1:1 kommt Niederlage gleich / Wieck-Elf macht den Sack nicht zu / Am Ende froh über Punkt

SVG enttäuscht gegen zehn Sarauer

Sven Just (2.v.l.) verpasst mit diesem Kopfballversuch im ersten Spielabschnitt einen weiteren SVG-Treffer.

Von Andreas HöppnerGROSSENBRODE • Der SV Großenbrode kündigte im Stadionblatt an, gegen den TSV Sarau Versöhnung betreiben zu wollen für die letztwöchige schwache Vorstellung beim TSV Lensahn II (1:2) – das klappte aber nur bedingt, denn gegen den Kreisliga-Aufsteiger kam die Wieck-Truppe nicht über ein letztendlich enttäuschendes 1:1 (1:0) hinaus.

Dabei spielten die Platzherren schon ab der 8. Minute in Überzahl. Boumaaza war vom Unparteiischen des Feldes verwiesen worden, da er Holger Bötcher im Strafraum zu Boden gedrückt und dadurch eine klare Torchance vereitelt haben soll. Eine harte, wenn auch konsequente Entscheidung. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sven Just sicher. Boumaaza verstand die Welt nicht mehr und beteuerte gegenüber der HP  seine Unschuld.

Einer erfolgreichen Wiedergutmachung schien nichts mehr im Wege zu stehen, zumal die Gäste kaum für Entlas-tung ihrer Defensive sorgen konnten. Gleichwohl stand der TSV Sarau kompakt. Da beim SVG in den ersten 45 Minuten die Laufbereitschaft da war, boten sich in Überzahl zwangsläufig die Räume. Auffällig vor allem Andre Grubbe, Tobias Schreiber und Sven Just. Nur das vielleicht vorentscheidende 2:0 wollte nicht fallen. So verpasste Tobias Schreiber (24.) eine Grubbe-Hereingabe nur um Zentimeter, bei einem Kopfball kam Andre Grubbe (31.) nicht richtig hinter den Ball. Nicht ungefährlich auch ein Distanzschuss von Thorsten Scheel (40.).

Das zweite Gesicht des SVG

Nach der Pause zeigte der SVG dann aber sein zweites Gesicht. Ein geordneter Spielaufbau war nicht mehr vorhanden, lang in die Spitze gespielte Pässe fanden höchst selten den Mitspieler und landeten meist im Aus. Gästetorwart Heß musste sich nur ein einziges Mal strecken bei einem Schuss von Christian Möller. Doch da waren schon 88 Minuten gespielt.

Wesentlich aggressiver und abgeklärter agierten die Gäste, die selbst in Unterzahl mehr vom Spiel und die besseren Torgelegenheiten hatten. Eine von ihnen nutzte Wilken (65.) zum nicht unverdienten Ausgleich. Fast wäre ihnen sogar noch die Führung geglückt, doch ein aus spitzem Winkel abgegebener Schuss des eingewechselten Willers (75.) verfehlte nur knapp das SVG-Gehäuse. Mit Pech hätten die im zweiten Spielabschnitt völlig drucklos spielenden Grün-Weißen noch als Verlierer vom Platz gehen können, dabei hätte schon zur Pause alles klar sein müssen.

„Das spiegelt den derzeitigen Leistungsstand der Mannschaft wider“, zeigte sich Heiko Kähler, 2. Vorsitzender des SVG, tief enttäuscht nach Spielschluss. Nicht zufrieden war auch Coach Norbert Wieck, wenngleich er einen leichten Aufwärtstrend ausgemacht hatte.

SVG: Nowaczyk – Seelaff – Bötcher, Longerich – Scheel (66. Weber), Schwarz, Möller, B. Schreiber, Just – Grubbe (76. Schumacher), T. Schreiber.

Beste Spieler: Just, Grubbe, T. Schreiber (alle nur 1. Hz.).

Rote Karte: (8.) Boumaaza (Sarau), Foulspiel.

Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen), gut.

Tore: 1:0 (8./FE) Just, 1:1 (65.) Wilken.

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