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Der Führungstreffer für den SV Büchen-Siebeneichen: Sebastian Kraak köpft zum 0:1 ein, während Felix Wenn und OSV-Keeper Marcel Heisler das Nachsehen haben.

Oldenburger SV gelingt nach 0:2-Rückstand zur Pause noch ein 2:2 gegen SV Büchen-Siebeneichen

Wenn und Rosenthal retten Punkt

OLDENBURG · Gegen den für den Verbleib in der Verbandsliga Südost noch um jeden Punkt fightenden SV Büchen-Siebeneichen kam der Oldenburger SV nicht über ein unterm Strich enttäuschendes 2:2 (0:2) hinaus. Doch die zahlreichen Spiele der letzten Wochen sind auch am OSV nicht spurlos vorübergegangen. Acht Partien in nur 29 Tagen – kein April-Scherz, sondern die Realität im abgelaufenen Monat April.

Die Gäste, mit zwei Spielen weniger im Gepäck, wirkten im ersten Spielabschnitt konzentrierter. Mit einer weit aufgerückten Viererkette machten sie zumindest in der Anfangsphase das Spielfeld klein, was dem OSV gar nicht behagte. Zudem zeigte die sonst so starke Defensivreihe der Gastgeber ungewohnte Schwächen. Alexander Hasler fehlte nach überstandener Verletzung die Spielpraxis und auch Sören Sager fand nie richtig ins Spiel. So nutzten die Büchener sogleich ihre erste Chance zur Führung. Nach einem Eckball fehlte die Zuordnung, sodass Axel Dirks per Kopf auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo der Sekunden zuvor eingewechselte Sebastian Kraak (14.) das runde Leder mit der Stirn zum 0:1 einköpfte. Auch OSV-Keeper Marcel Heisler sah hier nicht gut aus. Obgleich die Gastgeber in der Folgezeit etwas mehr Druck machten, sich durch Felix Wenn und Alex Hasler (36.), dessen Kopfball von der Torlinie gekratzt wurde, einige Chancen erarbeiteten, lief bei der Brunner-Elf eigentlich nichts zusammen. Da passte es zum tristen OSV-Spiel, dass die Gäste sogar nachlegen durften, als Jan Sievert (37.) nicht konsequent genug im Strafraum attackiert wurde und aus 14 Metern zum 0:2 abschloss. Zur zweiten Hälfte sorgten die eingewechselten Artur Lammert und Sven Friske für eine Belebung des OSV-Spiels. Die Gäste, die sich nur noch auf Torsicherung beschränkten, gerieten mehr und mehr unter Druck, sodass es nur noch eine Frage der Zeit war, wann es zum ersten Mal im BSSV-Tor einschlagen sollte. Bis zur 67. Minute hielt das Abwehrbollwerk stand, dann sorgte Felix Wenn nach einem Freistoß von Timo Rosenthal per Kopf für den ersten Riss im Gästebeton. Als wenig später Timo Rosenthal (70.) unter Mithilfe von Gästekeeper Andre Behncke einen Freistoß aus 30 Metern zum Ausgleich versenkte, schien doch noch ein Sieg zum Greifen nahe. Doch abgesehen von einem Schuss des auffälligsten OSV-Akteurs, Felix Wenn (76.), der die Lederkugel knapp neben den zweiten Pfosten setzte, geriet des Gästetor nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Unterm Strich war’s dann wohl aufgrund der grundverschiedenen zwei Hälften ein leistungsgerechtes Remis vor 70 zahlenden Zuschauern. OSV-Trainer Andreas Brunner sprach nach dem Spiel von einem mehr als verdienten Punktgewinn. Er hätte es natürlich gern gesehen, wenn seiner Elf noch der dritte Treffer geglückt wäre, doch auch so mischt man immer noch gut mit in der Spitzengruppe.

OSV: Heisler – Sager (46. Lammert), Hasler, Lindhorst, Schön – Schröder, Rosenthal, Wenn, Nielsen, Kowski (46. Friske) – Gottorf.
Beste Spieler: Wenn, Rosenthal.
Schiedsrichter: Gerhardt (Kieler MTV), durchschnittlich.
Tore: 0:1 (14.) Kraak, 0:2 (37.) Sievert, 1:2 (67.) Wenn, 2:2 (70.) Rosenthal. · hö

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