Kai Thielmann (r.) im Zweikampf mit dem Lensahner André Kuchel, der noch A-Junioren spielen kann.

Heringsdorf 0:3 im Bezirksliga-Derby

Lensahner Bubis knacken Heimnimbus

Kai Thielmann (r.) im Zweikampf mit dem Lensahner André Kuchel, der noch A-Junioren spielen kann.

Von Andreas Höppner

HERINGSDORF • Im 13. Heimspiel der Saison verlor der SV Heringsdorf im Bezirksliga-Derby gegen den TSV Lensahn durch ein verdientes, wenn auch zu hoch ausgefallenes 0:3 (0:1) seinen Heimnimbus. Bezeichnenderweise kassierte die Jark-Elf gerade gegen diesen Gegner, gegen den es noch nie einen Sieg gab, die  erste Heimpleite. Allerdings kam den keinesfalls berauschend spielenden Gästen entgegen, dass der SVH nur eine Rumpftruppe aufbieten konnte und mit Florian Lange sogar ein Spieler aus der D-Klasse in der Anfangsformation stand.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte sorgte der Lensahner Radzwill (9.) für die frühe Gästeführung, als er einen 25 Meter-Freistoß im Heringsdorfer Netz unterbrachte. Papke-Ersatz Christan Duborg machte dabei eine unglückliche Figur. Eine Chance noch von Siewert (15.), das war’s schon in der ersten Hälfte, in der die Gastgeber ohne Durschschlagskraft blieben. Gegen die Viererkette der Gäs-te war kein Kraut gewachsen. Erst in der Schlussphase konnte sich Marcel Gebert (83.) durchsetzen, sein Kopfball auf Flanke von Timo Rosenthal war aber zu unplatziert.

Entscheidung erst in der Schlussphase

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie aber bereits gelaufen. Die Gäste hatten sich zu Beginn der zweiten Hälfte weit zurückgezogen und versuchten, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Das gelang aber erst in der Schlussphase, als Spiekermann (79.) SVH-Keeper Duborg mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 0:2 überwand. Beim 0:3 brauchte Siewert (86.) nur noch den Fuß hinhalten, nachdem Duborg eine Radzwill-Flanke unterlief und der Youngster im Torraum völlig ungedeckt war.

Überhaupt gab beim Gast der Nachwuchs den Ton an, lediglich Korte und Keeper Karsten Knorr zählten zu den erfahrenen Akteuren, Torjäger Sebastian Knorr fehlte.

Doch auch ohne ihn hatten die Lensahner Bubis leichtes Spiel gegen die Heringsdorfer Notelf. Die Gäste bauten ihre Serie der ungeschlagenen Spiele damit auf 17 aus und der SV Heringsdorf muss im nächsten Jahr einen erneuten Anlauf nehmen, um die Lensahner doch noch bezwingen zu können.

SVH: Duborg – Rosenthal – Thielmann (62. Otto), Molt – Frick, Lange (81. Suhr), Scheibe, Meyer, Fuss – Gebert, Wulff.

Beste Spieler: Rosenthal, Frick.

Schiedsrichter: Pahlke (SV Fehmarn), durchschnittlich.

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