Bezirksliga-Relegation: 5:2 beim SV Hamberge / Ruland und Gashi treffen

TSV Heiligenhafen gelingt ein Auftakt nach Maß

Patrick Jogszys (r.) lässt hier den Hamberger Willms stehen, um über die linke Außenbahn für den nötigen Angriffsdruck zu sorgen.

Von Andreas HöppnerHEILIGENHAFEN • Einen Auftakt nach Maß feierte am Mittwoch der TSV Heiligenhafen in der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga. Deutlich und auch in dieser Höhe verdient setzten sich die Warderstädter vor zahlreichen eigenen Fans mit 5:2 (2:1) beim SV Hamberge (3. der Kreisliga Segeberg/Stormarn) durch.

Wie schon so oft in der abgelaufenen Kreisligasaison machten Heiligenhafens Torjäger Tim Ruland und Enis Gashi den entscheidenden Unterschied aus. Sie waren von den Hambergern nie in den Griff zu bekommen. In die Karten spielte den Warderstädtern zudem die frühe Gelb-Rote Karte gegen den Hamberger Libero Zelk (27.), der Andreas Bahr (4.) gleich zu Beginn von den Beinen geholt hatte und für den nach einem weiteren harten Einsatz gegen Enis Gashi das vorzeitige Aus kam.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV bereits mit 1:0 geführt, nachdem Enis Gashi (19.) auf Vorarbeit des lauffreudigen Daniel Senger die Lederkugel zum ersten Mal im Tor der Gastgeber versenkte. Die Vorentscheidung fiel schließlich schon nach einer guten halben Stunde, als der für den angeschlagenen An-dreas Bahr eingewechselte Marko Kohlscheen eine Flanke auf den zweiten Pfosten zog, wo Tim Ruland (33.) nur noch zum 0:2 einköpfen brauchte.

Kurz vor der Pause bäumten sich die Gastgeber, die ihre Stärken eindeutig in der Offensive besaßen, noch einmal auf gegen einen TSV, der sich zu weit zurückdrängen und zwischen den Spitzen und der Defensivabteilung ein zu großes Loch klaffen ließ. So konnten die Platzherren fast ungestört kombinieren und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Dalinger zum nicht unverdienten Anschluss kommen.

Die Warderstädter kamen aber hellwach aus der Kabine und sorgten durch Enis Gashi (48.) und Tim Ruland (54.), der mit einem Schlenzer von der linken Strafraumseite ins lange Eck traf, für das entscheidende 1:4. Dieser Doppelschlag erstickte die durch den Anschlusstreffer geweckten Hoffnungen der Gastgeber im Keim. Diese waren zwar stets um eine Resultatsverbesserung bemüht, die Entscheidung über den Sieger war aber gefallen. Enis Gashi (74.) gelang schließlich noch der fünfte Treffer der Heiligenhafener an diesem Abend, während Dalinger (82.) noch Ergebniskosmetik zum 2:5 betrieb.

Beim TSV Heiligenhafen zahlte sich am Mittwoch aus, dass erstmals nach der Winterpause die Auswechselbank gut gefüllt war und Trainer Detlef Berger entsprechend reagieren konnte. So wurde Andi Bahr problemlos ersetzt  durch Marko Kohlscheen, der dienstlich bedingt erst verspätet in Hamberge eintraf. Und Patrick Jogszys und Daniel Senger, die weite Wege gingen, konnte in der Schlussphase eine Pause gegönnt werden.

Der Grundstein für ein er-folgreiches Abschneiden in der „Fünfer-Qualifikation“  – nur der Erste steigt auf – ist somit gelegt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dabei kommt dem TSV Heiligenhafen der Ausgang der zweiten Partie zwischen dem SV Steinhorst und Fetihspor Kaltenkirchen, die 2:2 endete, nicht ungelegen.

TSV: F. Kohlscheen – Lindhorst – Markmann, Sachau – Jogszys (80. T. Senger), Ruge, Heinritz, Bahr (30. M. Kohlscheen), Ruland – D. Senger (70. Seifert), Gashi.

Beste Spieler: Ruland, Gashi, Markmann, D. Senger.

Gelb-Rote Karte: (27.) Zelk (Hamberge), wiederholtes Foulspiel.

Schiedsrichter:  Bagusch (TSV Gudow), gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.