Mit einem verdienten Punkt gegen feldüberlegenen Tabellenführer SV Heringsdorf in die Winterpause

Kohlscheen rettet großartig kämpfendem RSV das 0:0

Ein packendes Duell: Heringsdorfs Top-Torjäger Marcel Gebert konnte sich gegen Patrick Rahlf nur selten durchsetzen.  Foto: Braesch

Von Lars Braesch LANDKIRCHEN • Schon zum dritten Mal in dieser Saison lieferte der RSV Landkirchen dem Kreisliga-Spitzenreiter SV Heringsdorf einen großen Kampf. Nach dem 3:2-Sieg im Kreispokal und dem 1:2 im Hinspiel wurde der Einsatz mit einem 0:0 belohnt.

RSV-Verteidiger Patrick Rahlf meldete den Torjäger der Kreisliga, Marcel Gebert, komplett ab. So wie Coach Dieter Ehmann es im Vorfeld gefordert hatte. Die Abwehrspieler standen den Heringsdorfer Gegenspielern permanent auf den Füßen, sodass sich der ständig feldüberlegene SVH nicht richtig entfalten konnte.

• Ahlers traf den • Innenpfosten

Plötzlich die Chance für den RSV: Dieter Ahlers rutschte in einen Ball – nachdem die SVH-Abwehr zu weit aufgerückt war – der Ball sprang gegen den Innenpfosten und wieder hinaus (37.). Das war der einzige echte Schuss des RSV auf das Heringsdorfer Gehäuse. Zwei Minuten später klärte Rahlf mit einer Grätsche vor Gebert. RSV-Schlussmann Freddy Kohlscheen prallte in dieser Szene gegen den Pfosten und musste lange behandelt werden, konnte jedoch weiterspielen. Offenbar baute sich bei ihm jetzt erst richtig Adrenalin auf.

Das Spiel war zuweilen hektisch, was auch mit der alles andere als souveränen Leistung von Schiedsrichter Johannsen zusammenhing.

• Superparaden

In der zweiten Halbzeit stürmte nur noch der SVH, doch die RSV-Abwehr hielt stand. Hauke Marbach drehte einen Freistoß direkt auf das Tor, Kohlscheen lenkte den Ball mit einer Superparade über das Tor (60.). In den Schlussminuten wuchs Kohlscheen im Kasten des RSV über sich hinaus: Gebert köpft – viele Zuschauer sehen den Ball schon im Tor – Kohlscheen fischt das Leder im letzten Moment ‘raus (82.). Christian Heinritz scheiterte drei Minuten vor Schluss an Kohlscheen, der die Chance mit einer tollen Fußabwehr vereitelte. Mit dieser außergewöhnlichen Leistung ohne Gegentor ist Kohlscheen endgültig beim RSV Landkirchen angekommen.

Es war mächtig viel los in Landkirchen, was fast vergessen machte, dass keine Tore gefallen waren. SVH-Trainer Karsten Jark sagte nach der Partie: „Es war ein Kampfspiel mit Feldüberlegenheit für uns. Es war sehr schwer auf dem tiefen Platz. Landkirchen hat verdient einen Punkt gewonnen. Ich sehe es eher als Punktgewinn statt Punktverlust.“ RSV-Coach Dieter Ehmann: „Ich bin mit dem Punktgewinn sehr zufrieden. Es war kampfbetont, aber sicherlich nicht unfair. Freddy Kohlscheen hat heute diesen Punkt festgehalten.“

RSV: Kohlscheen - Navers - Durante, Rahlf - Maas, Höft, Fleischer, Müller, Ahlers - Schulz (77. Ufer), Jahn (60. C. Donath).

Beste Spieler: Kohlscheen, Rahlf, Durante, Navers, Ahlers. Schiedsrichter: Johannsen (Schönwalde), schwach.

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