Überaus glückliches 2:2 des SV Heringsdorf gegen SV Fehmarn / Erstes Spiel von Torsten Vavilovs

Gebert-Tor rettet den Heimnimbus

Tolle Haltungsnoten für Frank Eckhardt (l.), der ungehindert zum Kopfball kommt. In dieser Szene fand der SVF-Angreifer aber in Torhüter Heiko Papke seinen Meister.

Von Andreas HöppnerHERINGSDORF • Zu einem glücklichen 2:2 (1:2) kam der SV Heringsdorf im Bezirksliga-Derby gegen den SV Fehmarn, der es in der ersten Halbzeit versäumte, nach einer 2:0-Führung den Sack zuzumachen und damit den Heringsdorfern die erste Heimnniederlage in dieser Saison beizubringen. Die Gastgeber wahrten indes mit dem sechsten Heim-Remis ihren Nimbus auf eigenem Platz.

Zunächst einmal staunten die Gäste nicht schlecht, als mit Torsten Vavilovs ein ehemaliger Fehmaraner im Dress des SVH auflief. Für Vavilovs, der in der letzten Saison noch beim FC Scharbeutz spielte, war es der erste Auftritt in Reihen der Gastgeber. Er fügte sich nahtlos ein, arbeitete fleißig im Mittelfeld, fiel aber nicht groß auf.

0:2-Rückstand nach 16 Minuten

Im ersten Spielabschnitt setzten ohnehin fast ausschließlich die über große Freiräume verfügenden Insulaner Akzente. Die wieder einmal neu formierte Deckung der Platzherren wirkte reichlich unsortiert, sodass die Gäste keine Schwierigkeiten hatten, daraus Kapital zu schlagen. So narrte Fabian Unger (10.) gleich drei Gegenspieler auf engstem Raum und schob überlegt ins lange Eck zum 0:1 ein. Nachdem Frank Eckhardt (15.) nach einem Unger-Freistoß neben das Tor geköpft hatte, machte er es wenig später besser. Mit einer spektakulären Direktabnahme auf Flanke von Patrick Schuwirt netzte er zum 0:2 (16.) ein – die Heringsdorfer Abwehr war abgetaucht ins Reich der Träume.

Für Eckhardt schien niemand zuständig zu sein, denn mit einem prächtigen Kopfball (25.) nach Freistoß von Chris-tian Klüver und einem strammen 20 Meter-Schuss (29.) zwang er SVH-Keeper Heiko Papke zu Glanztaten. In der 34. Minute legte er glänzend für Lutz Konrad auf, dieser wurde aber im letzten Moment von Kai Thielmann am Torschuss gehindert.

Die Leistung der Gastgeber war bis dahin höchst enttäuschend. Einziger Lichtblick war ein von Marco Fuss (27.) aus 20 Meter-Torentfernung direkt verwandelter Freistoß zum 1:2. SVF-Torsteher Tim Haye schien durch die tief stehende Sonne etwas gehandicapt.

Nach dem Seitenwechsel hatte der SVF erneut den besseren Start. So verzog Fabian Unger (47.) nur knapp. Im Anschluss kamen beim Gastgeber mit Florian Meyer und Thorge Scheibe zwei frische Kräfte für die angeschlagenen Marco Fuss und Marco Dietz. Das zeigte sofort Wirkung, denn nach einer Meyer-Flanke war Goalgetter Marcel Gebert (50.) zur Stelle und markierte den Ausgleich. Nach einer Stunde beinahe das 3:2, aber Gebert, der sich ansonsten kaum entscheidend durchsetzen konnte, scheiterte an SVF-Keeper Haye.

Krol bettelt um Gelb-Rote Karte

Das Spiel schien zu kippen, doch der SVH machte den Gast wieder stark, als sich 

In der Endphase des Spiels drängten die Gäste auf den Sieg. Oft fehlte ihnen aber die Zielstrebigkeit. Trotzdem kam das Team zu glasklaren Einschussgelegenheiten, die teilweise kläglich vergeben wurden. Denn Lutz Konrad (68, 90.) und auch Christian Klüver (81., 82.) brachten das runde Leder selbst aus Nah- distanz nicht im Heringsdorfer Tor unter.

Für SVF-Trainer Jens-Uwe Schaumann, der vor dem Spiel mit einem Punkt zufrieden gewesen wäre, war’s ein bitterer Nachmittag, denn zwei Punkte habe man leichtfertig verschenkt.

Karsten Jark, Coach des SV Heringsdorf, war mit dem  glücklichen Punktgewinn hingegen hochzufrieden.

 

SVH: Papke – Frick – Thielmann, Molt – Ehmann, Fuss (48. Meyer), Vavilovs, Krol, M. Dietz (48. Scheibe) – Gebert, Schmedemann.

Beste Spieler:Papke, Molt.

SVF:Haye – Konrad, Koppensteiner, Werner, Huber – Schuwirt, Prange, R. Ackermann, Klüver – Unger, Eckhardt (80. D. Ackermann).

Beste Spieler: Konrad, Prange, Eckhardt (1. Hz.).

Gelb-Rote Karte: (65.) Krol (SVH), wegen Meckerns.

Schiedsrichter:  Kermer (Malente), durchschnittlich.

Tore: 0:1 (10.) Unger, 0:2 (16.) Eckhardt, 1:2 (27.) Fuss, 2:2 (50.) Gebert.

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