0:0 gegen Strand 08 wie Sieg gefeiert

OSV gibt der Jugend eine Chance

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Riza Karadas (l.) konnte mit Strand 08 nicht viel ausrichten gegen Marcel Schröder (r.) und den Oldenburger SV.

OLDENBURG (hö) · Mit einer kämpferisch und taktisch einwandfreien Leistung kam der Oldenburger SV zu einem nicht unverdienten 0:0 gegen Verbandsliga-Spitzenreiter NTSV Strand 08. Schön anzusehen war die Partie von den 100 zahlenden Zuschauern nicht, denn technisch hochwertiges Spiel erstickte der Platz – die gröbsten Unebenheiten waren zwei Tage zuvor noch beseitigt worden – schon im Keim. Trotzdem hätte man vom Tabellenersten mehr erwarten dürfen, ja müssen.

Auf der anderen Seite überraschte der Gastgeber, in dessen Reihen mit André Schön, Marcel Schröder und Jannik Hay drei A-Junioren in der Startelf standen. Ferner vertrat Sören Sager Abwehrroutinier Maik Lindhorst, der sich im Training verletzt hatte, ausgezeichnet. Der 20-Jährige, der sich in der Viererkette meist um Bastian Zeh kümmerte, meldete den 08-Stürmer nahezu ab. Zeh schoss ein einziges Mal aufs OSV-Tor – in der Nachspielzeit. OSV-Torwart Marcel Heisler war auf dem Posten, tauchte ab, begrub den Ball unter sich und hielt den Punkt fest. Es war übrigens die einzige Parade, die Heisler zeigen musste. Das sagt schon alles über Harmlosigkeit der Gäste und die gut funktionierende Abwehrarbeit des OSV aus. Kamen die Strander einmal in gute Schussposition, verfehlten sie um Meter das Ziel, wie Daniel Vahl (11.), Manuel Plähn (52.) und Riza Karadas (84.). Mehr kam aber nicht vom hohen Favoriten, der den letzten Einsatz und Siegeswillen vermissen ließ.

Ganz anders die Oldenburger, die die Räume geschickt verengten und durch Felix Wenn und Philip Nielsen immer wieder mit Vorstößen für wichtige Entlastung der eigenen Defensive sorgten. Beide waren immer beteiligt, wenn es in Richtung des von Fynn Berndt fehlerlos gehüteten Gästetores ging. Berndt musste wie Heisler auch nur ein einziges Mal in den Staub, als er einen einen Freistoß von Philip Nielsen (6.) parierte. Nach einer Flanke von Artur Lammert köpfte Felix Wenn (15.) noch über den Kasten und wenig später war die runde Lederkugel aber im 08-Tor, nachdem Artur Lammert (22.) in eine Kopfballverlängerung von Philip Nielsen hineingespritzt war und das Spielgerät über die Linie gedrückt hatte. Der Treffer zählte aber nicht, der Assistent hatte Lammert im Abseits gesehen. Eine strittige Entscheidung.

Trotzdem hatte OSV-Coach Andreas Brunner schon zur Halbzeitpause allen Grund zur Freude über die Leistung seiner jungen Elf. „Ich weiß nicht, ob die Kraft reicht“, plagten ihn aber auch Zweifel, ob die A-Junioren, die am Abend zuvor schon 90 Minuten gespielt hatten, durchhalten würden. Doch sie taten es – umso größer war der Jubel nach dem Spiel. Mit vereinten Kräften hatte der OSV den 20. Saisonsieg des Spitzenreiters verhindert.

Gleichzeitig fühlte sich Brunner bestätigt, mit der Abgabe der Routiniers Marc Gottorf und Christian Reise an die Zweite, um diese in der Kreisliga zu halten, dafür im Gegenzug verstärkt die A-Junioren an die Verbandsliga heranzuführen, das Richtige getan und gleichzeitig in Richtung Konkurrenz unter Beweis gestellt zu haben, dass kein Spiel von vornherein abgeschenkt wird.

OSV: Heisler – Schröder, Sager, Hasler, Schön – Hay, Wenn, Nielsen, B. Prvetica (78. Kowski), Lammert, Markmann.

Beste Spieler: Sager, Hay, Wenn, Nielsen.

Schiedsrichter: Rabe (SSV Böbs), gut.

Tore: Fehlanzeige.

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