SV Fehmarn musste in Rönnau acht fehlende Spieler ersetzen – Dann auch noch auf Kunstrasen

0:3 – „Not-Elf“ hatte keine Chance

Raphael Ackermann (l.) im Einsatz beim 0:3 des SVFehmarn in Rönnau. In der kommenden Saison wird er Spielertrainer beim Kreisligisten SV Großenbrode.

Von Heiko WittBURG • Es war ein Spiel, das man über die Runden bringen musste. Mehr war nicht möglich. Eine absolute „Not-Elf“ des SV Fehmarn unterlag am Sonntag auf Kunstrasen beim SC Rönnau 74 ohne jede Siegchance mit 0:3 (0:3).

Wo waren nur die ganzen Spieler des SV Fehmarn? Verletzungen, Urlaub, Dienst, kurzfristige Absagen (Trainer Schaumann: „Wegen Durchfall“) – insgesamt waren acht Mann nicht dabei. Von den verletzten Spielern war aber auch keiner zur moralischen Unterstützung der Kameraden die weite Auswärtsfahrt angetreten. So galt es für das verbliebene Grüppchen von der Insel, im Prinzip die halbe 2. Mannschaft, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen.

Es gab eine Menge Szenen, bei denen der auch noch nasse Kunstrasen eine entscheidende Rolle spielte. Rönnaus Schlitzohr Mike Baaske brachte einen 22-m-Freistoß als Aufsetzer an, der plötzlich enorm schnell wurde und SVF-Torwart Florian Koehn überraschte – das haltbare 1:0 (16.). Es stand bereits 3:0 und das Spiel war in der zweiten Hälfte, als der SV Fehmarn einen Elfmeter erhielt. Doch Mathias Anders, der auch gefoult worden war, rutschte beim Schuss aus und so konnte Rönnaus junger Keeper Oliver Heering parieren (52.). Und dann rutschte Florian Koehn unglücklich mit Rönnaus Philip Rieken zusammen (57.), der durchzog, obwohl der Schieri längst  Abseits gepfiffen hatte. Koehn wurde mit schwerer Schienbeinprellung gegen Haye ausgetauscht (60.).

Vor allem in der ersten Halbzeit lebte Rönnau 74 von dem Vorteil, sich mit dem nassen Kunstrasen natürlich auszukennen. Nach dem Führungs-tor wurden die Gastgeber sicherer in ihren Aktionen. Selten gelang es ihnen allerdings, klare Torchancen herauszuspielen. Dem 2:0 war mal eine schöne Kombination vorausgegangen, doch es fiel dann erst nach einem Foulspiel des ungestümen und unerfahrenen Niko Hinz gegen Patrick Bordelo. Den Elfer verwandelte Mike Baaske (24.). Und mit einem weiteren Freistoß erhöhte Kapitän Jonas Bibo auf 3:0 (45.).

Der SV Fehmarn bekam lange Zeit kaum ein Bein auf die Erde. Aufrücken durfte man meist nur, wenn vorne Marco Görl mal gefoult wurde. Ein Kopfballtor von Frank Tornau nach Treimer-Flanke wurde wohl zurecht wegen Abseitsposition abgepfiffen (30.). In der 49. Minute ging der frische Patrick Schuwirt auf links durch, doch Tornau bekam den Ball in der Mitte nicht unter Kontrolle. Mathias Anders hatte gute Chancen in der 40. und 61. Minute, verzog jedoch beide Male knapp.

Rönnau verwaltete in Halbzeit zwei nur noch das Ergebnis (zum Glück für den SV Fehmarn) – und die Mannschaft von Trainer Jens-Uwe Schaumann („uns fehlten zuviele Spieler, aber in der zweiten Hälfte war eine Steigerung zu erkennen“) kam plötzlich immer besser ins Spiel. Nun lief der Ball auch mal über mehrere Stationen. Doch es gab natürlich auch Räume für Rönnauer Konter, die ungenutzt blieben.

Verlassen wird den SV Fehmarn zum Saisonende Raphael Ackermann, er wird Spielertrainer beim SV Großenbrode (weiterer Bericht folgt).

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