Oldenburger SV unterliegt im Derby 0:1

Lensahn mit dem Willen zum Sieg

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TSV-Kapitän Ole Knorr (vörn) behielt nicht nur in dieser Szene die Oberhand gegen Mario Markmann.

OLDENBURG (hö) · Die Luft ist raus. Jedenfalls beim Oldenburger SV, für den die Saison in der Verbandsliga Südost gelaufen ist. Im Derby gegen den TSV Lensahn war dem Brunner-Team diese innerliche Haltung deutlich anzumerken, sodass vor 130 zahlenden Zuschauern nach 90 mäßigen Minuten ein nicht unverdientes 0:1 (0:1) zu Buche stand. Die bis zum Schluss fightenden Gäste hatten sich hingegen die drei Zähler im Abstiegskampf mehr als verdient.

Der OSV fand nie richtig ins und auch nicht die Einstellung zum Spiel. Die Lensahner hingegen warfen von Beginn an Kampf in die Waagschale und wurden belohnt. Beim Gastgeber waren zwar Felix Wenn und Philip Nielsen bemüht, Ordnung ins Mittelfeld zu bringen und Druck nach vorn auszuüben, das war aber viel zu wenig, um die bissigen Lensahner entscheidend in Bedrängnis zu bringen, zumal Mario Markmann und Artur Lammert in der Spitze abgemeldet waren. Gästetorwart Karsten Knorr musste nur ein einziges Mal Kopf und Kragen riskieren, als er sich mutig Philip Nielsen (79.) entgegenwarf, sich eine schmerzende Nase abholte, aber den möglichen Ausgleich verhinderte. Ansonsten war Knorr nahezu beschäftigungslos.

Gegentor geht auf Heislers Kappe

Auf der Gegenseite erging es OSV-Keeper Marcel Heisler nicht viel anders. Einen kleinen Unterschied gab es aber doch, denn nach einem sehenswerten Freistoß-Aufsetzer ins lange Eck, abgegeben von Marcel Radzwill (10.), musste Heisler den Ball zum 0:1 aus dem Netz holen. Der Treffer ging auf seine Kappe. Bei einem weiteren Radzwill-Schuss (26.) ins kurze Eck war er jedoch auf dem Posten. Weitere Möglichkeiten sich auszuzeichnen bekam auch er nicht, denn vom lahmen Gästeangriff war nicht viel zu sehen. Doch mit der knappen Führung im Rücken genügte es der Ippig-Elf, das Spiel der Gastgeber mit zum Teil kompromisslos geführten Zweikämpfen zu unterbinden, während der OSV den letzten Einsatz vermissen ließ.

„Die Niederlage geht in Ordnung“, sagte ein nicht allzu enttäuschter OSV-Coach Andreas Brunner nach dem Spiel, denn die Luft sei einfach raus. Im Hinspiel, das der OSV mit 2:0 gewonnen hatte, habe man das Glück auf seiner Seite gehabt, im Rückspiel nun die Lensahner. Bei ihnen war der Jubel nach Spielschluss groß, denn mit dem nahezu letzten Aufgebot waren sie zu drei Big-Points im Abstiegskampf gekommen. Statt Training hat Coach Volker Ippig für Dienstag einen „Pflegetag“ angesetzt, denn schon am Himmelfahrtstag (Donnerstag) geht’s für sein Team weiter mit der Auswärtspartie beim TSV Siems. Der OSV trifft hingegen schon am Mittwoch (19.30 Uhr) auf den FC Dornbreite, ehe es drei Tage später bei den Lübeckern zum Rückspiel kommt.

OSV: Heisler – Schröder, Lindhorst, Hasler, Brandt (77. Schön) – Wenn, Hay, Nielsen, B. Prvetica – Lammert (73. Janner), Markmann.

Beste Spieler: keine.

TSV: K. Knorr – Patzer, Lang, O. Knorr, Dora – Prieß (46. Spiekermann), S. Neuhäuser, Siewert, Myszkowski (46. Grunert) – Radzwill, Köhler (14. Steffen).

Beste Spieler: Lang, Patzer, O. Knorr.

Schiedsrichter: Maronde (TSV Gudow), durchschnittlich.

Tor: 0:1 (10.) Radzwill.

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