Heiligenhafen musste in Pönitz zittern

Platz zwei nach 4:3 fest im Visier

Andreas Bahr (r.) lässt Rösner (l.) stehen und kann für den TSV Heiligenhafen ungehindert das 0:3 einleiten.

Von Andreas HöppnerHEILIGENHAFEN • Mit einem knappen 4:3 (2:0)-Erfolg bei der SVg. Pönitz verbuchte der TSV Heiligenhafen drei wichtige Zähler im Kampf um Kreisliga-Platz zwei, der zur Bezirksliga-Relegation berechtigt. Ein Sieg noch aus den letzten drei Spielen in Großenbrode, gegen Eutin und in Ahrensbök, dann ist es geschafft.

Platzverweis für Andreas Bahr

Dabei sah es bei einem schwachen Gastgeber lange Zeit nach einem Spaziergang aus. Doch Undiszipliniertheiten nach zugegebenermaßen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen brachten den Dreier in der Schlussphase noch einmal in Gefahr. So sah zunächst Maik Lindhorst (75.) Gelb-Rot wegen Reklamierens und Andreas Bahr (88.) ganz Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Über eine Stunde hatte der TSV die Partie fast nach Belieben dominiert, nachdem er frühzeitig in Führung gegangen war. Zunächst bediente Tim Ruland den freistehenden Enis Gashi (2.), der keine Mühe hatte, die Lederkugel zum 0:1 über die Torlinie zu drücken. Dann zog Tim Ruland (8.) einfach mal aus 25 Metern ab und der Ball schlug über SVg.-Keeper Törger zum 0:2 im Pönitzer Kasten ein – zwei Schüsse aufs Tor, zwei Tore.

Auch in der Folgezeit blieben die Heiligenhafener am Drücker gegen ein Pönitzer Team, das am Vorabend noch ausgiebig die Hochzeit ihres Teamkameraden Martin Mielczarek gefeiert hatte. Die Nachwirkungen waren unverkennbar. So kamen die Warderstädter nach gut einer halben Stunde zu fünf glänzenden Einschussgelegenheiten im Minutentakt. Doch Tim Ruland und auch Enis Gashi brachten das Spielgerät nicht im Tor unter.

Im zweiten Spielabschnitt schien sich gar ein Debakel für die Gastgeber anzudeuten, als Zimmer (49.)  einen Schuss von Sven Reiner ins eigene Tor ablenkte und Enis Gashi (60.) auf Zuspiel von Florian Sachau auf 0:4 erhöhte.

In der Schlussphase brachte sich der TSV dann aber beinahe noch um einen verdienten dreifachen Punktgewinn. Der Kopfballtreffer von Heise (69.) zum 1:4 schien zunächst noch ein Betriebsunfall zu sein. Nach dem 2:4 von Rösner (76.), der einen mehr als zweifelhaften indirekten Freistoß aus acht Metern versenkte, begann jedoch das Zittern, zumal Maik Lindhorst nicht mehr dabei war.

Richtig eng wurde es dann ab der 88. Minute, als der Unparteiische nach einem Rempler von Andreas Bahr auf Strafstoß entschied. Bahr konnte es kaum fassen, teilte dies dem Schiedsrichter in offenbar nicht angemessener Weise mit und musste dafür gehen – Rot. Den Strafstoß verwandelte Michalsky (89.) sicher zum 3:4. Mit neun Mann wurde der Erfolg dann über die Bühne geschaukelt.

TSV:Kohlscheen – Lindhorst – Sachau, Ruge – Jogszys, Seifert (86. Riecke), Reiner, Bahr, Ruland – Gashi, D. Senger. Beste Spieler: D. Senger, Sachau, Kohlscheen, Jogszys. Gelb-Rote Karte:(75.) Lindhorst (Heiligenhafen), wegen Reklamierens. Rote Karte: (88.) Bahr (Heiligenhafen), wegen Schiedsrichterbeleidigung. Schiedsrichter: Dautz (Sarau), mäßig. Tore: 0:1 (2.) Gashi, 0:2 (8.) Ruland, 0:3 (49./ET) Zimmer, 0:4 (60.) Gashi.

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