

Auch in Hälfte zwei blieb zunächst alles beim Alten. Großenbrode war feldüberlegen, schaffte es allerdings nur selten, die gar nicht einmal schlecht vorgetragenen Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Lensahn gelang es allerdings nun durch Konter, auch einmal gefährlich vor das SVG-Tor zu kommen.

Und in der 50. Minute zappelte der Ball nach einem dieser Konter plötzlich im Tor von Boris Nowaczyk. Doch das Schiedsrichtergespann (mit Linienrichtern) hatte auf Abseits entschieden. Da hatte der SVG noch einmal Glück gehabt. Im Anschluss hatte der gute Dietmar Weber zwei Schuss-chancen, die er jedoch am Tor vorbeizog. In der 65. Minute dann wieder Tor für Lensahn – wieder Abseits.

Kurz darauf erhielt der Lensahner Sascha Köppen wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Kein gutes Omen für den SVG nach letzter Woche. Und: 80. Minute Elfmeter für Lensahn nach Foul vom ansonsten guten Libero Thorsten Scheel. Matthias Rönnpage verwandelte sicher.

Doch der SVG gab sich nicht auf und drückte. Der Lohn war der Ausgleich durch Christoph Ludwar in der 89. Minute nach schöner Hereingabe von Sven Just. Jetzt waren die Großenbroder völlig euphorisiert und stürmten weiter. Bereits in der Nachspielzeit konnte sich Dietmar Weber noch einmal gut durchsetzen und schob mehr zufällig den Ball auf Tim Seifert. Dieser ließ einen Lensahner Verteidiger an der Strafraumgrenze aussteigen und zog ab – 2:1. Kurz darauf ertönte der Abpfiff und der Schrei Hansi Reiners.

SVG: Nowaczyk – Matschuk, Scheel, Fiedler – Schreiber (73. Reiner), Seifert, Ackermann, Weber, Longerich (88. Schwartz) – Schumacher (35. Ludwar), Just.

Beste Spieler: Seifert, Schreiber, Fiedler, Weber.

Gelb-Rot: Köppen (70.).

Schiedsrichter: Rabe, gut.

Tore: 1:0 (80.) Rönnpage, 1:1 (89.) Ludwar, 1:2 (90.+2) Seifert.

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