SV Großenbrode mit 2:4-Heimpleite gegen den TSV Wentorf

„Haben es nicht verdient, das Spiel zu gewinnen“

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Carsten Schmidt (r.) hätte den 3:2-Führungstreffer für seinen SVG erzielen können, doch das war ihm gestern nicht gegönnt.

GROSSENBRODE -nn- Der SV Großenbrode musste am gestrigen Sonntag eine nicht einkalkulierte 2:4 (2:2)-Niederlage gegen den TSV Wentorf hinnehmen. Damit holte der SVG, nach der Pleite (2:3) gegen den TSV Selent am Vorwochenende, zum zweiten Mal nacheinander keine Punkte.

Dabei legten die Grün-Weißen einen perfekten Start hin. Nach genau 33 Sekunden lagen sie mit 1:0 in Front. Der Ausgangspunkt bei diesem allerersten Angriff lag bei Daniel Senger, der den Ball auf Sören Suhr weiterleitete. Suhr sah den gut postierten Oliver Schulz, der dann den Ball zum 1:0 (1.) im Tor versenkte. Mit der frühen Führung im Rücken gaben die Platzherren aber das Heft des Handelns aus der Hand. Zuerst verfehlte Jan Wille per Kopfstoß das Tor nur um Haaresbreite (8.), danach jagten die Gäste das runde Leder Richtung Bahnschienen (12.). In der 21. Minute erhielten die Gäste nach einem vermeintlichen Foulspiel von Oliver Schulz einen Elfmeter zugesprochen. „Ich habe da kein Foulspiel von Schulz erkennen können“, fügte Trainer Sören Müller-Gerken hinzu. Aber den Beteiligten war es egal, Julian Schiemann schnappte sich die Lederkugel und traf vom Punkt sicher zum 1:1 (21.). Anschließend folgte ein leichtfertiger Ballverlust von Eric Reise, den die Gäste nutzten, um das 1:2 durch Marcel Reklat zu erzielen (28.). Doch die Grün-Weißen setzten ihrerseits nach und kamen durch einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Und dieser Strafstoß war zur Abwechslung auch klar berechtigt. Benedict Köhler wurde von Marcel Hentschel am Trikot gehalten und zu Boden gezerrt. Sören Suhr blieb bei der Ausführung kalt wie eine Hundeschnauze und verwandelte sicher zum 2:2-Pausenstand (43.).

Auch im zweiten Durchgang fand der SVG keine Bindung zum Spiel. Trotzdem hatten die Grün-Weißen durch Carsten Schmidt eine Doppelchance, um mit 3:2 in Führung zu gehen. Schmidt schnippelte den Ball knapp an der langen Ecke vorbei (68.), keine 60 Sekunden später setzte Schmidt die Lederkugel im Fallen neben den Wentorfer Kasten (69.). Beim nächsten Torerfolg, den die Gäste feiern durften, hatte wieder Schiri Gradert seine Pfeife im Spiel. Bei einem normalen Zweikampf, bei dem der Gegenspieler von Benedict Köhler zu Boden ging, entschied Gradert auf Freistoß für die Gäste. Doch ein Foulspiel gab es diesmal wirklich nicht, vielmehr ließ sich der Wentorfer Akteur einfach fallen und Gradert fiel darauf rein. Christopher Schiemann war es erneut egal, er legte sich die Kugel zurecht und zirkelte den Ball zum 2:3 in den Winkel (71.). Das weitere Anrennen, um den erneuten Ausgleich zu erzielen, verlief für die Heimmannschaft ergebnislos. Vielmehr machten die Gäste in der Nachspielzeit mit dem 2:4 (92.) den Deckel auf die Partie, hierbei soll es bei der Torvorbereitung eine Abseitsstellung gegeben haben.

„Wir haben es auch nicht verdient, das Spiel zu gewinnen. Wir haben schwach gespielt und nie ins Spiel gefunden. Ähnlich war es für mein Empfinden, dass Schiri Gradert nie zu seiner Leistung, wie wir sie kennen, gefunden hat“, resümierte Müller-Gerken nach der Begegnung.

SVG: Hoppe – Brandt, Köhler, Müntz, Fiedler – Reise, Metzner, Senger, Schulz – C. Schmidt, Suhr. Eingew.: Jappe, Maas, Neuenfeldt. Beste Spieler: keine. Schiedsrichter: Gradert (SV Neukirchen), passte sich nahtlos an die schwachen Leistungen der Gastgeber an. Tore: 1:0 (1.) Schulz, 1:1 (21./FE) J. Schiemann, 1:2 (28.) Reklat, 2:2 (43./FE) Suhr, 2:3 (71.) C. Schiemann, 2:4 (92.) Wille.

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