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Lange Leitung beim Kreisfußballverband

Der Kreisfußballverband Ostholstein ist offenbar noch tief versunken in der Winterpause. Anders ist es nicht zu erklären, dass noch immer keine Nachholspiele angesetzt worden sind.

Die Argumentation von Spielausschussobmann Eckard Gruhn, er habe erst auf die Ansetzung der höherklassigen Ligen warten müssen, um mögliche Dop-pelansetzungen zu vermeiden, zieht einfach nicht: Klaus Schneider, der für die Spielplangestaltung in der Verbandsliga Südost und der SH-Liga zuständig ist, hatte seinen kompletten Plan bereits am 27. Dezember 2010 im DFB-net veröffentlicht.

Jetzt sind mehr als vier Wochen vergangen und auf Kreisebene schauen die Vereine immer noch in die Röhre. Die Verantwortlichen bereiten ihre Teams auf die Rückrunde vor, haben sich um Testspiele bemüht und diese auch rechtzeitig terminiert. Doch diese Bemühungen könnten teilweise für die Katz‘ sein, wenn kurzfristig Nachholspiele aus dem Hut gezaubert werden. Verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber den Vereinen, die Planungssicherheit benötigen, sieht anders aus.

Natürlich führen sämtliche Funktionäre ihre Tätigkeit beim Kreisfußballverband ehrenamtlich aus. Es ist ihnen hoch anzurechnen, dass sie ihre Freizeit opfern, um den Spielbetrieb gewährleisten und den Freizeitkickern ihre Lieblingsbeschäftigung überhaupt ermöglichen zu können. Doch der Verband hat seinen Vereinen gegenüber auch eine Fürsorgepflicht. Schließlich entrichten die Vereine Abgaben und Gebühren.

Es passt einfach nicht zusammen, dass der Kreisfußballverband bei der Spielplangestaltung eine lange Leitung hat, er hingegen mit dem Verhängen von Ordnungsgeldern in der Regel wesentlich schneller bei der Hand ist.

Andreas Höppner

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