0:2 im Derby gegen den SV Neukirchen / Abschlussschwäche der Warderstädter ist entscheidend

Heiligenhafen scheitert an Ender

Das sieht ungesund aus: Jan Gütschow (r.) mit „Fast-Spagat“ gegen Artur Lammert. Foto: Höppner

HEILIGENHAFEN (hö)  • Das war ganz bitter für den TSV Heiligenhafen, der das Kreisliga-Derby gegen den SV Neukirchen mit 0:2 (0:1) verlor. Dabei waren die Warderstädter im ersten Spielabschnitt die klar bessere Elf, die es jedoch nicht verstand, Kapital zu schlagen aus ihren guten Einschussgelegenheiten. Am starken SVN-Torwart Olaf Ender kamen sie einfach nicht vorbei.

„Wir hätten auch 0:3 zurückliegen können“, erinnerte sich SVN-Coach Angelo Sorge nur ungern an die ersten 45 Minuten zurück, in denen die favorisierten Neukirchener nie eine Einstellung zum Spiel fanden. „Ihr müsst wollen, da ist kein Feuer drin“, beschwerte sich Ender Mitte der ersten Halbzeit über den behäbigen Auftritt des SVN, der nicht an die Leistung aus dem Pokalspiel gegen Pansdorf (1:3) anknüpfen konnte.

Der TSV Heiligenhafen spielte hingegen recht locker auf, man fühlte sich offenbar wohl in der Rolle des Außenseiters. Vor allem Artur Lammert bereitete der unsicheren SVN-Abwehr Probleme. Die Abstimmung fehlte völlig, sodass sich die Neukirchener bei ihrem Keeper bedanken konnten, dass dieser mit einer guten Parade gegen Lammert (6.) sowie einem tollen Reflex gegen Geburtstagskind Torben Senger (18.) seine Elf vor einem Rückstand bewahrte. Und auch gegen Distanzschüsse von Lammert (37.) und Jannik Uecker (45.) blieb Ender Sieger. Zudem war Manuel Ruser (40.) war nicht in der Lage, das Spielgerät im SVN-Kasten zu versenken. Er zögerte freistehend so lange, bis Philip Dietz seinen Schuss doch noch abblocken konnte. Der TSV Heiligenhafen und der Abschluss – in dieser Saison eine Sache für sich.

Im Spiel nach vorn wollte den Neukirchenern rein gar nichts gelingen. Sie vermissten ihren Torjäger Chris Bork, der mit Magen-Darm-Grippe kurzfristig ausgefallen war. Mit seinen technischen Fähigkeiten hätte auf die TSV-Abwehr vielleicht Druck ausgeübt werden können. So blieb es bei ersten Distanzschüssen von Timo Schmidt (32.), der die Lederkugel sogar noch über den Fangzaun setzte, sowie Nils Markmann (43.), der dem TSV-Tor „gefährlich“ nahe kam – der Ball landete sechs Meter neben dem Tor. Für SVN-Jubel sorgte noch vor dem Seitenwechsel schließlich Timo Schmidt (44.), der nach einem Zuspiel von Lars Riecke alle Zeit der Welt hatte, aus sechs Metern zum 0:1 zu vollenden – eine völlig unverdiente Pausenführung.

Zur zweiten Halbzeit stellte Sorge um. Er zog Lars Riecke ins Abwehrzentrum zurück, Philip Dietz ging ins Mittelfeld, während Sven Engstfeld neben Nils Engstfeld stürmte. Dem Abwehrverhalten tat diese Maßnahme gut, denn fortan konnten sich die Warderstädter kaum noch gefährlich in Szene setzen. Lediglich bei einem Schuss von Patrick Jogszys (55.) musste Olaf Ender noch einmal sein Können zeigen.

Im Spiel nach vorn gab es bei den Gästen aber weiterhin viel Leerlauf. So musste eine Standardsituation für die Vorentscheidung herhalten, als der lange Philip Dietz (68.) nach einem Eckball von Timo Schmidt mit dem Kopf zum 0:2 zur Stelle war.

In der Schlussphase nahmen die Gastgeber Abwehrorganisator Alpaslan Akyavuz in die Spitze und sie brachten mit Henry Baßmann eine weitere Spitze. Von Erfolg gekrönt war diese Maßnahme nicht, vielmehr standen die Neukirchener dicht vor ihrem dritten Treffer. Aber einem weiteren Kopfballtreffer von Philip Dietz (76.) versagte der Unparteiische die Anerkennung.

„Hauptsache drei Punkte“, zog Angelo Sorge nach dem mühsamen Erfolg ein gequältes Fazit. Im Prinzip zufriedener war da schon TSV-Coach Hubert Hartz, der die „gute erste Hälfte“ seiner Elf zum Anlass nahm, den kommenden Spielen optimistisch entgegenzusehen: „Unsere Punkte gegen den Abstieg holen wir noch.“

TSV: Jacobs – Akyavuz – Sachau, Grönwald – Jogszys, Rathke, Maliqi, Ruser (78. Baßmann), Senger – Lammert, Uecker.

Beste Spieler: Sachau, Lammert (1. Hz.).

SVN: Ender – P. Dietz – Gütschow, Marschall – Markmann, C. Nölting, Carbuhn (46. S. Engstfeld), Schwartz, Schmidt – Riecke, N. Engstfeld (82. C. Engstfeld).

Beste Spieler: Ender, C. Nölting, Markmann, Riecke.

Schiedsrichter: Nass (SpVgg. Putlos), durchschnittlich.

Tore: 0:1 (44.) Schmidt, 0:2 (68.) P. Dietz.

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