1:6 gegen Grün-Weiß Siebenbäumen

OSV nach 0:3 ohne Gegenwehr

Alexander Kortz (r.) rackerte viel, doch blieb er im Abschluss unglücklich. Hier verzieht er einen Linksschuss ganz knapp. Foto: Höppner

Von Andreas Höppner OLDENBURG • Der Oldenburger SV schien nach sechs Spielen ohne Niederlage den Blick in die oberen Regionen der Bezirksoberliga richten zu können, nun  musste der OSV gegen Aufsteiger Grün-Weiß Siebenbäumen jedoch erkennen, dass man vorerst kleinere Brötchen backen muss, denn beim 1:6 (0:2) zeigten die routinierten Gäste vor 90 zahlenden Zuschauern der jungen Gosch-Elf ganz deutlich die Grenzen auf.

Dabei konnten sich die Platzherren mit dem ersten Durchgang durchaus zufrieden zeigen. In der ersten halben Stunde hatten sie sogar die besseren Chancen und ein 1:0 oder ein 2:0 wäre nicht unverdient gewesen. Vor allem der beste Oldenburger an diesem Tag – Alexander Kortz – tauchte immer wieder gefährlich vor dem von Ole Oberbeck hervorragend gehüteten Gästetor auf. Im Abschluss fehlte Kortz, der ein großes Laufpensum ablieferte, aber das nötige Quäntchen Glück. So zog er einen Freistoß (7.) knapp vorbei, einen weiteren Freistoß-Hammer (17.) konnte Oberbeck gerade noch aus dem Tordreieck fischen. Kurz zuvor hatten die Gäste auch noch Glück, dass Starke (14.) einen weiten Einwurf von Christian Reise nicht ins eigene Tor köpfte, sondern knapp neben den Pfosten. Die nächste Großchance vergab Besnik Prvetica (26.), der freistehend eine Hereingabe von Kortz verstolperte.

Siebenbäumen vorm Tor viel cleverer

Und wer seine Chancen nicht nutzt, der wird dafür früher oder später bestraft. Eiskalt gingen die Gäste dabei zu Werke. So netzte Krause (34.) bereits die zweite Siebenbäumener Möglichkeit zum 0:1 ein. Wenig später bedrängte er Alexander Hasler (37.) derart geschickt, dass dieser den Ball ins eigene Tor ablenkte zum 0:2.

Vielleicht wäre noch etwas gegangen, wenn ein Linksschuss von Alexander Kortz (41.) sein Ziel nicht um Zentimeter verfehlt hätte und er nach einem Freistoß besser hinter den Ball zum Kopfball (43.) gekommen wäre. So aber blieb es beim 0:2 zur Pause. Und als die Gäste durch einen abgefälschten Schuss von Starke (48.) ihren dritten Treffer erzielten, war es um die Platzherren geschehen.

Die Abwehr, bis gestern die beste der Liga, löste sich ohne Urlauber Marc Gottorf auf wie eine Aspirin-Tablette im Wasserglas und lud die Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Da im Mittelfeld auch jegliche Ordnung fehlte, konnten die Gäste wie im Training dankbar die Kugel laufen lassen und spielend weitere Tore schießen. So schloss Krause (63.) einen sehenswerten Spielzug zum 0:4 ab, während Schlichting (72.) das 0:5 folgen ließ. Nachdem Felix Wenn (75.) per Kopf noch das Ehrentor geglückt war, machte Bremer (90.), mustergültig angespielt von Topel, das halbe Dutzend voll.

„Leider haben wir uns nach dem 0:3 aufgegeben, das darf nicht passieren“, war OSV-Coach Rainer Gosch nach dem Schlusspfiff konsterniert. Zuvor hatte seine Elf in zwölf Spielen 13 Gegentore kassiert, jetzt in einem Spiel sechs. „Das muss ich erst einmal verdauen“, so Gosch gegenüber der HP und verschwand in Richtung Kabine.

OSV: Heisler – Reise, Hasler, Emmrich (45. Höft), Wenn – Schoth, Schlüter (73. Buck), Nielsen, Gerkens – Prvetica, Kortz.

Bester Spieler: Kortz.

Schiedsrichter: Dünow (Stockelsdorf), durchschnittlich.

Tore: 0:1 (34.) Krause, 0:2 (37./ET) Hasler, 0:3 (48.) Starke, 0:4 (63.) Krause, 0:5 (72.) Schlichting, 1:5 (75.) Wenn, 1:6 (90.) Bremer.

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