Oldenburger SV verliert erstes Saisonspiel in der Oberliga mit 1:4 gegen Bordesholm

„Wir haben Lehrgeld bezahlt“

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Die Bordesholmer Angreifer forderten Marcel Schröder (l.) und Mats Klüver (r.) auf ganzer Linie.

Oldenburg -ra- Der Oldenburger SV ist am Sonnabendnachmittag mit einer 1:4 (0:2)-Niederlage in die Oberliga-Saison gestartet. Auf heimischem Platz machte es der Aufsteiger dem TSV Bordesholm zu einfach. „Wir haben Lehrgeld bezahlt und zu leichte Gegentore kassiert“, sagte OSV-Trainer Florian Albrecht nach der Partie.

Bei sommerlichen Temperaturen verkauften sich die Oldenburger, die von ihrem neuen Kapitän Kevin Wölk aufs Feld geführt wurden, zu Beginn teuer und hatten mehr vom Spiel. Die Bordesholmer warteten dagegen erst einmal ab und waren bei Kontern brandgefährlich. Die erste Chance der Partie besaß Freddy Kaps in der vierten Minute, der knapp am Gästewort scheiterte. Nach rund 15 Minuten wurde Bordesholm besser und näherte sich mit ersten Tormöglichkeiten langsam an. OSV-Torwart Felix Prokoph konnte sich zwei Mal auszeichnen (14./17.). Während Daniel Junge auf der Gegenseite fast die Führung für den OSV gelungen wäre (18.), schlugen die Gäste drei Minuten später kaltschnäuzig zu. Mika Jöhnck setzte sich geschickt durch und traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 0:1 (21.).

Der Oldenburger SV schüttelte sich kurz und versuchte in der Folgezeit, auf den Ausgleich zu drücken. Doch die gefährlicheren Möglichkeiten besaßen die Gäste, die Felix Prokoph alles abverlangten. Mit einem Fernschuss erzielte der letztjährige Tabellenachte der Oberliga schließlich das 0:2 (33.). Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren verbessert. Sie machten nun mehr Druck und sorgten dafür, dass die Bordesholmer nervöser wurden. Es dauerte allerdings bis zur 68. Minute, ehe Danny Cornelius per Dropkick nach einer Ecke der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Nur eine Minute später dann die wohl spielentscheidende Szene: Daniel Junge hatte sich auf der rechten Seite schulbuchmäßig durchgetankt, auch die Flanke schlug er perfekt auf den völlig frei stehenden André Petersen. Dieser hätte den Ball aus zehn Metern nur noch einschieben müssen, stattdessen tunnelte er sich beim Schussversuch selbst. „Das muss das sichere 2:2 sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir dann nicht als Verlierer vom Platz gegangen wären“, sagte Coach Florian Albrecht.

Doch so kam es, wie es kommen musste. Durch einfache Fehler der Hausherren zog der TSV mit zwei weiteren Treffern (78./86.) auf 1:4 davon. Zu allem Überfluss verletzte sich Marcel Schröder in der Schlussphase noch. Nach einer längeren Behandlungspause konnte der Abwehrchef der Oldenburger nicht mehr weiterspielen.

OSV: Prokoph – Irmler (88. Haye), Schröder (78. Müller), Freund, Severin (62. Petersen) – K. Wölk, Klüver, Janner, Cornelius – Junge, Kaps. Bester Spieler: Prokoph (1.HZ). Schiedsrichter: Kawen (VfL Bad Schwartau), an ihm lag die Niederlage nicht. Tore: 0:1 (21.) Jöhnck, 0:2 (33.) Bandholt, 1:2 (68.) Cornelius, 1:3 (78.) Mohr, 1:4 (86.) Jöhnck.

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