Kathi Reimers (l.) wurde mit 33 Saisontoren Torschützenkönigin in der Verbandsliga Süd. ·
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Kathi Reimers (l.) wurde mit 33 Saisontoren Torschützenkönigin in der Verbandsliga Süd. ·

Rückblick: Platz vier für Frauen des TSV Gremersdorf weder Fisch noch Fleisch

Kreispokalsieg das Highlight

GREMERSDORF · Die Frauen des TSV Gremersdorf schlossen die Verbandsliga-Saison mit einem vierten Platz ab.

Unterm Strich vielleicht eine zufriedenstellende Bilanz, doch eigentlich ist dieser Rang weder Fisch noch Fleisch, denn wenn man trotz der beiden Top-Torschützinnen Kathi Reimers (33) und Jannika Niermann (30), die mit Abstand die Torschützenliste der Liga anführen, nur Vierter wird, kann nicht alles richtig gelaufen sein.

Trainer Walter Oeverdieck muss man aber zugutehalten, dass er einige junge Spielerinnen einbauen musste. Das machte sich vor allem in der Abwehr bemerkbar, die nicht immer sattelfest war. Ausgezahlt hat sich auf jeden Fall, dass mit Torfrau Antje Sellmann, eine erfahrene Torhüterin ihren angekündigten Rückzug rückgängig machte, als sich verletzungsbedingt zum Saisonstart ein Torhüterproblem einstellte.

Leichte Abwehrfehler werden zum Verhängnis

Da die leichten Abwehrfehler aber bis weit in die Saison hinein ständiger Begleiter der TSV-Frauen waren, konnte die Oeverdieck-Elf nie wirklich Tuchfühlung zur Verbandsligaspitze aufnehmen, wenngleich jeder Gegner gehörigen Respekt vor den nie auszuschaltenenden Stürmerinnen Kathi Reimers und Jannika Niermann besaßen. Diese beiden waren Teil des offensiven Stils, den die Gremersdorferinnen pflegten. Entscheidendes Rädchen in diesem nach vorne ausgerichteten Mannschaftsgefüge war Tara Brozi, die zur Wegbereiterin fast jeder gefährlichen Offensivaktion wurde. Konnte sie ausgeschaltet werden, fehlte es dem TSV-Spiel an Ideen.

Konnte man mit der Heimbilanz der Oeverdieck-Elf einigermaßen zufrieden sein, waren die Auswärtsauftritte mitunter recht enttäuschend. Ein 1:1 in Struvenhütten und ein 2:7 beim TSV Siems genügen nicht den Anspruch eines Spitzenteams. Und da der TSV kein einziges Spiel gegen die drei Erstplatzierten für sich entscheiden konnte, hat er auch nicht mehr als Platz vier verdient.

Was allerdings möglich ist, wenn alles passt, konnten die Gremersdorfer Mädels dann im Finale des Kreispokals unter Beweis stellen. Hier bezwangen sie die favorisierte SG Ratekau/Strand aus der SH-Liga mit 3:1. ·

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