TSV Gremersdorf 0:1 gegen den RSV Landkirchen / Unglückliches Gegentor besiegelt Niederlage

Großer Kampf wird nicht belohnt

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RSV-Torwart Julian Ahrens verhindert vor Marco Fuss (l.) mit einer Flugeinlage Schlimmeres.

GREMERSDORF (hö) · Der TSV Gremersdorf ist körperlich und mental im Kreisliga-Abstiegskampf angekommen. Dem favorisierten RSV Landkirchen bot die Ruge-Elf zwar einen großen Kampf, am Ende musste sie sich trotzdem knapp, aber nicht unverdient mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

„Ich wollte den Punkt holen“, zeigte sich Trainer Wolfgang Ruge nach Schlusspfiff doch ein wenig enttäuscht, zumal das Tor des Tages aus Sicht des TSV recht unglücklich fiel. So nahm Torben Müller aus zehn Metern eine Petersen-Flanke direkt. Sein Schuss traf dann den am Fünfer stehenden Kai Kardel (73.), von dessen Fuss der Ball unhaltbar für TSV-Keeper Timo Stich ins Tor sprang.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gastgeber gerade freigearbeitet und durch einen Distanzschuss von Ron Kruse (64.) ein erstes offensives Achtungszeichen im zweiten Spielabschnitt gesetzt. Kurz nach dem 0:1 zischte im Anschluss an eine Ecke auch noch ein Volleyschuss von Jens Reise (77.) knapp am RSV-Tor vorbei. Letztendlich war es aber zu wenig, was auf den Landkirchener Kasten kam, um sich doch noch ein Pünktchen abzuholen, sieht man einmal von einem Konter ab, bei dem RSV-Keeper Julian Ahrens gegen Sebastian Bedei (91.) Sieger blieb.

„Nach der guten Leistung gegen Strand war es klar, dass es in Gremersdorf schwer wird“, war RSV-Trainer Pieter Fleischer nach dem Abpfiff doch erleichtert, dass es zum Sieg reichte.

Der RSV war zunächst schwer ins Spiel gekommen, die Zweikämpfe gingen meist an die Gremersdorfer. Erst ab der 20. Minute stellte sich gegen einen tief stehenden Gastgeber eine Überlegenheit ein. Und immer wieder war es Peter Minch, der die TSV-Abwehr vor einige Probleme stellte. Sturmpartner Christian Donath war hingegen bis auf einen Torschuss (20.) bei seinem Widersacher Fabian Steinfeld gut aufgehoben.

Wenig später drückte Peter Minch (22.) das Leder über die Torlinie, doch beim Abschluss stand er klar im Abseits, sodass es torlos blieb. In der Folgezeit wurde von Seiten des TSV weiter Fußball gearbeitet. Der RSV wirkte ratlos, lang von Sven Schulz in die Spitze geschlagene Bälle brachten nichts ein. Kreativspieler Dennis Petersen war kaum zu sehen, Ron Kruse klebte wie eine unangenehme Klette an seinen Hacken. Zur Pause musste dann mit Peter Minch der stärkste RSVer wegen einer im Zweikampf mit Stefan „Boller“ Schlüter erlittenen Schienbein-Blessur die Segel streichen.

Aus dieser beträchtlichen Offensivschwächung des RSV konnte der TSV Gremersdorf aber kein Kapital schlagen, da ihm im Spiel nach vorn die Impulse und auch die Ideen des angeschlagen vom Feld gehenden Americo Antunes fehlten.

TSV: Stich – Schlüter – Steinfeld, Petyrek – A. Kruse, Antunes (59. Reise), R. Kruse (87. Bedei), Liebrecht, Fuss – Kunkel, Klemp.

Beste Spieler: Steinfeld, R. Kruse.

RSV: Ahrens – Schulz – Maas, Durante – Höft, Navers, Kardel, Petersen, Müller – Minch (46. Ahlers), C. Donath.

Beste Spieler: Navers, Minch.

Schiedsrichter: Hertel (FC Riepsdorf), in Ordnung.

Tor: 0:1 (73.) Kardel.

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