Kreisliga: Oldenburger sind Mannschaft der Stunde

OSV II springt auf dritten Tabellenplatz

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SVN-Torwart Olaf Ender und Tim Höhn klären in dieser Szene gegen Mark Martel (l.).

NEUKIRCHEN -ra- Mit einer couragierten Leistung hat der Oldenburger SV II den SV Neukirchen Sonntagnachmittag mit 3:1 (2:1) besiegt. Die von Christian Kröger trainierte Truppe zeigte sich besonders in der ersten Halbzeit in der Offensive sehr effektiv, im zweiten Durchgang stand die Mannschaft hinten gut, profitierte aber auch von der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber. Zudem spielte dem OSV II ein Platzverweis – Artyom Saizew legte Wilhelm Gradert am Mittelkreis und sah dafür die Gelb-Rote Karte (34.) – in die Karten. Mit den drei Punkten kletterte der OSV II nach sechs Spieltagen auf einen sensationellen dritten Tabellenplatz und schob sich damit vor den SVN.

Viel Zündstoff war in der Begegnung enthalten, das wurde bei so mancher Rudelbildung deutlich. Schiedsrichter Dirk Sarau musste von Beginn an eine harte Linie fahren, um die Spieler in ihre Schranken zu weisen. Drei Platzverweise und zehn Gelbe Karten waren die Folge, die aber allesamt berechtigt waren. Während sich beide Teams noch abtasteten und kaum erwähnenswerte Möglichkeiten erarbeiteten, ging der OSV II mit der ersten richtigen Chance in Führung. Einen harmlos getretenen Freistoß von Florian Mix konnte der für Felix Prokoph eingesprungene Neukirchener Torwart Olaf Ender nicht festhalten. Er ließ den Ball nach vorne abklatschen, Mark Martel konnte ohne Probleme zum 0:1 abstauben (13.). Rückschläge ist der SVN derzeit bekanntlich gewohnt, und so steckten die Hausherren nicht auf. André Nielsen, der an diesem Nachmittag gefühlt 100 Prozent seiner Kopfballduelle für sich entscheiden konnte, prüfte nach einer Ecke von Pascale Janner den Oldenburger Torwart Torben Schröder (16.). 

Im Gegenzug setzte der OSV ein Ausrufezeichen: Jonas Kock kam frei zum Schuss, Torwart Olaf Ender konnte noch klären, war aber beim Nachschuss machtlos (18.) – 0:2. Erneut galt es für den SVN, einem 0:2-Rückstand hinterherzulaufen und im besten Fall noch umzubiegen. Doch was gegen Heiligenhafen in der Vorwoche noch gelang, sollte sich gegen eine blutjunge und bissige Oldenburger Mannschaft als komplizierter erweisen. Zwar konnte Jens Jensen in der 23. Minute mit einem wuchtigen Kopfball auf 1:2 verkürzen, doch Artyom Saizew leistete dem SVN mit seiner Gelb-Roten Karte einen Bärendienst (34.). Zuvor traf Pascale Janner mit einem sehenswerten Schuss noch die Latte des Oldenburger Tores (33.), bis zur Halbzeit war offensiv von den Gastgebern aber nichts mehr zu sehen.

Im zweiten Durchgang probierte der SVN in Unterzahl viel. Doch immer wieder war es Schlussmann Torben Schröder im Oldenburger Tor, der die Chancen zunichte machte. Häufig klärte auch die gut gestaffelte Oldenburger Defensive um den stark spielenden Kapitän Maxi Petyrek, sodass es erst gar nicht zum Torabschluss kam. Der OSV II hatte aber auch das Glück des Tüchtigen, das man benötigt, um als Sieger vom Platz zu gehen. Offensiv war von der Kröger-Truppe im zweiten Durchgang nicht mehr viel zu sehen, aber das konnte sie sich schließlich erlauben.

In der Schlussphase hatte der eingewechselte Marten Ruge für den SVN noch eine dicke Kopfballchance (87.), doch der Ball flog knapp am Tor vorbei. Stark hielt Schröder unterdessen gegen Linus Sehne (82.). In den letzten Minuten überschlugen sich noch einmal die Ereignisse: Erst foulte Olaf Schlüter Mark Martel, was Schiedsrichter Sarau mit Strafstoß ahndete. Petyrek behielt die Nerven und schoss das entscheidende 1:3 (90.). Zuvor flog Hannes Görtz mit der Gelb-Roten Karte vom Platz, später auch noch Tim Höhn nach wiederholtem Foulspiel. „Es ist unmöglich, jedes Mal einen 0:2-Rückstand in einen Sieg umzubiegen. Diese Fehler müssen wir abstellen. Die Gelb-Rote Karte gegen Saizew war berechtigt, aber natürlich sehr ärgerlich für uns. In der zweiten Halbzeit kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat alles probiert“, sagte Wolfgang Ruge, sportlicher Leiter des SVN. Glücklich war hingegen OSV II-Trainer Christian Kröger: "Wieder einmal ein riesiges Kompliment an meine junge Mannschaft."

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