Sieg im Traumfinale gegen den SV Fehmarn – JSG A-Junioren begeistern erneut

RSV holt den 12. FT/HP-Cup

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Der Sieger des 12. FT/HP-Cups heißt RSV Landkirchen.

FEHMARN (lb) · Kurz vor Mitternacht in der Burger Großsporthalle. Finale beim 12. FT/HP-Cup. Die über 300 Zuschauer blicken gespannt auf das Parkett. Neunmeterschießen im Traumfinale zwischen dem SV Fehmarn und dem RSV Landkirchen. Grenzenloser Jubel auf Seiten des RSV. Erstmalig seit 2004 bleibt der Cup auf der Insel.

Für den RSV war es der zweite Erfolg beim Turnier der beiden Heimatzeitungen Fehmarnsches Tageblatt und der Heiligenhafener Post. 2004 war mit Landkirchen zuletzt ein Inselteam erfolgreich. Davor verbuchte 2002 der SV Fehmarn den ersten Sieg. Somit stehen nun insgesamt drei Erfolge für fehmarnsche Mannschaften zu Buche.

Das Finale der beiden Erzrivalen war mitreißend und spannend. Noch bei der 11. Auflage waren beide Teams ohne Sieg bereits nach der Vorrunde draußen. 2011 standen die beiden Kreisligateams im Endspiel. Björn Wölk hatte die Burger per Neunmeter in Führung gebracht. Doch Dennis Petersen besorgte den Ausgleich. Mit einem gewaltigen Schuss kurz hinter der Mittellinie brachte Sven Schulz den RSV in Führung. Sollte ausgerechnet der Nachbar die Siegesserie von SVF-Coach Karsten Jark stoppen? Für Jark wäre es der vierte Turniersieg in Serie gewesen. Der RSV hatte die Hand dran am Pokal. Doch dann acht Sekunden vor der Sirene: Lutz Konrad spielt den Ball nochmal hoch in den Strafraum. Lasse Brandt köpft ein und rettet so den SVF ins Neunmeterschießen. Dort versagten bei Wölk die Nerven, wohingegen beim RSV alle Schützen trafen. RSV-Keeper Julian Ahrens parierte im Torhüterduell gegen Sascha Martin Stephan den letzten Neunmeter. Eine Spielertraube stürmte von der RSV-Bank heran und begrub den Torwart unter sich.

Ebenfalls ein Krimi wurde die Halbfinalpaarung zwischen dem Oldenburger SV II und dem späteren Turniersieger. Landkirchen führte Sekunden vor dem Ende mit 2:1. OSV-Stürmer Mario Markmann startete vermutlich den letzten Angriff. Er wird im Strafraum gefoult, doch im Fallen spitzelte Markmann den Ball ins Tor. Zwei Sekunden waren noch auf der Uhr. Kein Tor, sondern Neunmeter für die Festländer. Sven Friske legt sich den Ball zurecht und läuft an. Mitten in seinen Anlauf hinein grätschte Torben Brandt. Für diese Aktion wurde er für zwei Minuten herunter gestellt. Beim zweiten Versuch wurde Sven Friske nicht gestört und verwandelte sicher. Also musste vom Punkt aus über das Weiterkommen entschieden werden. Beim RSV stand mit Timo Bentfeld neben Julian Ahrens noch ein weiterer Keeper im Kader. Bentfeld wurde der Held des Halbfinales. Er parierte gegen Pascale Janner und Maximilian Petyrek. Anschließend verwandelte er den entscheidenden Neunmeter selbst.

Im zweiten Halbfinale standen sich der SVF und die JSG A-Junioren gegenüber. Ein knappes 2:1 für den SVF gegen den eigenen Nachwuchs nach 14 Spielzeit. Die JSG war erneut eingesprungen, weil keine Trainerauswahl zustande kam. Die A-Jugend begeisterte bei ihrem zweiten Auftritt beim FT/HP-Cup erneut. Ihr Vorteil lag darin, dass sie beweglicher waren als die Herren. Diesen Vorteil konnten sie in der Gruppe A beim Aufeinandertreffen der Vorjahresfinalisten ausspielen. Der SV Heringsdorf konnte mit 3:1 und der FC Dän-schendorf mit 5:1 bezwungen werden. Damit hatte die JSG souverän die Gruppenphase überstanden. Die SpVgg Putlos erwies sich im Viertelfinale mit 6:1 als lockere Durchgangsstation. Von der Putloser Bank kam nach dem Ausscheiden eine Wasserflasche auf das Spielfeld geflogen. Es musste gewischt werden, was für eine zeitliche Verzögerung sorgte.

Im Neunmeterschießen um den dritten Platz zog die JSG mit 6:7 gegen den OSV II den Kürzeren. Der FCD sicherte sich seine vierte Teilnahme am Viertelfinale durch einen 4:1-Sieg gegen den SV Heringsdorf. Es war gleichzeitig der höchste Sieg des FCD in der langen Turniergeschichte. Gegen den RSV war mit 1:3 Endstation. 

· Heringsdorfer Ära beim Cup beendet

Mit dem Ausscheiden der Heringsdorfer endete eine kleine Ära beim FT/HP-Cup. Als erstes Team glückte den Blau-Weißen 2009 eine Titelverteidigung.

Neben einigen Zwei-Minuten-Strafen gab es auch eine Rote Karte zu verzeichnen. Ulf Stoltenberg (TSV Westfehmarn) schubste im Vorrundenspiel der Gruppe B gegen den TSV Heiligenhafen seinen Gegenspieler „Henny“ Heinritz um. Für diese Tätlichkeit durfte er vorzeitig duschen gehen. Heinritz verletzte sich vor dem Schubser an der Hand und er fiel nochmals drauf.

Im Viertelfinale agierte der TSV Heiligenhafen gegen den SVF zu undiszipliniert. Er kassierte zwei Zwei-Minuten-Strafen und hatte in doppelter Unterzahl kaum noch etwas entgegenzusetzen.

Sang- und klanglos unter ging der SV Großenbrode in der Gruppe C. Gerade einmal zwei Tore konnten die Grün-Weißen erzielen. SVG-Torhüter Fabian Jacobs musste zwölf Gegentore hinnehmen.

Ebenfalls ohne Sieg, jedoch nur mit vier Gegentoren verabschiedete sich der SV Neukirchen nach der Vorrunde. Dem SVN gelangen auch nur zwei Treffer.

Den TSV Gremersdorf betreute Fußballobmann Hendrik Kohlscheen in der Burger Großsporthalle. Doch seit gestern hat Wolfgang Ruge das Zepter als Trainer in der Hand. Der TSV schaffte einen knappen Einzug ins Viertelfinale. Dort musste man sich mit 2:3 dem Oldenburger SV II geschlagen geben.

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