Verbandsligist entscheidet das Finale gegen Oldenburger SV mit 1:0

TSV Pansdorf neuer Hallen-Kreismeister

Hallen-Kreismeister 2008: Verbandsligist TSV Pansdorf. Foto: Kröger

OLDENBURG (kr)  • Verbandsligist TSV Pansdorf ist neuer Hallen-Kreismeister des Kreisfußballverbandes Ostholstein. Mit 1:0 setzte sich die Truppe von „Otto“ Henck im Finale gegen den Ligakonkurrenten Oldenburger SV durch. Die Pansdorfer treten damit die Nachfolge von Vorjahressieger SV Heringsdorf an. Die Jark-Elf wurde Dritter durch ein 2:1 im kleinen Finale gegen die SpVgg. Putlos.

„Hauptsache, es verletzt sich keiner, und es fliegt keiner runter“, so Andreas Brunner, Trainer des Oldenburger SV, der schon mit kleinen „Erfolgen“ zufrieden gewesen wäre. Karsten Jark vom Titelverteiger SV Heringsdorf gab optimistisch den Finalrundeneinzug als Ziel aus. Unterschiedlicher hätten Zielsetzungen nicht sein können. Dennoch, oder auch gerade deshalb: Die Kreismeisterschaft in der Oldenburger Großsporthalle war wieder ein großer Publikumsmagnet. An beiden Tagen erreichte man annähernd 750 Zuschauer. Leider entstand aufgrund der einseitig verlaufenden Vorrundenspiele am Sonnabend nicht die richtige Budenzauberstimmung. So verwunderte es kaum einen Besucher, dass in den Quali-Runden fast ausnahmslos die jeweiligen Favoriten durchmarschieren konnten.

In der Gruppe A reichte dem Titelverteidiger SV Heringsdorf eine Durchschnittsleistung, um sich gegen die ebenfalls qualifizierten Wohlert-Kicker von der SpVgg. Putlos zu behaupten. Ohne jede Chance blieben die beiden B-Klassen-Vertreter TSV Gnissau und der Harmsdorfer SV. Zeitgleich waren die Mannschaften der Gruppe B am Start. Jedoch blieben hier die Kicker des SV Großenbrode und des SV Hansühn (beide Kreisklasse A) gegen die beiden weit höher angesiedelten NTSV Strand 08 (SH-Liga) und den späteren Triumphator TSV Pansdorf ohne jeden Hoffnungsschimmer. Der SVG dominierte lediglich im letzten bedeutungslosen Spiel gegen den Klassennachbarn Hansühn deutlich und behielt mit 4:0 die Oberhand.

Fragwürdig die Zusammenstellung der Quali-Gruppe C, in der sich die Überraschung der Vorrunde – B-Klassist SV Schashagen-Pelzerhaken – ohne Punktverlust durchsetzen konnte. Vor allem Kai Müller überragte mit seinem Spiel. Ohne Verbandsligist eine eher leichte Gruppe und dennoch ausgeschieden: Ein peinliches Vorrunden-Aus ereilte die Warderstädter vom TSV Heiligenhafen, die neben Schashagen-Pelzerhaken auch noch den Ligakonkurrenten MTV Ahrensbök vorbeilassen mussten. Ein schwaches Debüt von Neu-Trainer Dirk Zduneck auf der Bank, der nur Keeper Pascal Diouri in guter Form verfolgen konnte.

Erst abends entstand dann endlich Spannung in der Bude: Der Lokalmatador vom Oldenburger SV stieg in Gruppe E in die Vorrunde ein und zog locker in die Endrunde ein. OSV-Coach „Andi“ Brunner überraschte viele, indem er Alexander Kortz ins Gehäuse stellte. So machte Brunner aus der Not eine Tugend, da Stammkeeper Marcel Heisler derzeit im Urlaub weilt. Gegen unterklassige Gegner wie dem FC Dänschendorf – der „handgebremste“ OSV gewann gegen den FCD 9:0 – aus der D-Klasse Nord brannte nichts an. Selbst der mitqualifizierte und zweitplatzierte RSV Landkirchen kassierte gegen Reise, Nielsen und Kollegen eine deftige 0:5-Packung.

In der anderen Gruppe D zeigten die Kicker des Kreisligisten vom SV Neukirchen eine Topleistung und zogen am Verbandsliga-Vertreter von Eutin 08 in der Tabelle vorbei.

Neben Oldenburgs Besnik Prvetica und dem Pansdorfer „Hallenzauberer“ Sinisa Galusic war Neukirchens Timo Schmidt der Mann der Vorrunde. Gegen Schmidts Mannschaft blieb der TSV Gremersdorf ohne Chance aufs Weiterkommen, trotz zweier Siege gegen hoffnungslos unterlegene Mannschaften des FC Riepsdorf und des SV Kasseedorf.

Die Pflicht war getan, zehn Finalisten standen fest. Diese sorgten am Sonntag für spannende Spiele mit vielen Torraumszenen und schnellen Kombinationen, also für wahre Leckerbissen im Vergleich zur samstäglichen Schonkost. Am besten kombinierten sich die beiden späteren Finalisten vom OSV und vom TSV Pansdorf durch die Endrunde. Gleich zu Beginn setzte der Gastgeber mit einem 7:0 gegen den SV Schashagen-Pelzerhaken eine heftige Duftmarke. Andere Mitfavoriten taten sich da schon schwerer. Der höher eingeschätzte NTSV Strand 08 blieb in der Endrunde in der Gruppenphase hängen und musste sich letztlich mit Platz fünf begnügen. Noch mehr enttäuschte Verbandsligist Eutin 08 als Gruppenvierter ohne Endrundensieg. Leider nicht an die Qualifikation anknüpfen konnte der SV Neukirchen, der ebenfalls Vierter der Parallelgruppe wurde und früh ausschied. Nach meist spannenden, zum Teil aufgeladenen Spielen setzten sich in den Gruppenspielen letztlich die topgehandelten Vertreter durch. Neben weiterhin souveränen Oldenburgern zogen der SV Heringsdorf und in der Parallelgruppe der TSV Pansdorf sowie etwas überraschend die SpVgg. Putlos – mit einem und spielfreudigen Sven Friske – in die Vorschlussrunde ein. Einseitig blieb hier das Derby, in dem der OSV Putlos locker und leicht mit 2:0 eliminierte. Die Dannauer konnten nicht an ihre Sternstunde von vor einem Jahr anknüpfen, als sie in der Finalrunde dem „großen“ OSV nach 3:2-Führung erst in der letzten halben Minute noch 3:4 unterlagen.

Spannender da schon das zweite Halbfinale: Der SVH mit seinem besten Spieler Björn Wölk unterlag nach Verlängerung taktisch top eingestellten Pansdorfern letztlich etwas zu deftig mit 2:5. Für die Jark-Kicker blieb letztlich Platz drei durch ein 2:1 gegen Putlos im kleinen Finale.

Den für viele überraschenden Durchmarsch des Oldenburger SV ins Endspiel stoppte dann aber der Pansdorfer Danny Wenzke nach fünf Minuten im Endspiel, der damit seine Mannschaft zum mehr als würdigen Nachfolger des SV Heringsdorf machte. Oldenburgs Besnik Prvetica war mit elf Treffern bester Torschütze, ein kleiner Trost für das verlorene Endspiel.

Nach einer überaus fairen Hallenmeisterschaft, in über 60 Spielen gab es keine Roten Karten und nur sieben Zeitstrafen, zog KFV-Vorsitzender Egon Boldt ein zufriedenes Schluss-Resümee und unterstrich in seiner Abschlussrede im Beisein von Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt, dem OSV-Vorsitzenden Heiko Struck und dem Landrat Reinhard Sager die Bedeutung der Veranstaltung für den Fussball auf Kreisebene. Auch in den kommenden Jahren plane der KFV OH, so Boldt, diese Veranstaltung.

Das HP-Team der Hallenmeisterschaft:

Alexander Kortz (OSV) – Sven Friske (Putlos), Timo Schmidt (SVN), Björn Wölk (SVH), P. Nielsen (OSV).

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