TSV Westfehmarn nach 0:1 zur Pause noch 2:1 über den SV Großenbrode

Erst handzahm, dann bissig

West-Verteidiger Philip Mangliers zeigt höchsten Einsatz gegen Großenbrodes Stürmer Sven Just, der das 0:1 erzielt hatte.

PETERSDORF (wi) • Was für ein total verrücktes Fußballspiel. Zur Halbzeit lag der TSV Westfehmarn gegen den SV Großenbrode mit 0:1 zurück – und wohl keiner der Zuschauer hätte noch einen Cent auf den bis dahin völlig harmlosen Gastgeber gesetzt. Am Ende aber hatte „West“ das Ding mit 2:1 noch gebogen.

Schon in der 3. Minute ging der SV Großenbrode mit 1:0 in Führung. Eine Ecke von Tobias Schreiber köpfte Sven Just ein (3.). Zunächst spielte nur der SVG. Erst nach gut 20 Minuten kam auch der TSV zu eigenen Angriffen, doch das war alles viel zu durchsichtig, ja blauäugig. In der 42. Minute fast das 0:2: West-Verteidiger Mangliers spielte den Ball plötzlich in die Mitte weg, den der herausgeeilte Torwart „Bene“ Meyer eigentlich in aller Ruhe aufnehmen wollte. Günter Schwarz schoss aus 25 Metern auf das leere Tor, traf aber nur die Latte.

Wo Westfehmarn eben noch handzahm war, ging man im zweiten Abschnitt plötzlich bissig und aggressiv zu Werke. Und nun wurde der Gegner richtig bearbeitet. Großenbrode indes war entweder längst in eine tiefe Lethargie gefallen – oder war durch die neue Situation verunsichert.

Es war Sven Nissen, der aus 20 Metern zum 1:1 traf (57.). SVG-Keeper Boris Nowaczyk stand fünf Meter vor dem Tor und schaffte es nicht mehr,  den Ball über die Latte zu lenken – das 1:1. Der eingewechselte Damiano Durante schoss nach Zusammenspiel mit dem überragenden Ulf Stoltenberg zum 2:1 ein (60.). Später ließ er sich dann wieder auswechseln.

Nun wurde es eine hochinteressante Partie. Die nun doch aufgescheuchten Großenbroder kamen wieder zu Chancen. Torjäger Heiko Schumacher zeigte sich gestern jedoch schwach im Abschluss. In der 88. Minute verkürzte der junge West-Torwart „Bene“ Meyer noch einmal glänzend gegen Sven Just den Winkel.

 „Wir standen in der zweiten Halbzeit mit einem anderen Gefühl auf dem Platz“, so West-Trainer Waldemar Drawski. „Wir haben ein sicheres Spiel leichtfertig aus den Händen gegeben“, meinte Großenbrodes Trainer Norbert Wieck.

TSV: Meyer – Fleischer – Mangliers, Becker – S. Nissen, Meß, Bittner, J. Nissen (40. D. Durante, 76. Braun) – Stoltenberg – Buß (46. Carstens), Kähler. Beste Spieler: Meyer, S. Nissen, Stoltenberg.

SVG: Nowaczyk – Seelaff – Bötcher, Longerich – Scheel (70. Weber), Schwarz, Simonsen, B. Schreiber, T. Schreiber – Just, Schumacher. Beste Spieler: Schwarz, Just.

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