Spiel in den ersten Minuten verloren

Erwartete Niederlage für den SVH

Auch der kämpferisch starke Ulf Stoltenberg konnte nichts gegen die Niederlage tun.

HERINGSDORF (st) • Trainer Karsten Jark hatte es schon vor dem Spiel nicht anders erwartet. Gegen den TSV Lensahn sah sein Team bislang immer schlecht aus, und der SV Heringsdorf verlor auch gestern zu Hause vor 200 zahlenden Zuschauern gegen den derzeitigen Bezirksliga-Spitzenreiter mit 2:4 (1:2).

Die Heringsdorfer schienen noch zu schlafen, als es nach drei Minuten das erste Mal im Gehäuse von Torhüter Heiko Papke einschlug. Nach einem peinlichen Ballverlust in der eigenen Hälfte war Sebastian Knorr frei durch und schob ganz abgeklärt und unhaltbar ins untere linke Eck ein.

In der Folge war die Heringsdorfer Hintermannschaft komplett verunsichert. Selbst so routinierten Spielern wie Thorge Scheibe passierten grobe Schnitzer in der Ballannahme oder der Ballverteilung. So fingen sich die Blau-Weißen nach zehn Minuten folgerichtig das 0:2. Eine schlechte Kopfballabwehr nach einer scheinbar ungefährlichen hohen Hereingabe der Lensahner brachte Marcel Ratzwill in Position, der den Ball volley abnahm und in die rechte Ecke verwandelte. SVH-Keeper Papke sah bei dieser Aktion gar nicht glücklich aus, der Ball war haltbar.

Im Anschlus schien die Jark-Truppe wachgerüttelt und inszenierte ihrerseits einige passable Offensivaktionen. Das Spiel wurde durch den Kampf bestimmt, der ballführende Spieler hatte kaum Luft zum Atmen. So fehlte es der Partie auch über weite Strecken an Glanz, was durch eine enorme Intensität wettgemacht wurde.

In der 18. Minute belohnten sich die Heringsdorfer für ihre stärkeren Offensivbemühungen mit dem 1:2-Anschlusstreffer. Nach einem scheinbar nicht elfmeterwürdigen Fehlverhalten eines Lensahner Spielers im eigenen Strafraum gab der etwas kleinliche Unparteiische Raschka indirekten Freistoß, den Philipp Dietz verwandeln konnte.

Bis zur Pause hatten sowohl Lensahn, als auch Heringsdorf noch eine gute Einschussmöglichkeit, doch es blieb beim bislang gerechten 1:2. Aus der Pause kamen die Gastgeber mit mehr Elan als der TSV Lensahn, die sich etwas zu weit zurückzogen und den Heringsdorfer die eine oder andere kleine Möglichkeit boten. Richtig gefährlich wurde es allerdings nicht vorm Gästetor, was auch an einem unglücklich agierenden Marcel Gebert lag, der ein ums andere Mal ins Abseits lief.

Ein TSV-Konter in der 75. Minute brachte die Vorentscheidung. Eine mustergültige Flanke konnte André Spiekermann mit einem schönen Volleyschuss im Heringsdorfer Gehäuse unterbringen. Einen weiteren Konter schloss Timm Heun zum 1:4 ab (87.). Ergebniskosmetik betrieb Marcel Gebert per Foulelfmeter zum 2:4 (89.). Er selbst war zuvor zu Fall gebracht worden.

Jark: „Wir waren die ersten zehn Spielminuten nicht präsent.“

SVH: Papke – Malt, Thielmann, Scheibe – Lange, Rosenthal, Meyer, Fuss, Dietz – Stoltenberg, Gebert.

Bester Spieler: Stoltenberg.

Schiedsrichter: Raschka (Großensee, kleinlich).

Tore: 0:1 (3.) Knorr, 0:2 (10.) Ratzwill, 1:2 (18.) Dietz, 1:3 (75.) Spiekermann, 1:4 (87.) Heun, 2:4 (89.) Gebert.

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