Bitteres 3:3-Remis gegen Ratekau

RSV fängt Ausgleich in Nachspielzeit

RSV-Verteidiger Toni Durante (l.) zeigt vollen Einsatz. Foto: Christoph

Von Marcus Christoph LANDKIRCHEN • Was für eine Dramatik in der Schlussphase: Der RSV Landkirchen war so dicht dran, das wichtige Heimspiel gegen den TSV Ratekau (Kreisliga) zu gewinnen. Doch in der Nachspielzeit fingen die Insulaner noch den 3:3 (3:1)-Ausgleich, den der aufgerückte Ratekauer Keeper Thomas Schweimer per Kopfball besorgte.

Für Aufregung an einem verregneten Herbsttag hatte unmittelbar zuvor Referee Rüdiger Noschyla gesorgt, der Torben Müller und Patrick Rahlf mit Ampelkarten des Feldes verwies. Die beiden RSVer, die gelb-vorbelastet waren, betrieben nach Ansicht des Unparteiischen Zeitspiel, als sie die Ausführung eines Ratekauer Freistoßes verzögerten. Dieser sollte dann die Vorlage für den Ausgleich sein. Direkt danach war Schluss.

Überhaupt war das Spiel von Beginn an hektisch, und es gab so manche Nickligkeit. Doch die Anfangsphase hatte auch Highlights. So war es Christian Donath, der per Flachschuss zum 1:0 (17.) traf. Die Freude währte nicht lange. Nur zwei Minuten später hämmerte Nico Teschke einen Freistoß ins RSV-Tor. Kurz darauf verletzte sich RSV-Schlussmann Freddy Kohlscheen nach Zusammenprall mit Ratekaus Torjäger Torben Ruess. Für Kohlscheen kam Torsten Steffen. Der RSV ließ sich von den Rückschlägen nicht beirren und ging durch Donath (24.) und Tobias Maas (29.) mit 3:1 in Führung. Kurz vor der Pause hatte Pieter Fleischer mit einem Pfostenschuss Pech.

Die Ratekauer gaben sich nie geschlagen. Durch einen Elfer von Daniel Kahl (Foul von Lasse Jahn) kamen sie heran (70.). Ratekau erhöhte den Druck. Der RSV konterte. In der 76. Minute hätte Donath nach Pass von Sven Schulz alles klar machen müssen. Er war frei durch, doch er schoss dem Gäste-Keeper in die Arme. So kam es anders. „Wir müssen lernen, bis zum Ende konzentriert zu spielen“, so RSV-Trainer Dieter Ehmann.

Die Atmosphäre war mitunter sehr gereizt – auch am Seitenrand. So wurde ein Zuschauer der Sportanlage verwiesen, der nach Darstellung Nebenstehender den Ratekauer Betreuer Mario Preuß mit einem Regenschirm am Kopf getroffen haben soll.

RSV: Kohlscheen (23. Steffen) – Navers – Durante, Rahlf – Fleischer, Höft (69. Ahlers), Jahn, Maas – Schulz (81. Stylos) – Donath, Müller. Beste Spieler: Donath, Maas, Navers. Schiri: Noschyla (Göhl), sehr umstritten. Gelb-Rot: (93.) Müller und Rahlf (beide RSV), unsportliches Verhalten. Tore: 1:0 (17.) Donath, 1:1 (19.) Teschke, 2:1 (24.) Donath, 3:1 (28.) Maas, 3:2 (70./FE) Kahl, 3:3 (94.) Schweimer.

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