Oberliga: 2:1-Erfolg beim Erzrivalen Eutin 08 / Irmler und Junge treffen vor der Pause

OSV gewinnt Auftaktderby

OSV-Keeper Felix Prokoph pariert in dieser Szene aus kürzester Distanz gegen den Eutiner Fatlind Zymberi. Prokoph war wie gewohnt ein sicherer Rückhalt für seine Mannschaft.
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OSV-Keeper Felix Prokoph pariert in dieser Szene aus kürzester Distanz gegen den Eutiner Fatlind Zymberi. Prokoph war wie gewohnt ein sicherer Rückhalt für seine Mannschaft.

Eutin –lb– Mit einem 2:1 (2:0)-Sieg beim Erzrivalen Eutin 08 ist der Oldenburger SV am Sonnabend in die neue Oberligasaison gestartet. Der Platz am Waldeck war durch die Corona-Zwangspause in einem Topzustand, auf dem sich beide Mannschaften vor 293 zahlenden Zuschauern eine intensive Partie lieferten.

In der fünften Spielminute musste OSV-Keeper Felix Prokoph an der Strafraumgrenze gegen Fatlind Zymberi in Manuel Neuer-Manier retten. Prokoph spielte klar den Ball, während die Gastgeber einen Freistoß forderten. Dann musste OSV-Coach Florian „Ebbe“ Albrecht bereits den ersten Wechsel vornehmen. Moritz Achtenberg hatte sich beim Aufwärmen am Hüftbeuger verletzt. Nach einer Behandlung von Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Kaps wollte es der Ex-Eutiner unbedingt im Derby probieren. Für den Innenverteidiger kam Robin Kelting ins Spiel (7.).

Strittige Abseitsentscheidungen brachten 08-Coach Dennis Jaacks unterdessen auf die Palme, der sich lautstark beschwerte und sich vom Schiedsrichterassistenten Luca Sambill eine Ermahnung einfing (13.). Nach einem Konter über die linke Seite schlug OSV-Verteidiger Lucas Irmler einen schönen Flankenball auf die andere Seite. Julian Brauer legte für Daniel Junge ab, der die Kugel über den 08-Kasten hinweg schoss (17.).

Dann die Führung für die Gäste: Der erneut mit aufgerückte Irmler versenkte den Ball mit einem strammen Schuss zum 1:0 (23.). Im Anschluss vergab Fatlind Zymberi eine Riesenmöglichkeit auf den Ausgleich. Aus kürzester Distanz schoss der Eutiner Angreifer OSV-Keeper Prokoph an (29.). Nach einem Foul an Junge forderte OSV-Kapitän Kevin Wölk lautstark bei Schiedsrichter Bela Bendowski Elfmeter. Der Referee blieb bei seiner Entscheidung und zückte die Gelbe Karte (40.).

Nach einem schnell ausgeführten Einwurf auf Klüver steckte der Youngster durch auf Junge. Die Abwehr der Gastgeber war ausgehebelt. Junge vollendete den Alleingang souverän zum 2:0 (44.). In der Nachspielzeit räumte OSV-Verteidiger Lion Glosch seinen ehemaligen Mitspieler Egzon Lahi an der linken Strafraumkante ab. Der Freistoß brachte den Hausherren aber nichts ein (45. + 3).

Nach der Pause hatte der OSV Glück. Eine Flanke von Kevin Hübner segelte von der linken Seite in den Gästestrafraum. Beim Klärungsversuch rutschte Irmler weg und schlug über den Ball. Die Kugel traf Pascale Janner, touchierte danach ganz leicht den Querbalken (46.). Dann zog Hübner ab, jedoch blieb OSV-Torwart Prokoph auch in dieser Szene der Sieger (62.). In der Schlussphase verkürzte Tim Röben-Müller nach einer Lahi-Ecke auf 2:1 (87.). In der Nachspielzeit lenkte OSV-Schlussmann Prokoph noch einen Freistoß von Röben-Müller zur Ecke (91.). Vorne gerieten Kaps und 08-Torwart Wulf aneinander. Wulf kritisierte das Zeitspiel der Gäste. Nach 95 Minuten ertönte schließlich der erlösende Schlusspfiff (93.).

„Es war ein bitterer Nachmittag, da wir uns nach dieser langen Corona-Auszeit viel vorgenommen hatten. Es waren alle heiß. Wir wollten unbedingt wieder loslegen und einen positiven Saisonstart feiern. Die bittere Erkenntnis ist, dass es möglich gewesen wäre, wenn wir unsere Hausaufgaben mit einer besseren Tagesform und einer besseren Präsenz gerade in der ersten Halbzeit gemacht hätten. Dann wären wir auf Augenhöhe gewesen“, resümierte 08-Coach Dennis Jaacks.

„Es war ein Derby. Man hat gemerkt, dass da ein bisschen Anspannung war bei den Jungs, gerade nach dieser langen Phase, in der wir nicht gespielt haben. Wir müssen aber vorzeitig das dritte Tor nachlegen. Dann ist frühzeitig der Deckel drauf. Wir kriegen dann aus dem Nichts den Anschlusstreffer, weil alle nicht reagieren. Dann wurde es noch einmal ein bisschen hektisch, jedoch ist es ein absolut verdienter Sieg“, bilanzierte OSV-Coach Florian „Ebbe“ Albrecht.

Am Mittwoch begrüßt der OSV den SV Preußen 09 Reinfeld am Schauenburger Platz (19 Uhr). Die kommenden Gäste hatten am ersten Spieltag spielfrei.

OSV: Prokoph – Glosch, Achtenberg (7. Kelting, 69. Haye), Schröder, Irmler – Janner, Wölk, Brauer (83. J. Görtz), Klüver – Kaps, Junge. Beste Spieler: Janner, Klüver, Prokoph. Schiedsrichter: Bendowski (SV Eintracht Lübeck), befriedigend. Tore: 0:1 (23.) Irmler, 0:2 (44.) Junge, 1:2 (87.) Röben-Müller.

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