Eric Reise erzielt das Tor des Tages / SG Insel II ohne Ideen und Durchschlagskraft

SVG krallt sich den Derbysieg

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Carl Majora (l.) im Zweikampf mit dem Großenbroder Janne Brandt. Brandt übernahm die Kapitänsbinde von Eike Jappe, der früh ausgewechselt werden musste.

Großenbrode -ra- Großer Jubel beim SV Großenbrode, hängende Köpfe bei den Spielern der SG Insel Fehmarn II: Die Kicker vom Sund haben gestern Nachmittag ein umkämpftes Nachbarschaftsduell mit 1:0 (1:0) für sich entschieden. Eric Reise erzielte bereits in der elften Minute das goldene Tor des Tages.

Das Spiel war bereits angepfiffen, da standen noch mehr als 40 Zuschauer draußen vor der Sportanlage. Die Aufnahme der Kontaktdaten in Corona-Zeiten dauert eben seine Zeit. Doch auf dem Feld tasteten sich beide Teams ohnehin erst mal ab. Die erste gute Szene besaßen die Fehmaraner, die in der zehnten Minute fast in Führung gegangen wären. Nach einer Ecke stieg Dennis Kenzler hoch, doch sein Kopfball rauschte knapp über die Torlatte. Auf der Gegenseite sollte sich nur eine Minute später die entscheidende Szene der Partie abspielen. Fynn Wormsdorf setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Eric Reise in der Mitte, der nur noch zur 1:0-Führung einschieben musste (11.). Danach besaß die SG II zwar mehr Ballbesitz, agierte im Abschluss aber zu unkonzentriert. Die Großenbroder warfen sich in jeden Schussversuch und zeigten die nötige Derby-Aggressivität in der Defensive. Deshalb reichte es bei der Elf von Daniel Ackermann meist nur zu Fernschüssen, die aber keine Gefahr für SVG-Schlussmann Philipp Neuenfeldt bedeuteten. Max Petersen durfte in der 43. Minute aus vielversprechender Freistoßposition antreten, doch sein Schuss kam viel zu zentral auf das Großenbroder Tor.

Auch im zweiten Durchgang war es ein über weite Strecken zerfahrenes Derby ohne wirkliche Höhepunkte. Die SG Insel II hatte erneut mehr Ballbesitz und probierte viel, um zum Ausgleich zu kommen, aber offensiv fehlte es einfach an Ideen und vor allem an Durchschlagskraft. Eine hundertprozentige Torchance gab es nicht mehr für die engagierten Gäste. SVG-Spieler Lukas Weilandt hätte in der 90. Minute aus spitzem Winkel das 2:0 erzielen können, scheiterte aber an Torwart Kevin Heinecke. 

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und unserer Serie von vier siegreichen Spielen. Es war ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel mit dem besseren Ende für uns“, sagte ein glücklicher SVG-Coach Andy Werner. SG II-Trainer Daniel Ackermann: „Wir hatten gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, generieren daraus aber keine Chancen. Das müssen wir uns ankreiden lassen, und daran müssen wir arbeiten. Wir haben den Großenbroder Torwart zu keiner Zeit gefordert.“ Ärgerlich sei, dass ein unachtsamer Moment das Spiel entschieden hätte. „Sonst wären wir wohl mit einem verdienten Punktgewinn nach Hause gefahren.“

 

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