Oldenburger SV 2:2 beim TSV Trittau

Nach starkem Beginn stark nachgelassen

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Nach seinem Solo wird Felix Wenn (l.), der in dieser Szene den zweiten OSV-Treffer auf dem Pantoffel hat, von Kai Oliver Zimmermann (r.) bedrängt.

OLDENBURG · Der Oldenburger SV zeigte sich zum Auftakt der Saison in der Verbandsliga Südost beim TSV Trittau noch nicht in der Form, die ihn in der Rückrunde der letzten Spielzeit ausgezeichnet hat. So musste sich die Brunner-Elf nach einer über weite Strecken wenig zufriedenstellenden Leistung mit einem 2:2 (2:1) begnügen.

Dabei hatte es in den ersten 20 Minuten noch richtig gut ausgesehen. Trittau wurde kaum Luft zum Atmen gegeben, denn die komplette Mittelfeldreihe attackierte schon in der gegnerischen Hälfte, sodass der Gastgeber kaum Anspielstationen fand und zu Fehlern gezwungen wurde. Und gleich den ersten nutzte Neuzugang Chris Bork eiskalt aus. Timo Rosenthal hatte einen Freistoß von der linken Strafraumgrenze aufs Tor gezogen, TSV-Torwart Dennis Stach bekam den harmlosen Ball nicht unter Kontrolle und Chris Bork (9.) stocherte erfolgreich nach zur OSV-Führung.

In der Folgezeit blieb die Brunner-Elf dran und hätte durch Felix Wenn durchaus für die Vorentscheidung sorgen können. So nahm er gleich zwei Mal (14., 15.) einen Pass in die Tiefe auf, lief allein auf TSV-Keeper Stach zu, doch der Trittauer Torsteher hatte in beiden Fällen das bessere Ende für sich. „Bei einer 3:0-Führung wäre das Spiel gelaufen gewesen“, so Brunners Überzeugung nach dem Spiel.

Tim Lessau (l.) kann den Oldenburger Neuzugang Eric Prieß vorm eigenen Strafraum erfolgreich abgrätschen.

Nach den vergebenen „Hundertprozentigen“ war‘s wie abgeschnitten beim OSV. Kein Druck mehr nach vorn, zu große Freiräume für den Gastgeber und – besonders auffällig, weil ungewohnt: Abstimmungsschwierigkeiten in der Viererkette. Der TSV Trittau witterte seine Chance, kam ins Spiel und durch Tim Lessau (36.) zum 1:1, das sich angedeutet hatte. In der 45. Minute rettete OSV-Torwart Marcel Heisler in höchster Not gegen Tobias Gawor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann doch noch die TSV-Führung, als die Gastgeber mühelos einen Heisler-Abschlag an der Mittellinie abfingen, Johnsen Janek Wrede (45.+2) bediente und dieser zum 2:1 einschoss.

Im zweiten Spielabschnitt verflachte die Partie mehr und mehr. Der OSV brachte zwar mit Kai-Uwe Konrad und Chris Köhler zwei frische Offensivkräfte, doch die Angriffsbemühungen blieben harm- und hilflos. Da die Stormarner auch nicht viel fürs Spiel taten und eher passiv auf ihre Chance zum möglicherweise entscheidenden dritten Treffer warteten, sank der Unterhaltungsfaktor des Spiels beträchtlich.

In der 80. Minute bekam der Gastgeber schließlich seine Chance zum dritten Treffer, doch Alexander Beis verstolperte im OSV-Strafraum. In der Schlussphase wurde die Brunner-Elf dann noch einmal etwas munterer. Und mit dem doch etwas überraschenden Ausgleich durch Marcel Schröder (85.), der im Fünfer abstaubte, wurde der OSV wenigstens noch mit einem Punkt belohnt. In der Nachspielzeit wäre Schröder (91.) nach einer Konrad-Flanke per Kopf fast noch der Siegtreffer geglückt, doch das wäre des Guten zu viel gewesen.

„Ich kann mit dem Punkt leben“, zeigte sich Andreas Brunner nach dem Spiel bedingt zufrieden. Seiner Elf seien in der zweiten Hälfte einfach zu viele Fehler unterlaufen. Diese gilt es nun schnell abzustellen, denn schon am Mittwoch (10. August) steht mit der Partie gegen Eutin 08 der zweite Spieltag auf dem Programm.

OSV: Heisler – Schön (74. Kowski), Schröder, Lindhorst, Brandt – Hay (54. Konrad), Rosenthal, Wenn, Nielsen, Prieß – Bork (63. Köhler).

Beste Spieler: Prieß, Hay.

Gelb-Rote Karte: (85.) Prehn (Trittau), wiederholtes Foulspiel.

Schiedsrichter: Lahann (SV Sülfeld), durchschnittlich.

Tore: 0:1 (9.) Bork, 1:1 (36.) Lessau, 2:1 (45.+2) Wrede, 2:2 (84.) Schröder. · hö

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