Holpriges 3:2 der Klinckhamer-Elf gegen MTSV Olympia Neumünster II / Kassner trifft zum 1:0

Niermann erlöst TSV Gremersdorf

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Christin Kullick (r.) kommt angeflogen, um Kathi Reimers beim Torschuss zu bremsen.

GREMERSDORF · Mit einem wenig überzeugenden 3:2 (2:1)-Erfolg über den MTSV Olympia Neumünster II stolperten die Frauen des TSV Gremersdorf in die neue Saison. Um die im Vorwege von Trainer Dietrich Klinckhamer ausgegebenen Zielsetzung, in der Verbandsliga Süd eine gute Rolle spielen zu wollen, erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es jedoch noch einer großen Leistungssteigerung.

Die Laufbereitschaft ohne Ball ließ im Auftaktspiel stark zu wünschen übrig. Kampf konnte man dem TSV nicht absprechen, doch im Passspiel fehlte es zu häufig an der Genauigkeit. Selbst nach der frühen Führung durch Antja Kassner (9.), die zum 1:0 abstaubte, fehlte es an der Sicherheit. Im Abwehrverhalten ließ man häufig die letzte Konsequenz vermissen, sodass sich die Ligaspielerinnen der Gäste, Gesa Lewinske und Sascia Markstein, immer wieder gut in Szene setzen durften. Mitte der ersten Hälfte dann aber zwei schöne Angriffe der Gastgeberinnen. Beim ersten vergab Astrid Piegenschke (26.) noch aus Nahdistanz, beim zweiten nutzte Jannika Niermann (27.) ein schönes Anspiel von Astrid Piegenschke mit einem noch schöneren Heber zum 2:0. Doch lange freuen konnte sich der TSV nicht, denn Markstein (30.) erzielte mit ihrer dritten Großchance den 2:1-Anschlusstreffer.

Im zweiten Spielabschnitt kam auf beiden Seiten wenig Spielfluss auf. Die ohne Ergänzungsspielerinnen angetretenen Gäste bauten kräftemäßig ab, doch bis auf einen nicht konsequent abgeschlossenen Angriff, bei dem Kathi Reimers (64.) ein Zuspiel von Astrid Piegenschke verpasste, brachte der TSV den Gast kaum in Verlegenheit. Dafür half man wenig später hinten kräftig nach und ermöglichte Markstein (65.) den Ausgleich. Zum Schluss rettete schließlich Jannika Niermann ihrem Team die drei Punkte. Zunächst ließ sie einen Kracher aus 22 Metern los, doch der Ball klatschte an den linken Innenpfosten, sprang an den rechten Posten und von dort zurück ins Spielfeld (78.) – das war großes Pech. Nach einem Zuspiel von Jana Nielsen war sie dann aber da, um zum 3:2 (81.) einzuschießen.

Ein schwer erkämpfter Sieg, der zudem noch sehr teuer bezahlt werden musste, denn Astrid Piegenschke (83.) knickte mit dem Knöchel um und musste mit Verdacht auf Bänderriss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Verständlich, dass die Freude über den ersten Dreier recht verhalten ausfiel.

TSV: Sellmann – Losch – Kahl, Bösherz – Carbuhn, Albrecht, Hintz, Kassner, Piegenschke – Niermann, Reimers. Eingew.: Stoltenberg, Sievers, Nielsen.

Beste Spielerinnen: Kahl, Kassner, Niermann.

Schiedsrichter: Löcke (SV Fehmarn), mäßig.

Tore: 1:0 (9.) Kassner, 2:0 (27.) Niermann, 2:1 (30.) und 2:2 (65.) Markstein, 3:2 (81.) Niermann. · hö

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