Petersdorfer nach Heimschlappe gegen Putlos noch tiefer im Abstiegssumpf

Ganz bitter: West kassiert 2:3 in der Nachspielzeit

Westfehmarns Sven Nissen (l.) zeigte eine engagierte Leistung.

Westfehmarns Sven Nissen (l.) zeigte eine engagierte Leistung.

Von Marcus Christoph

PETERSDORF • Ist das bitter für den TSV Westfehmarn: Durch einen Gewaltschuss von Benjamin Roski mussten sich die Insulaner in der letzten Minute der Nachspielzeit der SpVgg Putlos noch mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. Dabei hatte „West“ nach völlig verkorkstem Start Moral bewiesen und einen Zweitore-Rückstand aufgeholt. Die Luft im Kreisliga-Abstiegskampf wird nun immer dünner. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt vier Punkte.

In der Anfangsphase war die TSV-Abwehr überhaupt nicht auf dem Posten. Die Gäste wurden geradezu zum Toreschießen eingeladen. Erst hatte Sven Friske eine Riesenchance, als er aus zehn Metern völlig frei zum Schuss kam, aber verzog (14.). Dann war Sven Prieß nach einer Freistoßflanke zur Stelle und traf zum 0:1. Damit nicht genug. In der 28. Minute konnte Philipp Mangliers den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Sven  Redlinghaus-Krüger war frei durch und ließ „West“-Keeper Benedikt Meyer mit einem platzierten Schuss keine Chance. Die Partie hätte für die Petersdorfer also kaum schlechter beginnen können.

Doch die Mannschaft erholte sich. Sven Mess setzte mit einem Lattenkracher das erste Ausrufezeichen (29.). Kurz vor der Pause wurden die Bemühungen der Insulaner erstmals belohnt. Ulf Stoltenberg spielte Mess gekonnt frei, und der nahm diesmal genau  Maß und besorgte den Anschluss. Das beflügelte. Nach dem Seitenwechsel hatte „West“ seine stärkste Phase Nach einer Ecke des fleißigen  Dennis Bittner unterlief Putlos-Verteidiger Stefan Brassat ein Handspiel im 16er. Mess verwandelte den fälligen Elfer sicher zum umjubelten Ausgleich. Die Partie war wieder völlig offen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die Putloser die besseren Chancen besaßen. Die Insulaner hatten zunächst Glück. Zweimal trafen die Gäste das Aluminium, einmal klärte Sven Nissen auf der Linie. Auf der anderen Seite köpfte Pieter Fleischer aus drei Metern drüber (77.). In den letzten zehn Minuten waren die Petersdorfer nach Ampelkarte für den Putloser Malte Gütschow in Überzahl, konnten dies aber nicht nutzen. Stattdessen fingen sie – wie  eingangs erwähnt – das 2:3. Sekunden später war Schluss.

West:Meyer – Fleischer – Kähler, Mangliers, Bittner – S. Nissen, Braun (46. Becker), Stoltenberg, Perkuhn – Meß, J. Nissen (46. Prüß). Beste Spieler: Meß, S. Nissen, Bittner. Gelb-Rote Karte: (80.) Gütschow (SpVgg), wiederholtes Foul. Schiri: Pahlke (SVF), hatte die Partie im Griff. Tore: 0:1 (17.) Prieß, 0:2 (28.) Redlinghaus-Krüger, 1:2 (45.) und 2:2 (55./HE) Mess, 2:3 (93.) Roski.

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