Oldenburgs bester Torjäger wird zum Albtraum von Phönix Lübeck

Daniel Junge ist nicht zu stoppen

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Björn (l.) und Kevin Wölk (r.) leisteten in der Oldenburger Defensive hervorragende Arbeit.

OLDENBURG -ra- Der Oldenburger SV hat das erste von zwei Spitzenspielen in der Landesliga Holstein für sich entschieden. Dank einer bärenstarken Leistung hat sich die Mannschaft von Coach Andi Brunner mit 4:1 (2:0) gegen Phönix Lübeck durchgesetzt und damit den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Nun kommt es Sonnabend zum ultimativen Topspiel gegen Tabellenprimus Preußen Reinfeld.

Nicht zu halten war Sonnabendnachmittag Torjäger Daniel Junge, der seine Rotsperre abgesessen hatte und wie entfesselt aufspielte. Drei Treffer standen nach Spielende auf seinem Konto, das vierte Tor servierte er Danny Cornelius mit einem perfekten Zuspiel auf dem Silbertablett.

Die Oldenburger waren bei sommerlichen Temperaturen vor 150 zahlenden Zuschauern von Beginn an das dominantere Team. Die erste Chance des Spiels vergab Danny Cornelius (6.), auch Kevin Wölk hatte kein Abschlussglück (12.). Dann klingelte es zum ersten Mal im Phönix-Tor: Mit einem Haken vernaschte Daniel Junge seinen Gegenspieler und schoss den Ball präzise in die lange Ecke –1:0 (15.). Auf dem Führungstreffer ruhten sich die Oldenburger in den folgenden Minuten keineswegs aus, sondern spielten weiter druckvoll nach vorne. Cornelius traf in der 19. Minute nur die Latte, doch nur wenige Augenblicke später war erneut Daniel Junge zur Stelle. Der aufgerückte Linksverteidiger Lucas Irmler flankte in die Gefahrenzone, im Nachsetzen stocherte Junge den Ball zum 2:0 über die Linie (20.).

Von den Gästen aus Lübeck kam dagegen erschreckend wenig. Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe sie zu ihrer ersten gefährlichen Szene kamen. Zuvor ließ die gute OSV-Abwehr rein gar nichts anbrennen. Auf der Gegenseite wäre Julian Brauer kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Kopfball fast das vorentscheidende 3:0 geglückt (44.), doch Phönix-Torwart Eric Schlomm war auf dem Posten.

Nach der Pause ließen die Lübecker erstmals erahnen, warum sie wochenlang auf Platz zwei der Landesliga standen und erster Verfolger von Spitzenreiter Reinfeld waren. Sie drängten auf den Anschlusstreffer, waren im Abschluss aber nicht präzise genug. Die Oldenburger gaben mit einem Kontertor von Daniel Junge genau die richtige Antwort und zogen dem Gegner endgültig den Zahn – 3:0 (57.). Nur sieben Minuten später bediente Junge den mitgelaufenen Danny Cornelius, der zum 4:0 einnetzte (64.). Die Gäste aus der Hansestadt kamen nach einem Freistoß nur noch zum 4:1 (66.), danach klang das Spitzenspiel, das am Ende keines war, weil Phönix schlichtweg nicht auf Augenhöhe agierte, in Ruhe aus.

Trainer Andi Brunner sprach nach Abpfiff von einem hochverdienten Sieg. Die Konzentration gelte ab sofort dem Spitzenspiel am Sonnabend. Fakt ist, dass sich der OSV in dieser Form in Reinfeld nicht verstecken braucht.

OSV: Prokoph – Böhme, Freund, B. Wölk, Irmler – Janner, K. Wölk, Cornelius (66. Kränzke), Brauer, Klüver (82. Petersen) – Junge (85. Görtz). Beste Spieler: Junge, Cornelius und Irmler ragten aus einer geschl. Mannschaftsleistung heraus. Schiedsrichter: Koch (TSV Süderbrarup), gut. Tore: 1:0 (15.), 2:0 (20.) und 3:0 (57.) Junge, 4:0 (64.) Cornelius, 4:1 (66.) Beyer.

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