Beim 2:0 in Pansdorf beide Tore durch Gashi / Heringsdorf holt unter Ruge den vierten Sieg in Folge

Enis Gashi – auf und davon

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Symbolträchtig: Der Pansdorfer Henrik Basse kann lang am Boden liegend Enis Gashi nur noch von hinten beobachten.

HERINGSDORF (hö) · Langsam wird’s unheimlich. Auch beim TSV Pansdorf baute der SV Heringsdorf seine Erfolgsserie unter Trainer Wolfgang Ruge aus. Die Blau-Weißen siegten beim Kreisrivalen verdient mit 2:0 (1:0), sodass der SVH nach der Winterpause die Maximalpunktzahl von zwölf Zählern holte, die ein guter Grundstock sind, sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga Südost zu machen.

In Anbetracht der engen Personallage wäre Ruge vor dem Spiel durchaus mit einem Zähler zufrieden gewesen, umso erfreuter war er nach der Partie, die sein allerletztes Aufgebot dank einer disziplinierten Leistung und eines nicht zu bremsenden Enis Gashi verdient nach Hause brachte. Vor dem Spiel erst die kurzfristige Absage von Marko Kohlscheen, und dann musste auch noch Florian Albrecht nach dem Aufwärmen passen. Ein grippegeschwächter Sascha Meyer sowie ein nach 30 Minuten angeschlagener Marco Fuss bissen bis zum Ende die Zähne zusammen – der Erfolg schweißt zusammen. Zudem präsentierten sich die Heringsdorfer auch in Pansdorf gut eingestellt. Mathias Ruske auf der linken und Christian Heinritz auf der rechten Außenbahn machten die Räume geschickt zu und brachten gleichzeitig wichtige Impulse nach vorn, wo vor allem der wieselflinke Enis Gashi, aber auch Marcel Gebert über 90 Minuten für Unruhe in einer unsicheren Pansdorfer Abwehr sorgten. Auf der anderen Seite ließ die SVH-Defensive um Libero Timo Rosenthal wenig zu, sie profitierte aber auch davon, dass TSV-Stürmer Alexander Weiss im Abschluss schwach blieb.

Höhepunkt der Pansdorfer Offensiv-Unzulänglichkeiten war die Art und Weise, wie Erik Damm (77.) einen von Sascha Meyer verursachten Handelfmeter verschoss. Er drosch den Ball zwei Meter über den Kasten. Hätte Damm getroffen, hätte es bei einem Stand von 1:2 noch einmal eng werden können. So aber blieb der Heringsdorfer Erfolg trotz einer fünfminütigen Nachspielzeit ungefährdet.

Eingeleitet hatte diesen Sieg Enis Gashi (32.), der von einem Pansdorfer Ballverlust im Mittelfeld profitierte und freie Bahn hatte. TSV-Torwart Lars Möller konnte Gashi den Ball zwar noch vom Fuß wischen, doch Gashi kam wieder an die Lederkugel und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 0:1. Im zweiten Spielabschnitt schien Pansdorf mit der Einwechslung von Sinisa Galusic noch einmal die Wende erzwingen zu wollen, doch mehr als ein von Americo Antunes abgeblockter Farklas-Schuss (50.) sprang bei diesem Vorhaben nicht heraus. Vielmehr boten sich den Gästen jetzt Räume zum Kontern. Marcel Gebert (59.) und auch Mathias Ruske (70.) verpassten zunächst das 0:2, das schließlich Enis Gashi besorgte, als er schlitzohrig einem allzu sorglosen TSV-Keeper Möller vorm Strafraum den Ball vom Fuß nahm und ihn ins verwaiste Tor einschob (72.) – ein kapitaler Bock von Möller, der zum schwachen Auftritt des TSV Pansdorf passte.

Beim SV Heringsdorf blickt man nun mit Spannung und einer gewissen Euphorie dem am kommenden Sonntag anstehenden Derby gegen den Oldenburger SV entgegen.

SVH: Duborg – Rosenthal – Thielmann, Marbach – Heinritz, Antunes, Fuss, Meyer, Ruske – Gashi, Gebert (77. Boldt).

Beste Spieler: Gashi, Rosenthal, Heinritz, Ruske.

Schiedsrichter: Meyer (VfB Schuby), in Ordnung.

Tore: 0:1 (32.) und 0:2 (72.) Gashi.

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