TSV Gremersdorf nach 2:1 über Ratzeburger SV an der Spitze

Jannika Niermann knackt RSV-Abwehr

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Lieferten sich rassige Zweikämpfe: Svenja Hechler (2) und Jannika Niermann, die nach 90 Minuten als Punktsiegerin und Tabellenführerin vom Platz ging.

GREMERSDORF · Jannika Niermann hat die Lücke in der Abwehr des Ratzeburger SV gefunden.

Zwei Mal schlug sie zu und sicherte den Frauen des TSV Gremersdorf nicht nur ein 2:1 (0:1) gegen die bis Sonnabend gegentorfreien Gäste, sondern auch noch die Tabellenführung in der Verbandsliga Süd, nachdem der TSV Zarpen in der Woche etwas überraschend mit 2:3 der SG Rönnau/Daldorf unterlegen war. Nach der Spielpause am kommenden Wochenende geht’s dann in zwei Wochen nach Rönnau, wo der TSV seine Leistung bestätigen muss.

Es war zu sehen, dass sich beide Teams aus der letzten SH-Liga-Saison kannten. Auf Seiten des TSV war man bemüht, Tanja Howe aus dem Spiel zu nehmen, auf der anderen Seite versuchte Svenja Hechler alles, um Jannika Niermann das Leben schwer zu machen. Das bessere Ende hatte die Torjägerin des TSV, die dafür sorgte, dass nach zwei 1:2-Niederlagen aus der letzten Saison der erste Dreier gegen den RSV eingefahren werden konnte.

Es war das erwartet enge Spiel, das in der Klinckhamer-Elf letztendlich einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger fand. Dabei wirkte der Gast zunächst geschlossener, denn der TSV hatte einige Male Schwierigkeiten, in der Rückwärtsbewegung die Lücke zwischen Mittelfeld und Abwehr zu schließen. Hatte man bei einem Pfostenschuss von Tanja Howe (9.) zunächst noch das Glück auf seiner Seite, ließ die RSV-Mannschaftsführerin TSV-Torhüterin Antje Sellmann nach einem gelungenen Spielzug keine Abwehrchance – und es stand 0:1.

Auf der anderen Seite fehlte es im TSV-Angriff noch am konsequenten Abschluss. So traf Antja Kassner (10.) nach einem Freistoß der technisch starken Tara Brozi den Ball nicht richtig, während Jannika Niermann (24.) an der Strafraumgrenze zu früh den Abschluss suchte. Kathi Reimers (29.) kam einen Schritt zu spät gegen RSV-Torfrau Finja Jensen, und Jannika Niermann (43.) traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Der Ausgleich war also durchaus möglich, obgleich der Gast die dickste Chance ausgelassen hatte, als Liva Zunker (40.) aus kurzer Entfernung an der reaktionsschnellen Antje Sellmann scheiterte.

Im zweiten Spielabschnitt wurde die Klinckhamer-Elf dann endlich effektiver im Angriff. So machte Jannika Niermann aus zwei Möglichkeiten gleich zwei Tore (48., 64.). Ein Schock für die Gäste, die es fortan mit der Brechstange versuchten. Doch hier behielt Abwehrchefin Steffi Kosik den Überblick. Zudem sorgte Andrea Losch im linken Mittelfeld immer wieder für Entlastung. Wirklich in Gefahr geriet der Erfolg nur noch ein einziges Mal, als Mandy Rehhagen (83.) nach einer Hereingabe den Ball aus fünf Metern Torentfernung knapp neben den Pfosten setzte. Die letzten zwei Szenen gehörten Jannika Niermann (87.), die nach einem Konter verzog, und Andrea Losch (88.), die die Gästetorhüterin noch zu einer Parade zwang. Dann war Schluss, und es durften der Sieg und die Tabellenführung bejubelt werden.

TSV: Sellmann – Kosik – Kahl, Stein – B. Albrecht, Kassner, Stoltenberg, Carbuhn, Brozi – Reimers, Niermann. Eingew.: Losch.

Beste Spielerinnen: Niermann, Kosik, Losch.

Schiedsrichter: Müller (SV Schashagen/Pelzerhaken), in Ordnung.

Tore: 0:1 (27.) Howe, 1:1 (48.) und 2:1 (64.) Niermann. · hö

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