Oldenburger SV bezwingt TuS Lübeck mit 4:2 – Philip Nielsen (89.) und Josua Kargoll (93.) treffen

OSV mit ganz starkem Endspurt

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Handspiel? Kevin Raabe (Nummer 18) verhindert mit dem Arm eine Chance von Daniel Junge (Mitte). ·

Heiligenhafen - Von Lars BraeschOLDENBURG · In der Verbandsliga Südost feierte der Oldenburger SV gegen den TuS Lübeck dank einer ganz starken Schlussphase einen 4:2 (1:1)-Heimsieg. Die Gastgeber machten es wieder einmal spannend auf dem Oldenburger Kunstrasenplatz.

Es lief bereits die 89. Spielminute. Beide Mannschaften sowie auch die Zuschauer hatten sich gedanklich schon mit der Punkteteilung beim Stande von 2:2 abgefunden. Der OSV wollte den Sieg. Eine Flanke segelte noch einmal in den TuS-Strafraum. OSV-Kapitän Philip „Blubber“ Nielsen stieg hoch zum Kopfball und köpfte zunächst TuS-Keeper Torben Törper auf der Linie an. Törper konnte den Ball nur nach vorne abwehren, Nielsen versenkte das Leder zum 3:2.

In der dreiminütigen Nachspielzeit zimmerte OSV-Torjäger Daniel Junge nach Vorlage von Josua Kargoll den Ball aus fünf Metern an die Latte. Das Tor war frei. Der eingewechselte Kargoll schnappte sich den Abpraller und schoss zum 4:2 ein (93.). Der Sieg war perfekt.

Die Oldenburger hatten wieder einmal eine tolle Moral bewiesen und das Spiel gedreht. Dabei musste der OSV im zweiten Durchgang einen Rückstand verkraften. Nach einer Eckballsalve vor dem Tor der Gäste konterte TuS über die rechte Seite. Benny Richter flankte und Marcel Stellbrinck überwand OSV-Keeper Thor Arne Höfs zum 1:2 (52.). Anschließend vereitelte Höfs eine sehr gute Einschussmöglichkeit von Fabian Krause (53.). Auf der anderen Seite holte Dennis Kowski geschickt einen Strafstoß heraus. Rico Bork verwandelte eiskalt zum 2:2 (79.).

Das Spiel hatte mit einer Schweigeminute begonnen, in der dem in der letzten Woche im Alter von 79 Jahren verstorbenen langjährigen Platzkassierer Günter Biebeler gedacht worden war. Gerade auch für das OSV-Urgestein wollte die Heimmannschaft den Sieg.

Torraumszenen gab es wenig in Durchgang eins. Stellbrinck erzielte nach einem Einwurf aus sieben Metern das 0:1 (37.). Dann gab es einen echten Aufreger, als Bork einen Freistoß wuchtig schoss. Der Ball knallte an die Unterkante der Latte und sprang wieder ins Feld. Nach dem Spiel meinten einige TuS-Spieler, der Ball habe die Torlinie überquert. Schiedsrichter Gastrock gab den Treffer nicht (39.). Bork probierte es gleich noch einmal mit einem satten Schuss. Er wurde von TuS-Kapitän Kevin Raabe in den eigenen Kasten zum 1:1 abgefälscht (40.).

„Wir haben sehr guten Fußball gespielt. Wir haben gekämpft und hatten Chancen. Den Elfmeter sehe ich nicht ein, das war der Knackpunkt. Ich hätte gern einen Punkt mitgenommen“, analysierte TuS-Trainer Ali Chalha.

„Wir haben zu viele Fehler im Aufbauspiel gemacht. Es war ein Sieg der Moral, aber spielerisch muss es besser werden. Ein Rückschritt gegenüber dem Pokalspiel in Pansdorf“, bilanzierte OSV-Coach Andreas Brunner.

OSV: Höfs – Brandt (57. Haltermann), Rosenthal, Schröder, Bork – M. Petyrek (46. Kowski), Wölk, Albrecht (70. Kargoll), Nielsen, Wenn – Junge.

Beste Spieler: Bork, Nielsen, Höfs.

Schiedsrichter: Gastrock (Gut Heil Neumünster), kleinlich.

Tore: 0:1 (37.) Stellbrinck, 1:1 (40./ET) Raabe, 1:2 (53.) Stellbrinck, 2:2 (79./FE) Bork, 3:2 (89.) Nielsen, 4:2 (93.) J. Kargoll.

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