Jark nicht mehr Trainer / Ruge muss ran

Komödienstadel in Heringsdorf

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Karsten Jark ist nicht 

HERINGSDORF (hö) · Das ging schneller als gedacht, Karsten Jark, der eigentlich erst am Saisonende seine Trainertätigkeit beim SV Heringsdorf beenden wollte, steht seit Donnerstagabend nicht mehr in der Verantwortung beim Verbandsligisten. Er hat die Brocken hingeschmissen.

Eigentlich war in den letzten Wochen im Einvernehmen aller alles klar geregelt worden. Jark macht weiter bis zum Saisonende und beendet dann seine zehnjährige Tätigkeit beim SV Heringsdorf, um beim SV Fehmarn an den Start zu gehen. Und Wolfgang Ruge war in Heringsdorf engagiert worden, um für einen nahtlosen Übergang zur neuen Saison zu sorgen (wir berichteten).

Aber: Komödienstadel in Heringsdorf – in den letzten Tagen überschlugen sich die Ereignisse, zu denen offenbar einige Mannschaftsteile und der Vorstand einen nicht unerheblichen Beitrag leisteten. „Da ist bei besten Absichten einiges schief gelaufen“, so 1. Vorsitzender Michael Wahl, der noch nicht näher ins Detail gehen wollte vor einer für morgen Abend anberaumten außerordentlichen Vorstandssitzung. Karsten Jark zeigte sich „menschlich tief enttäuscht“ von den Vorgängen, die zu dieser Entwicklung geführt haben. „Ich will keine schmutzige Wäsche waschen, dazu liegt mir der Verein zu sehr am Herzen“, so der 43-Jährige gestern gegenüber der HP. Er wünsche dem neuen Obmann Olaf Boldt und dem neuen Trainer Wolfgang Ruge alles Gute und der Mannschaft den Klassenerhalt. Er werde noch einige Klamotten abgeben und dann sei das Thema für ihn erledigt.

„Ich bin da nicht froh drüber“, hätte sich Nachfolger Wolfgang Ruge einen Arbeitsbeginn erst zur neuen Spielzeit gewünscht. Dann hätte es einen „sauberen Schnitt“ gegeben. Ohne individuelle Vorbereitung muss er nun unter den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen das Unternehmen „Klassenerhalt“ angehen.

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