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Felix Wenn (l.) in der für ihn typischen „verschraubten“ Schusshaltung – soeben hat er abgezogen und trifft zum 5:0-Endstand.

Oldenburger SV 5:0 beim VfL Oldesloe – Felix Wenn schießt vier Tore und bereitet das fünfte vor

Mensch, Felix: wennschon – dennschon

OLDESLOE - hö - Der Oldenburger SV schloss in der Verbandsliga Südost die Hinrunde mit einem ungefährdeten 5:0 (4:0)-Erfolg beim VfL Oldesloe ab. Mann des stürmischen Nachmittags im Travestadion war Felix Wenn, der vier Tore zum Sieg beisteuerte, dabei in der ersten halben Stunde einen Hattrick erzielte und an der Vorbereitung des fünften Treffers beteiligt war. Wennschon – dennschon, könnte man sagen, denn zum letzten Mal hatte er am 17. August beim 3:1-Erfolg über Groß Grönau getroffen.

Beim OSV passte vor allem im ersten Spielabschnitt alles zusammen. Er ging äußerst konzentriert und motiviert zu Werke, setzte die mitunter in der Abwehr recht hölzern agierenden Gastgeber von Beginn an unter Druck, was wiederum Fehler im Spielaufbau des VfL provozierte. So leiteten die Oldesloer ihren Untergang durch einen kapitalen Fehler von Christian Biermann selbst ein. Ein Rückpass Biermanns zu seinem Torsteher Florian Höfel geriet viel zu kurz, sodass der aufmerksame Felix Wenn (13.) sich die Lederkugel erlief, den VfL-Keeper umkurvte und zum 0:1 einschob. Die Gastgeber antworteten zwar mit einer halben Chance von Lukas Schacht (14.), doch wenig später war erneut Felix Wenn (18.) zur Stelle. Nach einer Robbes-Ecke köpfte er unbedrängt aus fünf Metern zum 0:2 ein. Das war bereits die Vorentscheidung, denn der VfL fand in der ersten Hälfte nicht mehr statt.

Effektiv vorm Tor des VfL

Die Brunner-Elf diktierte das Spielgeschehen und erwies sich als effektiv vorm Tor des Gastgebers. Nach einem langen Pass von Rico Bork war wiederum Felix Wenn (31.) frei durch und traf zum 0:3. Drei Chancen, drei Tore – ein lupenreiner Hattrick.

Vier Treffer in einem Spiel. Beistand von oben?

Der 28-Jährige hätte fast noch zum 0:4 getroffen, doch nach einem schön vorgetragenen Angriff über Daniel Junge und Christian Robbes semmelte er den Ball aus Nahdistanz in die Wolken (35.) – eine unbedeutende Randnotiz. Schon wenig später betätigte sich Wenn als Vorbereiter, als er Daniel Junge bediente, dieser durchsteckte auf Christian Robbes (40.), der den Angriff mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 0:4 abschloss. Im zweiten Spielabschnitt ließ es die Brunner-Elf etwas ruhiger angehen. Björn Wölk war mit einem leichten Zwicken im Oberschenkel in der Kabine geblieben, und der Rest schien sich schon gedanklich auf den abends anstehenden OSV-Ball eingestellt zu haben. So agierte der Gast in der ersten Viertelstunde etwas unkonzentriert. Der VfL kam zu mehr Spielanteilen, erkämpfte sich einige Ecken, nach denen die OSV-Abwehr nicht immer den sichersten Eindruck hinterließ, doch in dieser Phase der Partie konnte sich der bis dahin beschäftigungslose Torhüter Christopher Kordts gegen Kemal Akin (55.) und Marcel Kupka (57.) mit guten Paraden auszeichnen.

Oldesloer Strohfeuer

Das Oldesloer Strohfeuer war aber ebenso schnell wieder erloschen, wie es gekommen war. Nach einem Drehschuss von Rico Bork (64.) war die Brunner-Elf wieder am Zug, wenn auch nicht so zwingend wie im ersten Spielabschnitt. Das zum Ende des Spiels wieder größer werdende Engagement wurde schließlich mit dem 0:5 belohnt. Torjäger Daniel Junge, der am Sonnabend in die Rolle des Vorbereiters geschlüpft war, erkämpfte sich in der eigenen Hälfte den Ball und bediente den durchstartenden Felix Wenn (78.), der von der Strafraumgrenze unhaltbar zum Endstand abschloss.

Torschütze Felix Wenn und Vorbereiter Daniel Junge (r.) im Freudentaumel.

„Eutin 08 kann kommen“, meinte Björn Wölk unmittelbar nach Spielschluss, denn am kommenden Sonnabend empfängt der OSV den ungeschlagenen Spitzenreiter. Bei den Oldenburgern hofft man, dass zu dieser Top-Partie auch wieder Philip Nielsen und Florian Albrecht dabei sein werden. Nielsen laboriert noch an einer Knieverletzung, Albrecht kämpft noch mit den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung. Sollte der OSV gegen Eutin gewinnen, würde das Dreigestirn an der Spitze der Verbandliga Südost noch enger zusammenrücken. OSV: Kordts – Bork (77. Kargoll), Schröder, Rosenthal, Reise – Robbes, Petyrek – Wenn, Wölk (46. Schön), Kowski – Junge. Beste Spieler: Wenn, Schröder, Robbes, Reise. Schiedsrichter: Dierks (VfR Horst), in Ordnung. Tore: 0:1 (13.), 0:2 (18.) und 0:3 (31.) Wenn, 0:4 (40.) Robbes, 0:5 (78.) Wenn.

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