Nach 8:0 gegen SVg. Pönitz und 4:4 beim TSV Sarau geht es für die Zorndt-Elf beim OSV II um alles

Putlos ist bereit für das Endspiel

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Da darf lautstark gejubelt werden: Rune Jäkel (hinten) sowie Sven Prieß und Andreas Büttner (r.) feiern das 1:0 der SpVgg. gegen Pönitz.

DANNAU (hö/kr) · Die SpVgg. Putlos hat sich am Pfingstsonnabend durch ein in der Höhe sensationelles 8:0 (3:0) gegen eine schwache SVg. Pönitz die Möglichkeit erarbeitet, in der Kreisliga aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen. Die Gastgeber taten sogar noch etwas für ihr Torverhältnis, während die Gäste froh sein durften, nicht zweistellig verloren zu haben. Nun geht es am Sonntag beim Nachbarn Oldenburger SV II um alles.

Die Pönitzer agierten zunächst nach vorn gar nicht einmal so ungefährlich, doch die Abwehr glich einem Torso. So hatten die kompakt stehenden Putloser leichtes Spiel. Die frühe Führung gab zusätzliches Selbstvertrauen. So traf zunächst Andreas Büttner (9.) nach Zuspiel von Sven Prieß zum 1:0, ehe Rune Jäkel (16.) nach einem Solo von Mehdi Ammar den Ball zum 2:0 über die Linie beförderte. Die Antwort der Gäste war nur ein Strohfeuer. Thode (17.) schoss knapp vorbei, Jens Reise rettete gegen Bubbers (19.).

Danach spielte nur noch die Zorndt-Elf. Mehdi Ammar (23.) holte sich nach einem Lattenkracher zunächst Szenenapplaus ab, dann scheiterte er an Pönitz-Keeper Törper (28.). Den anschließenden Eckball netzte schließlich Rune Jäkel (29.) mit einem wuchtigen Kopfball zum 3:0 ein.

Im zweiten Spielabschnitt brach Pönitz dann gänzlich ein. Mehdi Ammar erhöhte mit einem Kopfball (47.) und im Nachsetzen (55.) schließlich auf 5:0. Mit der Einwechslung von Benni Roski, der sich mit einem Super-Tor (56.) aus spitzem Winkel prächtig einführte, wurde der Druck noch größer. Das Aluminium (Ammar, 62.) und Törper (58., 64.) verhinderten vorerst das 7:0, das schließlich Olaf Schlüter (73.) mit einer direkt verwandelten „Freistoß-Granate“ erzielte. Zuvor war Mantey (72.) nach einer Notbremse vom Platz gestellt worden. Das muntere Scheibenschießen ging weiter, aber erst Mohamed Amine (87.) fand im Nachschuss die Lücke zum 8:0.

Während die Gastgeber durch eine engagierte und geschlossene Mannschaftsleistung überzeugten, hinterließen die Gäste einen katas-trophalen Eindruck. „Wir haben ohne acht gespielt“, so Pönitz-Trainer Dennis Rosenlöcher ein wenig entschuldigend. Während in Pönitz das Saisonende herbeigesehnt wird, scheint die Zorndt-Truppe im letzten Moment noch einmal Fahrt aufzunehmen.

Putlos: Crone – Schlüter – Reise (55. Amine), A. Roski – Pikelj, Prieß, Jäkel, Ruge, Büttner – Stefoudis (50. B. Roski), Ammar (85. Liebe).

Beste Spieler: Ammar, Prieß, Jäkel.

Rote Karte: (72.) Mantey (Pönitz), nach Notbremse.

Schiedsrichter: Gradert (SV Göhl), gut.

Tore: 1:0 (9.) Büttner, 2:0 (16.) und 3:0 (29.) Jäkel, 4:0 (47.) und 5:0 (55.) Ammar, 6:0 (56.) B. Roski, 7:0 (73.) Schlüter, 8:0 (87.) Amine.

Einen etwas überraschenden Punktgewinn verbuchten die Zorndt-Schützlinge auch mit dem 4:4 (2:3) beim TSV Sarau. Hier hatte Olaf Schlüter in der Schlussminute mit einem verwandelten Strafstoß zum Ausgleich für eine weitere Jubelarie gesorgt. In der Anfangsphase war davon aber noch nicht viel zu sehen. Ganz im Gegenteil, denn die Zorndt-Elf wirkte reichlich unausgeschlafen und kassierte durch Hepp (5.) und Frahm (24.) ein 0:2. Erst mit dem Anschlusstor von Ibrahim Bakabala (35.) fiel bei den Gästen der Groschen. Auch das 3:1 von Kröger (37.) konnte die SpVgg. Putlos nicht erschüttern, denn noch vor dem Pausenpfiff brachte Rune Jäkel (45.+1) seine Elf wieder auf Tuchfühlung heran.

Auch nach der Pause spielte die Zorndt-Elf mutig nach vorn, denn man wollte und musste punkten. Benni Roskis Ausgleichstor in der 63. Minute war der Lohn der Putloser Bemühungen. Als dann Nehring in der Schlussphase an den Ball kam, einfach mal draufhielt und das runde Leder hinter Torwart Denis Crone zum 4:3 für die Platzherren einschlug, schien es um die Zorndt-Elf geschehen, doch sie fightete sich zurück, erkämpfte sich den Strafstoß und noch einen Punkt, der in der Endabrechnung noch einmal Bedeutung erfahren könnte.

Putlos: Crone – Schlüter – A. Roski, Amine – Prieß, B. Roski, Ruge, Jäkel, Liebe (90. Lund), Ammar – Bakabala (67. Stefoudis).

Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung.

Schiedsrichter: Siemers (Griebeler SV), ausgezeichnet.

Tore: 1:0 (5.) Hepp, 2:0 (24.) Frahm, 2:1 (35.) Bakabala, 3:1 (37.) Kröger, 3:2 (45.+1) Jäkel, 3:3 (63.) B. Roski, 4:3 (84.) Nehring, 4:4 (90./FE) Schlüter.

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