Kirchner trifft schon nach 67 Sekunden

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Heiko Schumacher (r.), in der letzten Saison noch 34-facher Torschütze beim SV Großenbrode, blieb gestern ohne Torerfolg und wird von Florian Sachau erfolgreich gebremst.

GROSSENBRODE · Überragend war es nicht, was der TSV Heiligenhafen im A-Klassen-Derby beim SV Großenbrode bot, doch konnte die Zduneck-Elf einen nie gefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg einfahren. Die Gastgeber spielten vor allem in der ersten Hälfte einen gefälligen Ball, waren im Spiel nach vorn aber viel zu harmlos, sodass der Ex-Großenbroder Fabian Jacobs im TSV-Tor kaum ernsthaft geprüft wurde.

Die Warderstädter hatten einen Traumstart zu verzeichnen, denn schon nach 67 Sekunden zappelte die Lederkugel im Netz. Florian Kirchner hatte einen Freistoß aus 20 Metern abgefeuert und mit Hilfestellung der SVG-Mauer, die den Ball unhaltbar abfälschte, zum 0:1 getroffen. Die frühe Führung gab der Zduneck-Elf aber nicht die nötige Sicherheit, wie man es vielleicht erwartet hätte. Vielmehr kam der SVG immer besser ins Spiel. Im Mittelfeld ließen die Gastgeber die Kugel gut laufen – die Handschrift von Neu-Coach „Mecki“ Antunes war schon erkennbar. Allerdings ließen die Warderstädter den Platzherren auch zu viel Raum. In diesen Phasen machte sich doch das Fehlen des noch gesperrten Christian Heinritz sowie Alpaslan Akyavuz (Urlaub) bemerkbar.

Frühe Führung nicht von Vorteil

„Es muss nicht von Vorteil sein, wenn man so früh in Führung geht“, befand TSV-Coach Dirk Zduneck noch vor dem Seitenwechsel, als sich der SVG mit Distanzschüssen von Sven Reiner und Americo Antunes an das Tor der Warderstädter herantastete. Julian Much rettete noch einmal im letzten Moment gegen Fabian Plöger (21.), der wenig später einen Freistoß auf die Oberkante des Querbalkens setzte. Mehr kam aber auch nicht vom SVG.

Im zweiten Spielabschnitt erzwang der TSV bereits frühzeitig die Vorentscheidung, als Dietmar Weber den stark aufspielenden Torben Senger bediente, dieser den Ball an SVG-Keeper Sascha Themer vorbeilegte und Sebastian Fiedler (55.) die Lederkugel nicht mehr von der eigenen Torlinie wegspitzeln konnte, sondern sie ins eigene Netz beförderte.

Im Anschluss war der SVG noch einmal um eine Wende bemüht, aber die Angriffsbemühungen waren an diesem Nachmittag einfach nicht zwingend genug. Ein Schuss von Heiko Schumacher (67.), der Jacobs vor keine großen Probleme stellte, und ein Kopfball von Peter Thomm (72.) nach einem Freistoß von Americo Antunes, das war‘s, was in Richtung Tor ging. In der Schlussphase boten sich den Gästen noch einige Kontermöglichkeiten, die durch Felix Severin (95.) und Manuel Ruser (96.) kläglich vergeben wurden. In beiden Fällen wurde eigensinnig aufs SVG-Tor geschossen, statt den völlig ungedeckten Artur Lammert zu bedienen. So blieb es beim verdienten 2:0-Sieg, den sich der TSV Heiligenhafen aber teuer erkaufte, denn bei einer Abwehraktion verletzte sich der kopfballstarke Carsten Hill (82.) am Knöchel. In den kommenden Spielen gegen den Sereetzer SV II (Donnerstag) und in Kabelhorst (Sonntag) dürfte er den Warderstädtern fehlen.

SVG: Themer – Thomm – Matschuk, Fiedler – Jogszys, Antunes, Reiner, Monroy, Fritze, Plöger – Schumacher. Eingew.: Metzner. Beste Spieler: Plöger (1. Hz.), Matschuk. TSV: Jacobs – Much, Hill, Kirchner, Sachau – Baßmann, T. Senger, Vesper, Weber – D. Senger, Lammert. Eingew.: Rathke, Severin, Niermann, Ruser. Beste Spieler: T. Senger, D. Senger, Hill. Schiedsrichter: Kornetzky (TSV Fissau), gut. Tore: 0:1 (2.) Kirchner, 0:2 (55./ET) Fiedler. · hö

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