Letztes Aufgebot gegen Sarau chancenlos

Lebloser SVN mit 1:7 noch gut bedient

Der zweifache Torschütze Redouane Boumaaza (m.) hatte nicht nur wie in dieser Szene gegen Arne Doormann (l.) und Nils Markmann (r.) leichtes Spiel gegen die überforderte SVN-Abwehr. Foto: Höppner

NEUKIRCHEN (hö) • Mit der am Sonntag gezeigten Leistung gegen den TSV Sarau steht der SV Neukirchen in der Kreisliga vor einem Sturzflug. Nach dem 0:7-Debakel am letzten Wochenende beim SV Fehmarn gab es nun eine 1:7 (0:5)-Klatsche. Der SVN trat zwar stark ersatzgeschwächt an, doch über 90 Minuten wirkte die Elf kraft- und leblos.

Der TSV Sarau konnte gegen völlig überforderte Neukirchener nach Belieben schalten und walten. TSV-Torhüter Julian Marxen hätte die ersten 60 Minuten mit den Ergänzungsspielern auf der Bank auch eine Runde Skat spielen können, das wäre gar nicht ins Gewicht gefallen. So dominat waren die Gäste in der ersten Stunde. Der SVN wurde tief in die eigene Hälfte gedrängt und konnte sich kaum kontrolliert befreien. Immer wieder kamen die Bälle prompt zurück. Sarau kombinierte wie im Training, selbst gegen häufig mit neun Mann den Strafraum verteidigende Neukirchener fanden sie genügend Raum, um die Kugel laufen zu lassen.

Schon in der 7. Minute musste SVN-Torsteher Olaf Ender das erste Mal hinter sich greifen, als er nach einem weiten Flankenball in Höhe des Strafraumes nur ungenau klären konnte und Boumaaza keine Mühe hatte, den Ball zum ersten Mal im Tor zu versenken.

Und weiter ging‘s in Richtung SVN-Tor. Jürgens (12.) traf von der Strafraumgrenze aus der Drehung zum 0:2, da gab‘s für Ender nichts zu halten. Gegen Horstmann (16.) brauchte Ender nicht eingreifen, einen Jürgens-Kopfball (18.) konnte der SVN-Keeper gerade noch an den Querbalken lenken. Nach einem Freistoß an den Außenpfosten, abgegeben von Albrecht (21.), war es schließlich TSV-Oldie Oelbeck (26.), der mit einem Distanzschuss gegen den machtlosen Ender das 0:3 erzielte. Die Besetzung des SVN-Strafraums war damit aber noch nicht beendet. Nachdem Nils Markmann gegen Boumaaza (29.) auf der Torlinie das 0:4 verhinderte, sorgte ein Doppelpack von Jürgens (43., 45.+2), der freistehend einköpfen konnte, für den zu diesem Zeitpunkt sogar noch schmeichelhaften 0:5-Pausenstand.

Als Kröger (46.) nach Wiederanpfiff aus dem Gewühl heraus das 0:6 erzielte, deutete alles auf eine zweistellige Pleite hin. Doch bei den Gästen schlichen sich Nachlässigkeiten ein, sodass die Heimelf nicht mehr dem Dauerdruck ausgesetzt war und ab und zu selbst nach vorn spielen durfte.

Als Nils Engstfeld (61.) den ersten Schuss aufs Sarauer Gehäuse abließ, übte sich Olaf Ender in Sarkasmus: „Jetzt brennt es aber lichterloh im Sarauer Strafraum.“ Im eigenen Strafraum herrschte bereits seit der 1. Minute ein Buschbrand. Das 0:7 ließ nicht lange auf sich warten, Absender: Boumaaza (68.). Völlig überraschend dann der allerdings sehenswerte Ehrentreffer für den SVN. Philip Dietz (70.) setzte einen Freistoß aus rund 35 Metern ins rechte Tordreick. Es war sogar noch ein zweiter Treffer möglich, doch Marxen (81.) hielt gegen Dietz, der in der Schlussminuten auch noch einen Freistoß gegen den Querbalken setzte. Dann war Schluss. SVN-Coach Angelo Sorge war restlos bedient, seine Mannschaft hingegen noch gut bedient mit dem 1:7.

„Ich hoffe, dass Chris Bork und auch Jürgen Busche am nächsten Wochenende in Oldenburg wieder mitspielen können, damit wir nach vorn wieder Alternativen haben“, so Sorge, der eine Woche später gegen Heiligenhafen dann auch wieder Timo Schmidt (zwei Spiele Sperre) einsetzen kann.

SVN: Ender – Riecke – Markmann, Marschall – Carbuhn, Dietz, Schwartz, Doormann (46. Gast), Nölting – N. Engstfeld, Voss.

Beste Spieler: keine.

Schiedsrichter: Nass (Putlos), gut.

Tore: 0:1 (7.) Boumaaza, 0:2 (12.) Jürgens, 0:3 (26.) Oelbeck, 0:4 (43.) und 0:5 (45.+2) Jürgens, 0:6 (46.) Kröger, 0:7 (68.) Boumaaza, 1:7 (70.) Dietz.

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