TSV Gremersdorf gibt eine 2:0-Pausenführung aus der Hand / Rune Jäkel trifft per Elfmeter zum 3:3-Endstand in der 85. Minute

Kein Spiel für schwache Nerven

+
Andre Schön (r.) bearbeitete seinen Gegenspieler mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln, sodass dieser entnervt im zweiten Durchgang die Seite wechselte.

PÖNITZ -nn- Hätte man dem TSV Gremersdorf vor dem Anpfiff der Partie bei der SVg. Pönitz ein Schriftstück vorgelegt, in dem geschrieben stehen würde, dass der TSV einen Punkt mitnehmen dürfe, hätte man dieses garantiert, ohne mit der Wimper zu zucken, unterschrieben. Der TSV entführte nach dem 3:3 (0:2) tatsächlich einen Punkt aus Pönitz, dabei gaben die Gremersdorfer eine 2:0-Pausenführung wieder her und ließen die Heimmannschaft auf 3:2 davonziehen, kamen aber fünf Minuten vor dem Abpfiff durch Rune Jäkel per verwandeltem Foulelfmeter zum verdienten 3:3-Ausgleich.

Der TSV erwischte einen Bombenstart am Sonnabend. Nach einem doppelten Doppelpass, den Dustin Gabbey mit Rune Jäkel per Kopf spielte, kam Jäkel ins Straucheln und spielte den Ball im Fallen weiter auf Maxi Bormann. Dieser fackelte nicht lange und setzte die Lederkugel zur frühen Führung in den Winkel (2.). Die Gäste legten im ersten Durchgang eine exzellente Leistung an den Tag, sie machten die Räume eng und ließen dem Gegner daher keinen Platz zum Kombinieren. In der 30. Minute stellte Rune Jäkel den 2:0-Pausenstand her, nachdem er eine Kopfballvorlage von Michel Rüddiger zum 0:2 verwertete. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff war TSV-Coach André Hack zum Wechseln gezwungen, da sich Christian Reise schwer am Knie verletzte. Hier steht die genaue Diagnose noch aus. Es sieht aber nach einer schwerwiegenden Verletzung aus, da man auf der Gremersdorfer Bank ein lautes Knacken bei Reise vernahm und das Knie sofort anschwoll.

Durch diese Auswechselung geschwächt trat der TSV zur zweiten Halbzeit an. Einige Umstellungen wurden vorgenommen, sodass bei den Gästen das Pressing nicht mehr so gut funktionierte wie im ersten Durchgang. Nach einem Pressschlag zwischen TSV-Keeper Tobias Möller und einem Pönitzer Angreifer landete die Lederkugel bei Patrick Staege, der den Ball aus der Distanz im Gremersdorfer Tor zum 1:2-Anschluss unterbrachte (51.). Die Heimmannschaft nahm anschließend das Zepter in ihre Hände, und kam nach einem weiteren Schuss von Jonas Felbinger zum 2:2 (56.) – Andre Schön versuchte vergeblich, den Einschlag des Balles zu verhindern. Doch das Ungemach ging in Form des dritten Gegentores für die Gremersdorfer weiter. In der 65. Minute landete die Kugel nach einem platzierten Distanzschuss von Sebastian Balschus zur 3:2-Führung im Netz. Nach einem elfmeterreifen Foulspiel gegen Michel Rüddiger blieb die Pfeife des schwächelnden Schiedsrichters Marc Kramer (TSV Pansdorf) stumm. Zwei Minuten später gab es ein weiteres elfmeterwürdiges Foulspiel gegen Maxi Bormann, doch erneut ertönte kein Signal des Schiris (77.).

Dann hatte der Referee aber keine andere Wahl mehr. Erneut wurde Rüddiger zu Fall gebracht, diesmal wurde er von SVg.-Keeper Sven Walter aus dem Weg geräumt. Zuerst gab es wieder keine Entscheidung von Kramer zugunsten des TSV, doch nach eingehender Beratung mit seinem Assistenten entschied Kramer auf Strafstoß. Ausgeführt wurde dieser Foulelfmeter von Rune Jäkel, der die Lederkugel sicher und souverän zum 3:3-Endstand verwandelte (85.). In der Nachspielzeit bot sich Jäkel noch die Möglichkeit, für seine Farben den Siegtreffer zu erzielen, Doch er zog zu überhastet mit seinem schwachen linken Fuß ab, sodass der Ball hoch über das Tor flog.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eine blitzsaubere Leistung gezeigt, nach dem Wiederanpfiff hatten wir eine kleine Schwächeperiode und gerieten in Rückstand. Aber die Mannschaft hat sich in die Partie zurückgekämpft, sodass die Begegnung mit einem gerechten Remis endete“, sagte Trainer André Hack nach dem Schlusspfiff. Am kommenden Sonnabend (17.45 Uhr) gastiert der TSV Lensahn beim TSV Gremersdorf.

TSV: Möller – Schön, Hülsen, Kruse, Eichholz (78. Kunkel) – Bormann, Reise (45. Liebrecht), R. Klein, Rüddiger – Jäkel, Gabbey. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Kramer (TSV Pansdorf), hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Tore: 0:1 (2.) Bormann, 0:2 (30.) Jäkel, 1:2 (51.) Staege, 2:2 (56.) Felbinger, 3:2 (65.) Balschus, 3:3 (85./FE) Jäkel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.